KJugv4-2016_Titelblatt

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Nach wie vor steht der Umgang mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Fokus der Kinder- und Jugendhilfe. Die Autorinnen und Autoren setzen sich mit folgenden Themen auseinander: Sicherheit von Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen, junge Flüchtlinge in der Kita, Jugendmigrationsdienste und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Fragen des Kinderschutzes. Die in der Ausgabe 3-2016 skizzierten Weiterentwicklungsbedarfe in der Kinder- und Jugendhilfe werden damit fortgesetzt und vertieft.

In den Beiträgen wird das enorme Engagement der Fachkräfte entfaltet und verdeutlicht, dass die Kinder- und Jugendhilfe weitgehend auf die Bedarfe eingestellt ist, wenngleich die gesetzlichen Regelungen nicht immer zufriedenstellend sind.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2016: Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-umF): Die Aufnahmesituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Um die tatsächlichen Auswirkungen des Gesetzes zur vorläufigen Inobhutnahme und Umverteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu erfassen, hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine bundesweite Online-Umfrage durchgeführt. Im Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse dargestellt, die ein Bild von der teilweise hoch defizitären Aufnahmestruktur für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland zeichnen.
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KJug 4/2016: Jan Pöter, Prof. Dr. Martin Wazlawik: Kinderschutz und Migration. Perspektiven für eine differenzsensible Praxis

Nicht erst seit den zunehmenden internationalen Flucht- und Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre steht das Thema Kinderschutz und Migration in vielfältiger Weise im Fokus fachlicher Debatten. Trotz des wachsenden Interesses an einer migrationsspezifischen Ausgestaltung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen – auch in Bezug auf Kindeswohlgefährdung – bleibt der Grundansatz mit diversen Unklarheiten und Risiken behaftet.
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KJug 4/2016: Nora Iranee, Prof. Dr. Sabine Andresen: (Sichere) Räume für Kinder in Flüchtlingsheimen schaffen. Eindrücke aus einem Praxisprojekt mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien aus Krisengebieten geflüchtet sind, wohnen nach ihrer Ankunft in Deutschland zumeist in Erstaufnahmeeinrichtungen. Im Beitrag wird das Pilotprojekt STEP-BY-STEP vorgestellt. Dort werden niedrigschwellige Angebote zur Betreuung, Beratung und Bildung von Kindern, Familien und Frauen realisiert und wissenschaftlich begleitet, mit dem Ziel, dass Kinder und Jugendliche sich dort sicher fühlen und die Erstaufnahme möglichst als kinderfreundlichen Ort erleben.
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KJug 4/2016: Birgit Riedel, Kilian Lüders: Flüchtlingskinder in der Kita – Zugänge gestalten, Kooperationen stützen!

Unter den minderjährigen Flüchtlingen, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland eingereist sind, befinden sich viele Kinder im »Kindergartenalter«. Ihre Integration in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung hängt dabei sowohl von den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas ab, als auch generell von der Einlösung ihres Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Im Beitrag werden zentrale Befunde aus einer Kita-Befragung des Deutschen Jugendinstituts dargestellt.
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KJug 4/2016: Burkhardt Wagner Junge Geflüchtete in den Jugendmigrationsdiensten. Was braucht´s für die gelingende Integration?

456 Jugendmigrationsdienste (JMD) beraten, begleiten und bilden junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren bei ihrem Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, professionelle Beratung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine starke Vernetzung in Schule und Ausbildungsbetriebe zählen dabei zu den wesentlichen Aufgaben.
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KJug 4/2016: Prof. Dr. Anneke Bühler, Marcel Cervinka, Wolfgang Eichinger, Jens Kraatz: Was tun und denken ehrenamtliche Helfer/innen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen?

Ergebnisse einer Befragung in München
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich im Rahmen der Erstaufnahme seit mehreren Monaten u.a. für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Koordinationsstelle Ehrenamt bei Condrobs e.V. unterstützt das Jugendamt München bei dieser Aufgabe. Die dortigen Ehrenamtlichen wurden nach ihrer Zufriedenheit mit der Koordinationsstelle und der eigenen Tätigkeit befragt.
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KJug 4/2016: Marianne Meyer: ELTERNTALK mit Flüchtlingsfamilien. »Egal ob auf der Flucht oder hier, wir müssen unsere Kinder erziehen!«

ELTERNTALK ist ein Angebot der Aktion Jugendschutz, Landesstelle Bayern e.V. Ziel von ELTERNTALK ist, die Erziehungskompetenz von Eltern durch Eltern zu stärken. Ein Angebot, das sich auch an Eltern richtet, die mit ihren Kindern geflüchtet sind.
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KJug 4/2016: Katharina Neumann: Kameradschaft vor der Kamera. Eine Analyse reziproker Effekte von Medienberichterstattung über die rechtsextreme Szene auf deren Anhänger

Die Autorin hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Frage beschäftigt, ob es Wege für einen verantwortungsbewussten medialen Umgang mit dem Phänomen Rechtsextremismus gibt, um der rechten Szene nicht medial in die Hände zu spielen und zu verhindern, dass die rechtsextreme Ideologie für Jugendliche interessant wird. Sie ging der Forschungsfrage nach »Welche Effekte durch Berichterstattung über Rechtsextremismus innerhalb der rechtsextremen Szene werden ausgelöst?
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KJug 4/2016: Michael Bahrs, Mathias Schumann: Einschulungsalter: Rauchen und Gesundheit im Erwachsenenalter

Im Beitrag werden Ergebnisse der Studie »Unlucky to Be Young? The Long- Term Effects of School Starting Age on Smoking Behaviour and Health« vorgestellt. Sie liefern Erkenntnisse über die kausalen Auswirkungen des individuellen Einschulungsalters auf das Rauchverhalten und die Gesundheit im Erwachsenenalter. (mehr …)

KJug 4/2016: Sigmar Roll: Rote Karte für die Direktleitung ins Kinderzimmer – Erziehung zum Umgang mit neuen Kommunikationsmedien – Recht und Rechtsprechung

Im Beitrag wird ein Urteil dokumentiert, das sich mit der Nutzung des Messengerdienst »WhatsApp« vor dem Hintergrund des sog. Sextings beschäftigt. Nachdem Vorfälle sexueller Belästigung durch Textnachrichten bekannt geworden waren, hat das Familiengericht beim Amtsgericht Bad Hersfeld zur Abwendung einer Kindeswohlgefährdung Anordnungen an die Erziehungsberechtigten erlassen,
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KJug 4/2016: Anja Puneßen: E-Zigarette und E-Shisha – Was beinhaltet die neue Regelung in § 10 JuSchG?

Seit dem 1. April 2016 gilt für Kinder und Jugendliche ein Verbot von E-Zigaretten und E-Shishas. Mit dieser Neuregelung im § 10 Jugendschutzgesetz (JuSchG) hat der Gesetzgeber das bereits bestehende Verbot »herkömmliche« Tabakwarenerzeugnisse an Kinder und Jugendliche abzugeben bzw. den Konsum zu gestatten, deutlich erweitert.
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