KJug 1-2013_Titelblatt

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Viele Menschen fordern »das Glück« mit den unterschiedlichsten Glücksspielarten heraus und hoffen, auf den großen Gewinn. Die meisten nutzen Glücksspiele zur Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung und haben keine Probleme, eine Minderheit gilt aber als gefährdete oder sogar schon pathologische Spieler. Auch Jugendliche – vorrangig Jungen – spielen bereits, wenngleich z.B. das Jugendschutzgesetz eindeutig die Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen in Spielhallen sowie die Teilnahme an Spielen mit Gewinnmöglichkeiten verbietet (§ 6 JuSchG). Aus Berichten von Spielsüchtigen weiß man aber, dass das Spielen an Automaten im Jugendalter z.B. in Gaststätten und Imbissen oftmals der Einstieg in die Glücksspielsucht war.Ordnungsrechtlicher und erzieherischer Jugendschutz sind beim Glücksspiel gleichermaßen wichtig. Die gesetzlichen Regelungen müssen kontrolliert und evaluiert werden, präventive Maßnahmen kontinuierlich und langfristig angelegt sein, so der Grundtenor der Beiträge in der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug.

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2013: Dr. Tobias Hayer:Jugendliche und Glücksspielprobleme. Problemausmaß, Risikobedingungen und präventive Handlungsmöglichkeiten

Die mit Glücksspielen unterschiedlicher Art verbundenen Verlockungen sprechen nicht nur Erwachsene an. Vielmehr stellen Poker, Sportwetten, Automatenspiele, Rubbellose und Co. einen integralen Bestandteil der Erfahrungswelten und -wirklichkeiten vieler Jugendlicher dar. Der vorliegende Beitrag gibt einen kompakten Überblick über die Erkenntnisse zu (problematischen) Konsummustern in der Adoleszenz und unterbreitet ausgehend von ausgewählten Risikobedingungen Vorschläge für Erfolg versprechende Präventionsansätze. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Anne Pauly, Wolfgang Haß, Thomas Brand, Christine Schoelen, Peter Lang: Glücksspiel bei Jugendlichen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in den vergangenen Jahren drei Repräsentativbefragung zum Glücksspielverhalten sowie zu glücksspielbezogenen Einstellungen und Problemen der 16- bis 65-jährigen Bevölkerung in Deutschland durchgeführt. Im Beitrag werden Ergebnisse der Studien für die Gruppe der 16- bis 17-jährigen Jugendlichen präsentiert, Risiken in Bezug auf Glücksspielangebote diskutiert und Präventionsansätze zur Sicherstellung des Jugendschutzes dargestellt. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Marc Liesching: Glücks- und Gewinnspielrecht – Grundlagen und Besonderheiten des Jugendschutzes

Im Beitrag werden die wesentlichen rechtlichen Grundlagen zum Jugendschutz bei Glücksspielen und Gewinnspielen in der Öffentlichkeit und in Medien erläutert. Die Darstellung folgt der Differenzierung durch die Bundes- und Landesgesetzgeber, welche für zufallsabhängige und einen Einsatz erfordernde »Glücksspiele« einerseits und für überwiegend von Geschick oder Sonderwissen abhängige und/oder nur geringe Einsätze erfordernde so genannte »Gewinnspiele« andererseits jeweils gesonderte Bestimmungen bereithalten. Weiterhin wird zwischen bundesrechtlichen und landesrechtlichen Regelungen unterschieden. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Daniel Ensslen: Glücksspielfieber

Um den Suchtgefahren von Glücksspielen zu begegnen sollen im folgenden Artikel exemplarisch einige Hintergründe und Ansätze des erzieherischen Jugendschutzes dargestellt werden. Im Mittelpunkt steht eine aktuelle Methode der Aktion Jugendschutz Bayern e.V.: das interaktive Browsergame »Spielfieber«.   (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Thea Rau, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Peter Rehmann, Dr. Marc Allroggen: Sexuelle Gewalt an Schulen

Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Da die Schule einen bedeutsamen Sozialraum für Minderjährige darstellt, sind Schulen von diesem Problem besonders betroffen. Dennoch gibt es im europäischen Raum wenig Arbeiten zu sexueller Gewalt an Schulen und speziell für Deutschland liegen nur vereinzelt Studien vor. In dieser Übersichtsarbeit werden daher die internationale und nationale Literatur zum Vorkommen von sexueller Gewalt im schulischen Kontext dargestellt und bestehende Präventionsprogramme kritisch diskutiert. Es wird empfohlen, sich vermehrt mit den Entstehungsbedingungen sexueller Gewalt unter Gleichaltrigen im schulischen Kontext auseinanderzusetzen, um gezielte Präventionsmaßnahmen entwickeln zu können.(weiterlesen …)

KJug 1/2013: Sigmar Roll : Erziehungsziele und Kindeswohl – Religiöses Verhalten in einer säkularen Welt

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof Kassel ist in einer (noch) nicht rechtskräftigen Entscheidung zum Ergebnis gekommen, dass ein auf Glaubensgründe gestützter Antrag auf Befreiung vom koedukativen Schwimmunterricht abgelehnt werden durfte (Urteil vom 28.09.2012; Aktenz. 7 A 1590/12). (weiterlesen …)

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