KJug 1-2019_Titelblatt

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Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage einen großen Teil ihrer Online-Zeit in kommerziellen und werbefinanzierten Kontexten (z.B. Google, Facebook, YouTube, Amazon, Instagram). Im Internet und in Computerspielen begegnen sie Werbung in verschiedenen Formen, wie z.B. Werbebannern, In-Game-Werbung, Product-Placement, Sponsoring, Unboxing-Videos, Influencing, Pop-Ups – hochintegrierte Werbeformen, die sich im Spektrum von eindeutig gekennzeichnet bis zu intransparent bewegen und sich selbst Erwachsenen nicht immer erschließen. Mit Blick auf Werbung gelten Kinder und Jugendliche als besonders schutzbedürftige Gruppe, weshalb der Entwicklung und Förderung von Werbekompetenz kommt ein zentraler Stellenwert zukommt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) setzen sich mit der Thematik »Onlinewerbung« unter pädagogischen und rechtlichen Aspekten mit Medien- und Werbekompetenz sowie der Medienbildung auseinander.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2019: Prof. Dr. Stefan Iske, Katrin Wilde: Online-Werbung als Herausforderung für Medienbildung und Jugendmedienschutz

Smartphone-Apps, Online-Videoportale, soziale Online-Netzwerke… Jugendliche verbringen heutzutage einen überwiegenden Teil ihrer Online-Zeit in kommerziellen und werbefinanzierten Kontexten (z.B. Google, Facebook, YouTube, Amazon, Instagram). In diesen Kontexten sind sie auf vielfältige und unterschiedliche Art und Weise mit Werbung konfrontiert. Werbung bewegt sich dabei in einem Spektrum von eindeutig gekennzeichnet bis zu intransparent und damit schwer erkennbar und schwer reflektierbar. Damit bekommt Werbung und der reflektierte Umgang mit Werbung im Sinne einer Werbekompetenz einen zentralen Stellenwert für die alltägliche Nutzung von Online-Medien. Im Beitrag werden Ergebnisse eines Forschungsprojektes „Online-Werbung aus der Perspektive Jugendlicher“ vorgestellt.

KJug 1/2019: Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen): Fit im Umgang mit Onlinewerbung?!

Im Auftrag der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) haben Forscher/-innen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit medienpädagogischer Unterstützung durch das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation die Online-Werbekompetenz von Jugendlichen untersucht. Das Projekt „Online-Werbekompetenz im Wandel – Neue Herausforderungen für Medienbildung und Schule“ vereint die wissenschaftliche Forschung mit der medienpädagogischen Praxis mit dem gemeinsamen Ziel, die Online-Werbekompetenz von Jugendlichen zu fördern. Ausgehend von den Ergebnissen und Schlussfolgerungen der Studie werden Unterrichtsmaterialien zur Online-Werbung im Auftrag der LPR Hessen entwickelt. Dieses medienpädagogische Material erscheint in der Reihe »Schule des Hörens und Sehens«.

KJug 1/2019: Dr. Wolfgang Kreißig: Direkte Kaufappelle an Kinder und Jugendliche in sozialen Medien. Herausforderungen für die Medienaufsicht aus der Perspektive des Jugendmedienschutzes

Die Peer-Group trifft man heute online: Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland nutzen regelmäßig soziale Medien, allen voran Plattformen wie YouTube oder Instagram. Gemeinsam haben diese Angebote vor allem eines: Sie sind der Arbeitsplatz unzähliger Influencer – also von Mitgliedern des Netzwerks, die ihre große Zahl an Followern und die damit verbundene Reichweite ihrer Profile unter anderem zu Werbezwecken nutzen. Der Autor, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), geht der Frage nach, ob sich hierin ein neues Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche sehen lässt. Grundlage der Ausführungen sind rechtliche Aspekte sowie Ergebnisse eines kommunikationswissenschaftlichen Gutachtens zu direkten Kaufappellen bei Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien.

KJug 1/2019: Vera Borngässer/ Klicksafe-Redaktion: Online-Werbung – Kinder und Jugendliche als Zielgruppe

Werbung ist allgegenwärtig – ob im Fernsehen, in Zeitschriften, auf Plakatwänden oder eben auch im Internet. Vergleicht man die unterschiedlichen Kanäle wird deutlich, dass Marketingmaßnahmen in Apps und auf Webseiten den Unternehmen Vorteile gegenüber der herkömmlichen Werbung bieten. Die Autorinnen machen deutlich, dass Kinder und Jugendliche im „Wirrwarr“ der verschiedenen Angebote Unterstützung und Werbekompetenz benötigen.

