KJug 3-2016_Titelblatt

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Für die Betreuung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ist in Deutschland die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Um diesem Auftrag nachkommen zu können, muss zunächst eruiert werden, inwieweit die bisherigen Jugendhilfekonzepte auch für die Zielgruppe der jungen Flüchtlinge greifen, wie die besonderen Bedarfe dieser jungen Menschen aussehen und wie Angebote gestaltet sein müssen, um diesen Bedarfen gerecht zu werden. In den Beiträgen werden deshalb Einblicke in die Lebenssituationen minderjähriger Flüchtlinge, ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihre Ziele, ihre Perspektiven und ihre Ressourcen gegeben. Die skizzierten Entwicklungen verdeutlichen zahlreiche Weiterentwicklungsbedarfe sowie Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2016: Dr. Katharina Gerarts, Prof. Dr. Sabine Andresen: Was uns geflüchtete Kinder in Deutschland berichten. Eindrücke aus einer qualitativen Studie

In der Studie »Angekommen in Deutschland. Wenn geflüchtete Kinder erzählen« werden erste Antworten auf die Frage nach den individuellen Geschichten, Bedürfnissen und Erwartungen von Kindern mit Fluchterfahrungen gegeben. Dabei stehen explizit diejenigen Kinder im Mittelpunkt, die begleitet, also mit ihre Familie geflüchtet sind.
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KJug 3/2016: Lisa-Marie Kreß, Prof. Dr. Nadia Kutscher: Flucht und digitale Medien – Die Bedeutung von Internet, Smartphone und Apps für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ihre jugendschutzrelevanten Konsequenzen für die Kinder- und Jugendhilfe

Die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, laut Bundesregierung befinden sich 67.194 unbegleitete Minderjährige zum Stichtag 18.01.2016 in jugendhilferechtlichen Zuständigkeiten (Deutscher Bundestag 2016, 27).
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KJug 3/2016: Sabrina Brinks, Eva Dittmann: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe – aktuelle Entwicklungen und Anforderungen

In den letzten Jahren haben weltweit Fluchtbewegungen vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte und gewaltsamer Auseinandersetzungen deutlich zugenommen. Besonders gravierend ist dabei die Tatsache, dass etwa die Hälfte der weltweiten Flüchtlinge Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind (vgl. UNHCR 2015).
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KJug 3/2016: Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: Flüchtlingskinder zwischen Sozialrecht und Asylrecht

Die aktuelle Rechtslage mit Blick auf begleitete und unbegleitete Flüchtlingskinder ist nicht immer leicht zu durchschauen. Neben dem Asylrecht hat auch das 8. Buch des Sozialgesetzbuches – SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) eine hohe Bedeutung.
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KJug 3/2016: Esma Karayel: Anonymer Schutz auf der „Insel“. Zwangsverheiratung: Betroffene brauchen eine spezialisierte Unterbringung

Zwar ist die Grauzone groß und die Dunkelziffer hoch: Dennoch stellt das Phänomen der Zwangsverheiratung von Mädchen und jungen Frauen auch in Deutschland ein erkennbares strukturelles Problem dar.
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KJug 3/2016: Henning Mielke: Darüber spricht man nicht. – Doch! Online-Beratung als Zugang zu Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien

Mehr als 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit suchtkranken Eltern auf.  Seit zwei Jahren bietet NACOA Deutschland betroffenen Jugendlichen eine virtuelle Beratungsstelle, die kostenlos, anonym und ortsunabhängig hilft.
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KJug 3/2016: Teresa Behrends: Kinderrechte und das Politische. Voraussetzungen und Besonderheiten der Kinderrechtsproblematik vor dem Hintergrund der politischen Differenz

Forschungsfrage: Wie kann ein theoretischer Zugang aussehen, der eine Bestimmung der Form der Kinderrechte ermöglicht? Wie genau ist das Kind als Träger subjektiver Rechte und Menschenrechtssubjekt zu fassen?
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KJug 3/2016: Sigmar Roll: Laserarena – Räuber und Gendarm-Spiel in modernem Gewand?

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Entscheidung des örtlichen Jugendamtes bestätigt, aus Jugendschutzgründen den Zutritt zu der Laserarena für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren vollständig zu beschränken (Urteil vom 14.04.2016, Az. W 3 K 14.438).*
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