Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen, besonders bei männlichen Jugendlichen. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig das Thema in der Öffentlichkeit, abseits medienwirksamer Sensationsfälle, diskutiert wird.
Suizide bzw. Suizidversuche stellen ein tragisches Ende eines Lebens bzw. einen oftmals letzten verzweifelten Hilferuf dar. Werden diese von Jugendlichen vollzogen, sind Eltern, Lehrer/innen und Mitschüler/ innen fassungslos und finden keine unmittelbaren Erklärungen.
Mittlerweile wurde in vielen Untersuchungen über Ursachen und Hintergründe geforscht, welche oftmals aus dem schulischen Alltag und dem physischen Umfeld der Jugendlichen stammen. Der Mangel an Erfahrung erschwert in vielen Fällen den Umgang mit diesem Problembereich. Umso dringender ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema. Besonders Schulen können und sollten diese Thematik aufgreifen – Materialien mit denen das Thema konstruktiv bearbeitet werden kann liegen vor.

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2009: Dr. Regina Taurines, Prof. Dr. Andreas Warnke: Suizid und Suizidprävention im Kindes- und Jugendalter

»Suizid« und »Suizidprävention« sind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wichtige Themenfelder, da der Suizid in der Adoleszenz – nach den tödlichen Verkehrsunfällen – als zweithäufigste Todesursache auftritt. Die Entstehung der Suizidalität ist multikausal. Häufig ist suizidales Verhalten mit psychiatrischen Erkrankungen assoziiert, weshalb eine Früherkennung und adäquate Therapie der zugrundeliegenden psychischen Erkrankung wesentliche Bestandteile von Suizidprävention […]

KJug 3/2009: Katja Rauchfuss, Simone Spacek: Verherrlichung von Selbstmord in Internetforen. Recherchen und Aktivitäten von jugendschutz.net

Über ihre Suizidgedanken tauschen sich Menschen auch im Internet aus. Einige Foren bieten tatsächlich Hilfe, andere sind gefährlich, weil sie Betroffene in ihrer Lebensmüdigkeit bestätigen, Selbsttötungen verherrlichen und geeignete Tötungsmethoden diskutieren. Jugendschutz.net hat diese sogenannten Suizidforen systematisch recherchiert, eine großen Bandbreite von präventiv wirksamen bis hin zu suizidfördernden Angeboten festgestellt und ein Beurteilungsraster entwickelt. um […]

KJug 3/2009: Nathalie Klüver: »Ausweglos – Die Suche nach Menschen, die zuhören«. Suizidprävention an Schulen

An Schulen wird das Thema Suizid bei Kindern und Jugendlichen vernachlässigt. Es ist ein Tabuthema, über das man möglichst nicht spricht. Dabei ist die Schule als einer der wichtigsten Lebensräume der Jugendlichen besonders für Präventionsarbeit geeignet. Eine Möglichkeit ist das »Alex-Modell«, das Schüler(inne)n nicht nur für Signale sensibilisiert, die einem Suizid vorausgehen, sondern auch Wege […]

KJug 3/2009: Wolfgang Stich: [U25] – Zielgruppenspezifische Hilfeangebote für junge Menschen unter 25 Jahren in Krisen und bei Suizidgefahr

Zielsetzung von [U25] war und ist, junge Menschen in Krisen und Suizidgefahr mit niedrigschwelligen Hilfeangeboten zu erreichen. Dies scheint vor allem mit Hilfe einer Anonymität wahrenden Online-Beratung durch ehrenamtliche, qualifizierte Peerberater nachhaltig gelungen zu sein.

KJug 3/2009: Dr. Martin Schwiersch: Naturerfahrung und psychische Gesundheit bei jungen Menschen. Eine Fragebogenuntersuchung

Sind Naturaufenthalte und Naturerfahrungen für jüngere Kinder und ältere Jugendliche selbstwirksamkeitsfördernd? Dieser Frage ist der Autor in einer Befragung von 268 Mädchen und Jungen nachgegangen. Dabei zeigte sich das der höchste Zusammenhang zwischen Natur und Selbstwirksamkeit in der Altersgruppe zwischen 13 und 15 Jahren besteht.

KJug 3/2009: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Die ewige »Disziplinlosigkeit« der Jugend — oder doch etwas anderes?

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau hat den disziplinarischen Ausschluss eines Schülers als im Einzelfall notwendige Maßnahme bestätigt (Urteil vom 28.01.2009; Aktenz. 2 K 2180/08). Leitsätze des Bearbeiters 1. Sexuelle Übergriffe unter Mitschülern sind ein so schwerer Verstoß gegen die schulische Ordnung, dass schwerwiegende Disziplinarmaßnahmen angezeigt sind. 2. Die Maßnahmen werden aus Gründen […]

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