KJugv4-2017_Titelblatt

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Die Anzahl an Kindern und Jugendlichen, die unter gesundheitsgefährdenden Rahmenbedingungen aufwachsen, ist alarmierend. Dabei ist Gesundheit ganzheitlich zu verstehen: körperliche, psychische und soziale Gesundheit sind nicht voneinander zu trennen. Dies zu fördern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Kinder- und Jugendhilfe ist in diesem Zusammenhang aufgefordert, neben der Prävention auch Gesundheitsförderung als fachlichen Standard zu etablieren.

Der erste Schritt ist hier konzeptionell die allgemeine Förderung gesunderhaltender Lebensumstände und Verhaltensweisen (Gesundheitsförderung) von der Beeinflussung problemspezifischer Risiko- und Schutzfaktoren (Prävention) zu unterscheiden. In den Beiträgen wird deutlich, dass Gesundheitsförderung und Prävention unterschiedlich sind – erfolgreich aber nur, wenn sektorenübergreifend gearbeitet wird.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2017: Thomas Altgeld: Gesund aufwachsen – eine zentrale Herausforderung für die ganze Gesellschaft

Gesund aufwachsen ist eine Herausforderung für unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche und Akteur/-innen, angefangen von der Familienförderung, über Bildung und Jugendhilfeangebote bis hin zur Gesundheitsversorgung. »Gesund aufwachsen« ist zugleich das erste lebensphasenbezogene nationale Gesundheitsziel in Deutschland. Es definiert für das Kindes- und Jugendalter die Handlungsfelder, die adressiert werden müssen, damit kein Kind zurückgelassen wird. Es setzt dabei an den Schutzfaktoren und Ressourcen von Kindern und deren sozialem Umfeld an, will diese stärken und Risiken abbauen. Gerade weil mit dem Präventionsgesetz die gesetzlichen Krankenkassen deutlich mehr Aktivitäten in Schulen und Kitas vorantreiben können, sind integrierte, abgestimmte Handlungskonzepte notwendig, um konkurrierende Parallelaktivitäten vermeiden und knappe Mittel effektiv einzusetzen.
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KJug 4/2017: Christina Kruse, Dr. Antje Richter-Kornweitz: Kommunale Präventionsketten: Mehr Teilhabe für Kinder durch Strategieentwicklung und Strukturbildung

Die soziale Teilhabe, Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern sind ungleich verteilt. Kommunen stehen bundesweit vor der Herausforderung, das Aufwachsen aller Kinder zu unterstützen und den Folgen dieser Chancenungleichheit aktiv zu begegnen. Präventionsketten bieten hier einen Lösungsansatz. Im Kern der Arbeit steht die Entwicklung einer übergeordneten, ressortübergreifenden Strategie, die nachhaltige Strukturen etabliert und unabhängig von Projektfinanzierungen und Wahlperioden zur Verfügung steht.
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KJug 4/2017: Dr. Claudia Lampert: Unterhaltsam, interaktiv, gesundheitsfördernd? Potenziale und Grenzen digitaler Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche

Digitale Medien scheinen auf den ersten Blick ideal, um medienaffine Kinder und Jugendliche mit gesundheitsbezogenen Themen zu erreichen und sie zu gesundheitsfördernden Verhaltensweisen zu motivieren – doch ist dem wirklich so? Im Beitrag wird ein Blick auf digitale Gesundheitsangebote, die sich an Kinder und Jugendliche richten geworfen, und Potenziale und Grenzen sowie Handlungsbedarfe aufgezeigt.
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KJug 4/2017: Christa Niemeier, Irma Wijnvoord: Gesundheitsrisiko Suchtfamilie – Prävention durch Kooperation Bericht zum Projekt »Schulterschluss« in Baden-Württemberg

Jugendhilfe und Suchthilfe sind immer stärker (auf)gefordert zu kooperieren und sich zu vernetzen – zum Beispiel dann, wenn es um die (psychische) Gesundheit von Kindern suchtkranker Eltern geht. Im Rahmen des Projektes »Schulterschluss« wird deutlich, wie gemeinsames Handeln von Jugendhilfe und Suchthilfe initiiert, gestärkt und nachhaltig ausgebaut werden kann und muss.
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KJug 4/2017: Marco Stürmer: Schulterschluss – Für Kinder und Jugendliche in suchtbelasteten Familien. Die Projektadaption im Bundesland Bayern

Die Schulterschluss-Idee, aus dem Nebeneinander der Angebote der Suchthilfe und der Jugendhilfe ein Miteinander entstehen zu lassen, wurde 2016 auch für Bayern aufgegriffen, adaptiert und teilweise modifiziert. Das Vernetzungsangebot trifft dabei auf hohes Interesse von Seiten der Jugendämter, Suchthilfeeinrichtungen sowie freien Jugendhilfeträgern.
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KJug 4/2017: Dr. Rita Horvay, Dr. Alexander Naumann: Kinderschutz im medizinischen Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie: Die Etablierung eines Schutzkonzeptes in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Etablierung eines Schutzkonzeptes in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, einer Klinik mit regionalem Vollversorgungsauftrag, wurde im Zeitraum von Februar 2016 bis Mai 2017 unter Beteiligung von 28 Mitarbeiter/-innen aus dem medizinischen, therapeutischen, pädagogischen und pflegerischen Bereich ein Schutzkonzept entwickelt, dessen Implementierung und Publikation in Vorbereitung ist. Ein Schulungskonzept wird dazu gerade entwickelt und umgesetzt. Der Fokus des Artikels stehen jedoch vor allem die methodischen Besonderheiten bei der Etablierung von Kinderschutzkonzepten im Krankenhaus.
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KJug 4/2017: Sandra Hiermeier: Synthetische Cannabinoide – Herausforderungen für die Suchtprävention mit Jugendlichen

Das Ziel der dargestellten Masterarbeit war, dazu beizutragen, dass der Erkenntnisstand zu synthetischen Cannabinoiden bei Fachkräften der Jugendhilfe erweitert wird. Durch die persönliche Konfrontation in der Jugendarbeit ergaben sich weitere offene Forschungsfragen z.B. nach Konsummotivationen oder dem Wissenstand über die Substanzen. In der Masterarbeit werden verschiedene Problem- und Aufgabenbereiche, die durch die Thematik in Verbindung mit der Suchtprävention mit Jugendlichen entstehen können dargestellt und beschrieben.

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KJug 4/2017: Sigmar Roll: Auf der Suche nach Ausgewogenheit im Spannungsverhältnis von Rundfunkfreiheit und Jugendschutz

Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat im Revisionsverfahren die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben und die Streitsache zurückverwiesen zur objektiven Feststellung der sog. Vorlagefähigkeit der beanstandeten Fernsehsendung (Urteil vom 31.05.2017, Az. 6 C 10/15).

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KJug 4/2017: Anja Puneßen: Blue Whale – Mythos oder Realität?

Anja Puneßen, Juristin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V. (AJS) beantwortet die Frage, wie auf die sog. Blue Whale Challenge reagiert werden soll(te).

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