KJug 3-2015_Titelblatt

Download Gesamtheft als PDF

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht.

Die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2015: Dr. Mike Seckinger: Stationäre Hilfen zur Erziehung – eine Kurzbeschreibung

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden verschiedene Formen der familienergänzenden und familienersetzenden Hilfen zur Erziehung angeboten. Kinder und Jugendliche, deren Eltern – vorübergehend oder dauerhaft – mit der Erziehung überfordert sind, leben dabei in teilstationären und stationären Einrichtungen und werden hier pädagogisch betreut und gefördert. Die Aufgabe, den erzieherischen Jugendschutz im stationären Setting umzusetzen, ist dabei mit spezifischen Herausforderungen verbunden, die sich aus dem institutionellen Rahmen stationärer Einrichtungen ergeben. Der Autor stellt u.a. dar, was stationäre Hilfen sind, wie häufig sie in Anspruch genommen werden und mit welchen Herausforderungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Kinder und Jugendlichen tagtäglich konfrontiert sind.
(mehr …)

KJug 3/2015: Martina Schu, Doris Sarrazin, Almut Wiemers: Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe

Aktuelle Studien zum Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis durch Kinder und Jugendliche zeigen insgesamt einen rückläufigen Suchtmittelkonsum. Ergebnisse einer Untersuchung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe zum Suchtmittelkonsum von Kindern und Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen sind demgegenüber in vielerlei Hinsicht besorgniserregend. Im Rahmen breit angelegter Bemühungen zur Weiterentwicklung von Jugendhilfe und Suchthilfe und ihrer Kooperation beauftragte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich, Köln (FOGS) mit einer Untersuchung zu suchtbezogenen Verhaltensweisen von jungen Menschen in der öffentlichen Jugendhilfe in Westfalen-Lippe. Zudem sollten Einschätzungen und Vorgehensweisen der Fachkräfte in den Einrichtungen untersucht werden.

(mehr …)

KJug 3/2015: Dr. Daniel Hajok: Zum Umgang mit digitalen Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Mit den digitalen Medien haben sich die Möglichkeiten junger Menschen stark erweitert. Vor allem Jugendliche, bereits Kinder, agieren heute weitgehend autonom in der Welt der Medien und entziehen sich dabei zunehmend einer Kontrolle durch die Erziehenden. Fragen des (angemessenen) Umgangs mit digitalen Medien stehen zunehmend auch in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe auf der Tagesordnung. Der Autor arbeitet heraus, welche Probleme dies sind und welche Konzepte zum Medienumgang sinnvoll sind.

(mehr …)

KJug 3/2015: Sophie Domann, Tanja Rusack: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe – die Sicht der Jugendlichen und Betreuungspersonen

Wie nehmen Kinder, Jugendliche und deren Betreuungspersonen sexualisierte Gewalt sowie Schutzkonzepte in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Internaten, Kliniken und Kurkliniken wahr? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes »Ich bin sicher!«. Im Rahmen eines interdisziplinären Verbundvorhabens wird derzeit eine empirische Studie zur Erforschung der Adressatensicht und der Entstehung einer »Kultur des Hinsehens« durchgeführt. Im Beitrag wird explizit die Sicht von Kindern und Jugendlichen und deren Betreuungspersonen dargestellt.

(mehr …)

KJug 3/2015: Boris Brokmeier: Medienbildung als Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe

Der Fachausschuss V »Jugend, Jugendbeteiligung, Jugendpolitik« der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat sich im Rahmen seines Themen- und Handlungsschwerpunktes »Medienbildung als Gegenstand der Kinder- und Jugendhilfe« intensiv damit befasst, die Bedeutung von Mediatisierung und Digitalisierung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres komplexen lebensweltlichen Bezugsrahmens zu betrachten, die Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe für die Medienbildung ihrer Adressatinnen und Adressaten zu benennen und diese im Sinne einer reflexiven Professionalisierung verstärkt einzufordern und umzusetzen. Boris Brokmeier, Vorsitzender des Fachausschusses stellt im Beitrag wichtige Aspekte der AGJ-Stellungnahme heraus.

(mehr …)

KJug 3/2015: Sigmar Roll: Was ist mein und was ist Dein? – Ein Thema nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern

Die Auffassung des Amtsgerichts – Familiengericht – Bremerhaven, wonach Kinder von ihren Eltern Schadensersatz verlangen können, wenn diese vom Sparbuch der Kinder unklare Abhebungen getätigt haben, ist vom 4. Senat des Oberlandesgerichts Bremen in einer Entscheidung zur Verfahrenskostenhilfe als rechtlich zutreffend angesehen worden.

(Beschluss vom 03.12.2014; Aktenz. 4 UF 112/14)

(mehr …)

KJug 3/2015: Sabine Feierabend, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb: Medien im Alltag von Kleinkindern

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): miniKIM 2014. Kleinkinder und Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2015.

Das Thema Medien im Alltag von Kleinkindern wird sehr kontrovers diskutiert, wobei feststeht, dass Kindergarten- und Vorschulkinder heute keineswegs medienfern aufwachsen. Für die Konzeption einer altersgerechten medienpädagogische Begleitung und Hilfestellung sind Daten zum Medienumgang von Kleinkindern und zur Mediensituation in den Familien notwendig. Um dieses Hintergrundwissen zu liefern, hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) gemeinsam mit der SWR Medienforschung die »miniKIM-Studie« (Kleinkinder und Medien) durchgeführt. Sie liefert Ergebnisse zum Medienbesitz der Kinder, zu Mediennutzung, Umgang mit Fernsehen, Büchern, Handy, Computer und Internet sowie digitalen Spielen. Weitere Aspekte sind der Medienumgang der Haupterzieher sowie die Rolle von Medien im Kindergarten.

(mehr …)

Bezug/Abonnement Einzelheft

Abo_20131204

Literaturdatenbank_KJug_Banner_03042013_175px

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe