KJug 2-2018_Titelblatt

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Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD wird u.a. die Entwicklung eines »zeitgemäßen Jugendmedienschutzes« angekündigt. Zielsetzung ist die Erarbeitung eines Konzeptes, das den aktuellen Herausforderungen und Perspektiven mit Blick auf den digitalen Wandel gerecht wird. Ein solches »zeitgemäßes« Regulierungskonzept muss für Eltern, Fachkräfte und Kinder und Jugendliche, sprachlich verständlich, transparent und nachvollziehbar gestaltet sein. Neben den erforderlichen regulatorischen Vorhaben muss der erzieherische Kinder- und Jugendschutz mehr in den Blick genommen werden und größeres Gewicht erhalten. Rechtssphären müssen überwunden, Zuständigkeiten neu justiert und kohärente politische Konzepte entworfen werden.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2018: Murad Erdemir : Zeitgemäßer Jugendmedienschutz: Eine Frage der Kompetenz

Ein zeitgemäßer Jugendmedienschutz muss an den digitalen Wandel angepasst werden. Doch wie muss ein zukunftsfähiger und kohärenter Rechtsrahmen für den Jugendmedienschutz im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und Jugendschutzgesetz aussehen, um Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Inhalten zu schützen, ihre Persönlichkeitsrechte zu stärken und ihre Medienkompetenz zu fördern? Jugendmedienschutz im digitalen Zeitalter ist (intelligentes) Risikomanagement und erfordert eine grundsätzliche Neukonzeption des gesetzlichen Regelungswerkes, die eine Überbrückung des Regime-Abstandes zwischen JMStV und JuSchG als Ziel haben sollte.
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KJug 2/2018: Martina Hannak, Thomas Salzmann : Zukunftswerkstatt zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes bei der BPjM

Mit Beitrag wird die fachliche Neuausrichtung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), insbesondere der bei ihr angesiedelte kinder- und jugendpolitische Strategieprozess zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes vorgestellt. Zur gezielten Einordnung dessen wird eingangs die Entwicklung der kinder- und jugendpolitischen Programmatik mit Blick auf den Jugendmedienschutz seit 2015 skizziert. Anschließend werden die Zielsetzungen und Prozesse dargestellt, die im Fachbereich »Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes, Prävention, Öffentlichkeitsarbeit« anvisiert sind.
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KJug 2/2018: Christa Gebel, Niels Brüggen, Kathrin Demmler : Erzieherischer Jugendmedienschutz. Herausforderungen und Anforderungen aus medienpädagogischer Perspektive

Die fortschreitende Digitalisierung und die Mediatisierung der Lebenswelt bieten eine Vielzahl an Potenzialen, die einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten können. Zu denken ist an Möglichkeiten der (medien-)kulturellen Teilhabe, der Kommunikation und Kollaboration, der Information und vieles mehr. Dem stehen Risiken und Problembereiche gegenüber. Schutz- und Teilhaberechte von Heranwachsenden befinden sich in einem Spannungsverhältnis, das für unterschiedliche Altersgruppen differenziert zu betrachten ist. In diesem Spannungsverhältnis konturieren sich aktuelle Herausforderungen für den Jugendmedienschutz insgesamt, aber auch speziell für den erzieherischen Jugendmedienschutz, die die Autor/-innen vorstellen und diskutieren.
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KJug 2/2018: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Jetzt Weichen stellen für ein gutes Aufwachsen mit Medien!

In einer Stellungnahme vom Februar 2018 fasst die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz die Herausforderungen und Perspektiven zusammen, die an einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienschutz aus rechtlicher und erzieherischer Perspektive gestellt werden (müssen), um Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Abschließend werden einzelne Forderungen formuliert.
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KJug 2/2018: KJug 2/2018: Maria Walsh, Antje Gansewig: Aussteiger aus extremistischen Szenen in der Präventionsarbeit. Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus (Fachbeitrag)

