KJug 4-2015_Titelblatt

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Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichten gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge.
Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2015 von KJug.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2015: Ahmet Toprak: Kultur- und Migrationssensibilität. Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext des Jugendschutzes

Die Gefährdungen, denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte ausgesetzt sind, sind aus Sicht des Jugendschutzes die gleichen. Unterschiedliche kulturelle und sozialisatorische Hintergründe erfordern aber einen spezifischen Zugang – auch zu den Eltern. Im Beitrag wird anhand zweier Fallbeispiele herausgearbeitet, wie die Soziale Arbeit …
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KJug 4/2015: Birgit Jagusch: Migrations- und Diversitätssensibilität im Kinderschutz

In einer Gesellschaft, die durch Migrationsprozesse gekennzeichnet ist, stellt sich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe unwillkürlich auch die Frage nach einer migrationssensiblen Perspektive. Das Projekt »Migrationssensibler Kinderschutz« zeigt Ansätze für die Arbeit im Kinderschutz unter einem migrations- und diversitätsbewussten Blickwinkel. …
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KJug 4/2015: Andrea Urban: Eltern zu Gast bei Eltern. Medienerziehung für Migranteneltern

Elterntalks sind Gesprächskreise von und mit Eltern. Zielsetzung ist die Stärkung der Erziehungskompetenz und der Erziehungsverantwortung, damit Eltern den Anforderungen an die Erziehung von Kindern und Jugendlichen begegnen können. Niedrigschwellige Angebote z.B. zum Thema Medien und Medienkonsum stoßen besonders bei Eltern mit Migrationsgeschichte auf hohes Interesse. Das Angebot der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen wird vorgestellt.
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KJug 4/2015: Ursula Kluge, Henrik Blaich: »Es gibt keine Fettnäpfe. Es sei denn, man redet sich solche ein.« Sensibel, vorurteilsfrei und flexibel: medienpädagogische Angebote für Zielgruppen mit Migrationshintergrund.

In Kooperation mit dem Ministerium für Integration qualifiziert die Aktion Jugendschutz (ajs) Referentinnen und Referenten des LandesNetzWerks für medienpädagogische Elternarbeit für die Durchführung migrationssensibler medienpädagogischer Angebote. Als Teil der Initiative Kindermedienland …
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KJug 4/2015: Sara Scharmanski, Karla Verlinden, Katharina Urbann und Pia Bienstein: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Erste Ergebnisse der bundesweiten SeMB-online-Befragung von Mitarbeiter/innen an Förderschulen

Kinder und Jugendliche mit Behinderung scheinen ein deutlich erhöhtes Risiko im Vergleich zu Kindern ohne Behinderung aufzuweisen Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. Insbesondere in der deutschsprachigen Forschung zum sexuellen Missbrauch wurden Kinder mit Behinderung bislang stark vernachlässigt. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Befragungs- und Interventionsstudie der Universität Köln vorgestellt, die u.a. auf einen erhöhten Aufklärungsbedarf der Mitarbeiter/innen hinweisen.
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KJug 4/2015: Karin Knop, Dorothée Hefner, Stefanie Schmitt, Peter Vorderer: Mediatisierung Mobil. Handy- und mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen.

Im Leben von Kindern und Jugendlichen sind Handys und vor allem Smartphones zu alltäglichen Begleitern geworden, die als Multifunktionsgeräte täglich und teilweise sogar permanent genutzt werden. Die Studie, die von Wissenschaftler/inne/n der Universität Mannheim im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) durchgeführt wurde, erforscht, wie Heranwachsende zwischen acht und 14 Jahren Handys und das mobile Internet nutzen und bewerten und welche Faktoren eine mehr oder weniger individuell und sozial zuträgliche Nutzungsweise beeinflussen. Daneben wurde die Rolle des Handys aus Sicht der Eltern, in der Familie und innerhalb der Peergroup untersucht.
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KJug 4/2015: Sigmar Roll: Minderjährig oder nicht? – und die unterschiedlichen rechtlichen Folgen für Flüchtlinge

In der Rubrik Recht und Rechtsprechung wird ein Urteil vorgestellt, in dem das Alter eines unbegleiteten Flüchtlings, der eventuell minderjährig ist, nicht ausreichend genau geklärt wurde.
Der 5. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat eine Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben, weil der Sachverhalt und hier insbesondere das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Minderjährigkeit bei dem betroffenen Flüchtling, der zur Abreise aus Deutschland aufgefordert worden war, nicht ausreichend ermittelt gewesen sei (Beschluss vom 12.02.2015; Aktenz. V ZB 185/14).
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