KJug 3-2013_Titelblatt

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Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen psychischer, psychosomatischer oder anderer Krankheiten in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung sind, steigt kontinuierlich. Das Spektrum dessen, was heutzutage als verhaltensauffällig bezeichnet wird, ist dabei sehr breit und reicht von Störungen des Sozialverhaltens, Selbstverletzendem Verhalten, Essstörungen, ADHS, Drogenmissbrauch und Psychosen über Depressionen, Erschöpfung, Ängste und Zwänge. Psychische Störungen bedeuten für die betroffenen Kinder und Jugendlichen stets eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Diese Störungen stellen aber auch für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer eine Herausforderung für pädagogisches Handeln dar.

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2013: Prof. Dr. Michael Kölch; Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind häufige Phänomene: nach dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts (KiGSS), der die neueste Datengrundlage für Deutschland darstellt, zeigen ca. 20% der Kinder und Jugendlichen Auffälligkeiten im Verhalten. Die Kriterien für eine behandlungsbedürftige psychische Störung, die z.B. nach der ICD-10 Klassifikation der WHO definiert wird, erreichen aber deutlich weniger Kinder und Jugendliche, jedoch immerhin noch ca. 6%. Dabei ist das Risiko für eine psychische Störung im Kindes- und Jugendalter nicht gleich verteilt, sondern es gibt Gruppen mit einem im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhten Risiko. Welche Störungen sind typisch im Kindes- und Jugendalter, was sind die Ursachen und wie wird behandelt? Im Beitrag werden einzelne typische Störungsbilder im Kindes- und Jugendalters und spezielle Risikogruppen dargestellt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Dr. Paul L. Plener, Rebecca C. Groschwitz, Martina Bonenberger, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Traumatische Lebenserfahrungen bei Jugendlichen mit nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV)

In internationalen Studien wurde mehrfach ein Zusammenhang zwischen traumatischen Lebensereignissen, nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV) und Suizidalität diskutiert. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Studie wiedergegeben, in der diese Zusammenhänge in einer Schulstichprobe bei 665 Schülerinnen und Schülern (mittleres Alter: 14,8, SD: 0,66) untersucht wurden. Dabei zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen NSSV und dem Erleben interpersoneller, wie auch nicht-interpersoneller traumatischer Ereignisse. Damit konnte erstmals auch in einer deutschen jugendlichen Schulpopulation ein Hinweis für eine Assoziation zwischen traumatischen Ereignissen und NSSV beschrieben werden. Dies unterstreicht die klinische Relevanz einer differenzierten Traumadiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit NSSV. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Beate Lisofsky: »Wahnsinnskinder?« Ein Projekt zur Unterstützung von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen

Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen benötigen Unterstützung in vielfältiger Art und Weise und haben einen hohen Informationsbedarf. Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) hat eine Befragung durchgeführt und auf der Grundlage der Ergebnisse ein Angebot für betroffene Eltern entwickelt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Prof. Dr. Sabine Andresen: Auffällig in der Schule. Eine schwierige Gemengelage der Pädagogik

Schule ist für Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Lebens- und Sozialraum. (Verhaltens-)Auffällige Kinder und Jugendliche stellen für Lehrerinnen und Lehrer eine Herausforderung dar, denn aggressives Verhalten, Aufmerksamkeitsprobleme, Ängste und Stress aufgrund von Leistungsdruck machen sich im Unterricht und Umgang miteinander bemerkbar. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Das Modell der Vier: Eine Klassifikation exzessiver jugendlicher Internetnutzer in Europa

In sieben Ländern wurde die Internetnutzung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren quantitativ und qualitativ untersucht. Es existieren derzeit zwar umfangreiche Studien zur Beschreibung von Internetnutzung und von internetabhängigem Verhalten, jedoch steckt die Forschung zur Entstehung eines solchen abhängigen Internetnutzungsverhaltens noch in den Kinderschuhen. Die Prävalenz internetabhängigen Verhaltens bei europäischen Jugendlichen konnte auf 1,2% beziffert werden. Aus den erhobenen qualitativen Daten wurde das »Modell der Vier« abgeleitet, welches internetabhängiges Verhalten genauer beschreibt und seine Entwicklung besser verständlich macht. Hierbei wurden explizit psychische Symptombelastungsskalen sowie externalisierende und internalisierende Problemlagen berücksichtigt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Sigmar Roll: Jugendschutzprogramme – ein Konzept mit Januskopf

Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Neustadt a. d. Weinstraße hat in einer Entscheidung des vorläufigen Rechtsschutzes einem Telemedienanbieter ermöglicht, entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte trotz möglicherweise unzureichender Schutzmaßnahmen vorläufig weiter zu verbreiten, weil im Hinblick auf die Beschlusslage der KJM kein Sofortvollzug geboten sei (Beschluss vom 17.04.2013; Az.: 5 L 68/13.NW). (weiterlesen …)

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