KJug 1-2014_Titelblatt

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Das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen. Die Autorinnen und Autoren diskutieren einzelne Aspekte des Bundeskinderschutzgesetzes, wie beispielsweise die Regelungen zur Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung und ihre Bedeutung für Ärztinnen und Ärzte. Aber auch die Bedeutung derselben Norm für Lehrerinnen und Lehrer und die mögliche Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wirft in der Praxis Fragen auf. Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, müssen aus Sicht der Wissenschaft noch weitere Aspekte, gerade im Vergleich mit der internationalen Kinderschutzforschung in den Blick genommen werden..

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2014: Dr. Heinz Kindler, Marie-Theres Pooch, Bianca Bertsch: Das Bundeskinderschutzgesetz: Gut gemeint und auch gut gemacht?

Das Bundeskinderschutzgesetz ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen. Dabei werden sowohl Erfolge als auch »Lücken« – aus Sicht der empirischen Sozialforschung – aufgezeigt.

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KJug 1/2014: Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: § 4 KKG – Professionelle Kooperation im Kinderschutz?

Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht stellte mit Blick auf die psychische bzw. physische Gefährdung von Kindern und Jugendlichen bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) oftmals ein Hindernis dar. In dem seit dem 1. Januar 2013 geltenden § 4 »Beratung und Übermittlung von Informationen durch Geheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung« wurde der Umgang von Ärztinnen und Ärzte mit einer Gefährdung des Kindeswohl neu geregelt. (mehr…)

KJug 1/2014: Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen: Schutzauftrag der Lehrerinnen und Lehrer nach § 4 KKG und Schulsozialarbeit

Die Kooperation von Schule und Jugendamt ist allerorten Thema. Spätestens seit dem Bundeskinderschutzgesetz sind auch Fragen des Kinderschutzes auf der Agenda weiter nach oben gerückt. Die Vorschrift zur Beratung und Übermittlung von Informationen bei Kindeswohlgefährdung des § 4 KKG fordert Lehrer/innen auf, auf die Schülerin oder den Schüler sowie möglicherweise ihre/seine Eltern zuzugehen, wenn ihnen »gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt« werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die das Gesetz den Lehrer/inne/n hier auferlegt hat. Auf der Suche nach Wegen, wie Lehrer/innen Unterstützung erfahren können, rücken die Schulsozialarbeiter/innen ins Blickfeld. Wann können sie in den Schutzauftrag der Lehrer/innen einbezogen werden? Wie könnte ihre Rolle angemessen ausgestaltet werden? Der Beitrag erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt erste Antworten. (mehr…)

KJug 1/2014: Prof. Dr. Gabriele Kokott-Weidenfeld: Brauchen wir so viele Gesetze zum Kinderschutz? Das KKG im Kontext bereits bestehender Regelungen

Seit dem 1. Januar 2012 ist das sogenannte Bundeskinderschutzgesetz in Kraft, das den Kinderschutz in Deutschland verbessern soll. Wesentlicher Kern dieses neuen Gesetzes ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz – KKG. Angesichts der bereits vorhandenen Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen zum Kindeswohl und Kinderschutz stellt sich die Frage, inwieweit das KKG wirklich Neues bietet und tatsächlich bewirken kann. Nachfolgend werden die Bestimmungen des Gesetzes näher betrachtet. (mehr…)

KJug 1/2014: Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz. Ergänzende Auswertungen der von TNS Infratest durchgeführten »Befragung zum Thema Jugendschutz«

Als Abschluss einer zweijährigen Kampagne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem Thema »Jugendschutz Aktiv« führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Politikforschung zwischen dem 8. Oktober und dem 9. Dezember 2012 Befragungen von Erziehungsberechtigten, Jugendlichen, Pädagogen/Lehrern, Gewerbetreibenden und sogenannten Akteuren/Fachkräften im Tätigkeitsbereich des Jugendschutzes durch. Im Beitrag wird eine weitergehende Interpretation der Befragungsergebnisse vorgenommen und es werden einige vorsichtige Hinweise auf mögliche Schlussfolgerungen gegeben. (mehr…)

KJug 1/2014: Sigmar Roll: Wer hat Angst vor’m bösen Mann? – Kündigungsschutz versus Jugendschutz

Die 3. Kammer des Arbeitsgerichts Cottbus hat in einem Kündigungsschutzverfahren die Kündigung eines Schwimmmeistergehilfens (aktuelle Bezeichnung: Fachangestellter für Bäderbetriebe), die der Arbeitgeber ausschließlich mit Eintragungen im polizeilichen Führungszeugnis begründet hatte, als nicht hinreichend gerechtfertigt angesehen (Urteil vom 30.05.2013; Aktenz. 3 Ca 317/13)*.
Leitsatz des Bearbeiters: Eintragungen im erweiterten Führungszeugnis eines Arbeitnehmers sind stets im Einzelfall auf ihre Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis zu überprüfen.
*voller Wortlaut der Entscheidung siehe http://www.bag-jugendschutz.de/recht_rechtsprechung_jugendschutz.html

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