Soziale Benachteiligung, Armut, innerfamiliäre Gewalt, Alkoholkonsum sind nur einige Probleme, mit denen sich Kinder und Jugendliche auseinander setzen müssen. Themen, die auch im Kinder- und Jugendschutz diskutiert werden.
Lehrerinnen und Lehrer können und dürfen hiervor nicht die Augen verschließen. Schaut man sich die Lehrpläne an, so findet man darin eine Verankerung des Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe an Grundschulen und weiterführenden Schulen. Schulen sind, neben Familien und der außerschulischen Jugendarbeit, ein wichtiges Setting für den Jugendschutz, da alle Kinder und Jugendlichen dort über einen längeren Zeitraum anzutreffen sind.
Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes ist es, Lehrerinnen und Lehrern Handreichungen und Informationen zu vermitteln, das Themenspektrum bekanntzumachen und darzustellen, wie zu einzelnen Themen gearbeitet werden kann z.B. zu Gesundheitserziehung, Suchtprävention, Medienkompetenzförderung, Gewaltprävention und der Prävention sexualisierter Gewalt. In diesem Zusammenhang muss die Bereitschaft in der Lehrerschaft gefördert werden, diese Themen aufzugreifen und die Unterstützung durch die Schulleitung eingeworben werden, aber auch Eltern müssen informiert und sensibilisiert werden.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2011: Prof. Dr. Roland Merten: Schule und Kinder‐ und Jugendschutz

Das Thema Kinder- und Jugendschutz ist in den Schulgesetzen aller Bundesländer verankert. Bildung und Erziehung sind hier untrennbar miteinander verbunden. Lehrerinnen und Lehrer müssen sich dieser pädagogischen Herausforderung stellen. In diesem Zusammenhang muss die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule ausgestaltet werden.

KJug 3/2011: Prof. Dr. Ulrich Deinet: Schulsozialarbeit zwischen Schulstandort‐ und Sozialraumorientierung

Schulsozialarbeit hat – ebenso wie der erzieherische Kinder- und Jugendschutz – die Aufgabe, die Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu beeinflussen und zu verbessern. Dies geschieht u.a. indem sie zwischen der pädagogischen Institution Schule und dem örtlichen System der Jugendhilfe vermittelt. Jugendschutzrelevante Themen wie Gewaltprävention, Alkoholkonsum usw. stehen dabei immer wieder auf der […]

KJug 3/2011: Prof. Dr. Rudolf Kammerl: Medienbildung in die Schule!

Medienkompetenz ist eine notwendige Schlüsselqualifikation in der heutigen Gesellschaft. Dass die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen eine Aufgabe verschiedener Institutionen ist, wird seit vielen Jahren immer wieder betont. Eine Forderung in diesem Zusammenhang ist die nachhaltige und breite Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen – vorrangig in Schulen.

KJug 3/2011: Sebastian Gutknecht/Sigmar Roll: Umgang mit Jugendschutzbestimmungen im schulischen Alltag

Innerhalb der Schulen sind das Verhalten von Schülern und das Zusammenleben untereinander und mit den Lehrern in erster Linie durch – landesrechtlich differierendes – Schulrecht geregelt. Daneben haben die allgemeinen Gesetze wie etwa das Strafrecht weiterhin Geltung und sind zu beachten. Die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) gelten zwar größtenteils nicht direkt, wirken aber allein schon […]

KJug 3/2011: Gabriele Lonz/Katina Hahn: Erfolgreich Medienkompetenz fördern: Das 10‐Punkte‐Programm »Medienkompetenz macht Schule«

Das 10-Punkte-Programm »Medienkompetenz macht Schule« wird seit dem Jahr 2007 von der Landesregierung Rheinland-Pfalz gefördert. Über 390 Projektschulen haben sich beteiligt und Lehrern, Schülern und Eltern grundlegende Kenntnisse u.a. in den Bereichen Medien, Medienkompetenz und Jugendmedienschutz vermittelt.

KJug 3/2011: Sabine Bösing: Alkoholprävention im schulischen Alltag am Beispiel von »Kumpel Alkohol«

Jugendschutz mit Blick auf Alkohol ist mehr als nur das Jugendschutzgesetz, das den Konsum von Bier, Wein und Sekt unter 16 Jahren verbietet und Schnaps ab 18 Jahren erlaubt. Erzieherischer Jugendschutz umfasst auch die Alkoholprävention, dies verdeutlicht das Manual »Kumpel Alkohol«. Der schulische Kontext – in diesem Fall berufsbildende Schulen–, gilt in diesem Zusammenhang als […]

KJug 3/2011: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Raum ist in der kleinsten Hütte – oder wann hat ein Kind Anspruch auf ein eigenes Zimmer?

Der 7. Senat des Sächsischen Landessozialgerichts hat sich in einem Eilverfahren damit befasst, wann einem Kind im Rahmen von Leistungen der Grundsicherung ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt werden muss (Beschluss vom 04.03.2011; Aktenz. L 7 AS 753/10 B ER). Leitsatz des Bearbeiters: Auch kleine Kinder haben Anspruch auf eigenen Wohnraum; ein Anspruch auf ein […]

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