Die Stärkung von demokratischen Entwicklungsprozessen und die Vorbeugung von Extremismus sind primär bildungspolitische Aufgaben. Die Institution Schule bietet sich sowohl zur Vermittlung von Werten, als auch für gezielte Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung extremistischer Einstellungen an. Dies geschieht u.a. durch sog. Szeneaussteiger, die in der schulischen und außerschulischen Präventionsarbeit tätig sind. Bislang existieren kaum empirisch fundierte Kenntnisse über die Wirkung solcher Präventionsmaßnahmen. Die Autorinnen stellen erste Ergebnisse einer Evaluationsstudie vor, die vom Landespräventionsrat Schleswig-Holstein (LPR) in Kooperation mit dem Nationalen Zentrum für Kriminalprävention (NZK) durchgeführt wird.
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KJug 2/2018: KJug 2/2018: Rebecca Ebel: Mediatisierte Jugend?! – Impulse für eine lebensweltorientierte Offene Jugendarbeit (Aus der Hochschule)

Der Beitrag aus der Rubrik »Aus der Hochschule« geht den Fragen nach, welche Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen, sich in der Nutzung mobiler Medien ergeben, welche sozialen Funktionen mobile Mediennutzung erfüllt und wie mobile Medien in der Offenen Jugendarbeit sinnvoll und nutzbringend eingesetzt werden können, ohne damit Prozesse des pädagogischen Handelns und der professionellen Reflexion zu technologisieren. Die Autorin gibt Impulse für eine lebensweltorientierte und zeitgemäße Soziale Arbeit im Rahmen der Offenen Jugendarbeit. Die vorgestellte Masterarbeit wurde mit dem »medius 2017« ausgezeichnet.
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KJug 2/2018: KJug 2/2018: Sigmar Roll: Nur ein bisschen Farbe – oder bleibt beim Paintballspiel mehr hängen? (Recht und Rechtsprechung)

Im Beitrag wird ein Urteil der 13. Kammer des Verwaltungsgerichts Oldenburg vorgestellt, in dem in einem Eilverfahren die Rechtmäßigkeit von Altersbeschränkungen und weiteren Jugendschutzauflagen für den Betrieb einer Paintballanlage als wahrscheinlich angesehen wurde und deshalb vom Betreiber verlangt wurde, bis zur abschließenden Entscheidung die Einschränkungen zu beachten (Beschluss vom 10.01.2018, Az. 13 B 8506/17 – n.rkr.). Hintergrund der Entscheidung ist der § 7 »Jugendgefährdende Veranstaltungen und Betriebe« des Jugendschutzgesetzes (JuSchG).
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KJug 2/2018: KJug 2/2018: Anja Puneßen: Besuch von eSports-Events schon für Kinder und Jugendliche? (Die Jugendschutzfrage)

Der Begriff »eSports« bezeichnet das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- oder Videospielen im Einzel- oder Mehrspielermodus. Die Autorin diskutiert in diesem Zusammenhang u.a. die Frage, inwieweit die Alterskennzeichnungen der USK im Rahmen von öffentlichen eSports-Veranstaltungen Wirksamkeit entfalten. Einigkeit besteht dahingehend, dass zumindest die Spieler die jeweiligen USK-Altersgrenzen erreicht haben müssen. Inwieweit diese jedoch auf die Zuschauer zu übertragen sind, wird kontrovers diskutiert. Ein Überblick über den aktuellen Meinungsstand findet sich auch unter: www.ajs.nrw.de/ajsmerkblatt-esports-jugendschutz/.
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KJug 2/2018: Regine Derr: Eine Kultur des Hinhörens bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche Prävention und Sprechen über erlebte Gewalt in Heimen (Die aktuelle Studie)

Mädchen und Jungen, die in Heimen der Jugendhilfe leben, haben in ihrem Leben besonders belastende Erfahrungen gemacht und ein erhöhtes Risiko, (erneut) sexuelle, körperliche oder emotionale Gewalt zu erleben. Daher haben stationäre Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung eine besondere Verantwortung, Gewalt vorzubeugen und betroffenen Kindern und Jugendlichen angemessene Hilfe zu bieten. Die Autorin stellt Ergebnisse einer Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zu sexueller Gewalt, dem Organisationsklima und Präventionsmaßnahmen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe vor.
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