KJug 1/2019: Manfred Schwarzenberg, Ute Klement, Anne Bayer: Online-Werbung – auch ein Thema für Verbraucherschützer

Im Projekt Marktwächter Digitale Welt beobachten Verbraucherschützer den Spiele-Markt aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher. Verbraucherbeschwerden über Spiele-Apps stehen häufig im Zusammenhang mit Minderjährigen. Die Marktwächter mahnen daher regelmäßig Spiele-Anbieter ab, zuletzt beispielsweise für hohe In-App-Käufe und aggressive Werbung in Kinder-Spiele-Apps.

KJug 1/2019: Bettina M. Wiesmann: IM FOKUS: Kindeswohl in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft

Bettina M. Wiesmann, Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU-Fraktion, Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Vorsitzende der Kinderkommission positioniert sich im Beitrag zur Frage des Kindeswohls in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft.

KJug 1/2019: Elisabeth Harasser : Das Tiroler Jugendförderungs- und Jugendschutzgesetz

In der Rubrik »Fachbeitrag« werden im 64. Jahrgang von KJug Jugendschutzregelungen aus unseren Nachbarländern vorgestellt. Den Anfang macht das Bundesland Tirol (Österreich), in dem ab dem 1. Januar einzelne neue Bestimmungen im Jugendschutz in Kraft getreten sind. Die Autorin, Kinder- und Jugendanwältin im Bundesland Tirol, erläutert und kommentiert die neuen Regelungen, die sich auf das Rauchen in der Öffentlichkeit und die Ausgehzeiten von Kindern beziehen.

KJug 1/2019: Kerstin Waldeck : Wer darf? Wer muss? Wer sollte? Zur Frage der Gesetzgebungskompetenzen im Bereich des Jugendmedienschutzes

Die Autorin setzt sich im Beitrag in der Rubrik „Aus der Hochschule“ aus juristischer Perspektive mit der Frage auseinander in wessen verfassungsrechtlicher Kompetenz die Entwicklung und Realisierung eines effektiven Jugendmedienschutzes liegt. Darüber hinaus diskutiert sie die Frage, ob eine solche Unterscheidung verfassungsrechtlich zwingend ist und ob nicht die Kompetenztitel des Grundgesetzes eine gänzliche Neuordnung des Jugendmedienschutzes zulassen würden.

KJug 1/2019: Sigmar Roll : Klare Regeln für den Nachschub von »Dampfern« – Zum Versandhandel bei E-Zigaretten

Der Autor setzt sich mit einem Urteil des Amtsgerichts Augsburg auseinander, wonach ein Versandhändler ein Bußgeld zahlen soll, weil er nikotinhaltige Liquids für E-Zigaretten u.Ä. ohne ausreichende Jugendschutzvorkehrungen angeboten und versendet hatte (Beschluss vom 08.05.2018, Az. 32 OWi 603 Js 127440/17).

KJug 1/2019: Anja Puneßen : (freies) WLAN – aber was heißt das?

Seit der Abschaffung der Störerhaftung für WLAN-Anschlüsse haften Anschlussinhaber weitestgehend nicht mehr für das rechtswidrige Verhalten ihrer Nutzer/-innen, da sie in der Regel auch nicht für das Verhalten ihrer Nutzer/-innen verantwortlich sind und üblicherweise auch nicht über die entsprechende Kenntnis verfügen (sog. Haftungsprivilegierung) dürften. In der Rubrik “Die Jugendschutzfrage” setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, was der Wegfall der Störerhaftung für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet.

KJug 1/2019: Christa Gebel, Dr. Niels Brüggen, Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Achim Lauber, Dr. Stephan Dreyer, Marius Drosselmeier, Marcel Rechlitz : Jugendmedienschutzindex 2018

Im Beitrag in der Rubrik „Aktuelle Studie“ werden Ergebnisse der Studie »Jugendmedienschutzindex« vorgestellt. Der von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) initiierte und herausgegebene Jugendmedienschutzindex zeigt an, in welcher Weise der Schutz von Heranwachsenden vor negativen Online-Erfahrungen in den Sorgen, den Einstellungen, dem Wissen und dem Handeln von Eltern, von pädagogischen Fach- und Lehrkräften sowie von Heranwachsenden selbst Niederschlag findet. Der vorliegenden zweiten Teil der Studie steht die Perspektive von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften im Fokus. Die Studie beruht auf einer explorativen Befragung von insgesamt 296 Personen, die an schulischen oder außerschulischen Einrichtungen in Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein tätig sind.
Bibliographische Angaben: Christa Gebel, Niels Brüggen, Uwe Hasebrink, Achim Lauber, Stephan Dreyer, Marius Drosselmeier, Marcel Rechlitz (2018), Jugendmedienschutzindex: Der Umgang mit onlinebezogenen Risiken. Ergebnisse der Befragung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. Herausgegeben von: FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. Online verfügbar unter https://www.fsm.de/de/jugendmedienschutzindex-2018.

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