Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien – sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist – die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden –, belegen Studien, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können.
Gesetzliche Regelungen haben trotzdem ihre Berechtigung. Entwicklungsbeeinträchtigende oder sogar jugendgefährdende Angebote müssen von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden, z.B. durch eine Indizierung. Allein mit Gesetzen sind diese Angebote aber nicht zu reglementieren. Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Blick auf die Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität, mit diesen Medienangeboten umzugehen.

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2011: PD Dr. Dagmar Hoffmann: Wissensaneignungsprozesse von Jugendlichen in Bezug auf Körperlichkeit, Liebe und Sexualität

Zu den notwendigen Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen gehören u.a. Wissensaneignungsprozesse in Bezug auf Liebe, Sexualität und Körperlichkeit. Diese Aneignung geschieht über Eltern, Lehrer/innen und Freunde/Freundinnen, aber auch über Medien. Die Autorin ist der Frage nachgegangen, welche Bedeutung hierbei den verschiedenen Medien zukommt und inwieweit mediale Angebote das eigene Erleben beeinflussen (können).

KJug 1/2011: Prof. Dr. Konrad Weller: Jugendsexualität und Medien

Inwieweit beeinflussen Medien die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Diese Frage wird auch bei Sexualpädagogen und Sexualwissenschaftlern aktuell diskutiert. Die mediale Präsenz sexueller Themen hat eindeutig zu einer enormen Zunahme der Breite und Differenziertheit an sexuellem Wissen geführt – Halbwissen eingeschlossen – und der Anstieg des Pornografiekonsums ist unumstritten. Diese mediengestützte Akzeleration der Sexualität […]

KJug 1/2011: Barbara Flotho, Dr. Daniel Hajok: Pornografie, sexuelle Übergriffe und freizügige Selbstdarstellungen in den neuen Medien: Möglichkeiten zum Einbezug der Themen in die sexual- und medienpädagogische Arbeit

Sexualpädagogische Arbeit hat zum Ziel, eine positive Haltung zu Körperlichkeit und einen selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität zu fördern. Dieser positive und ganzheitliche Ansatz ist auch von Bedeutung, wenn die Erfahrungen Jugendlicher mit sexualitätsbezogenen Inhalten der neuen Medien in die pädagogische Praxis einbezogen werden. Thematisch geht es dabei um frei zugängliche Pornografie im WWW […]

KJug 1/2011: Ralf Keysselitz: Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung. Interviewleitfaden für Lehrergespräche

Zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung stehen bereits verschiedene diagnostische Instrumente zur Verfügung, die sich als Fragebogenverfahren an Eltern richten. Da sich belastende Lebensbedingungen wie eine Vernachlässigung negativ auf das Verhalten von Kindern auswirken, können auch Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen eines Interviews – unter Beteiligung der Eltern – einbezogen werden.

KJug 1/2011: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Jugendschutz im Internet – eine ständige Weiterentwicklung

Die 14. Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen hat eine Reihe von Einwänden eines Klägers gegen die Beanstandung seiner Internetangebote als nicht stichhaltig angesehen und die Rechtmäßigkeit der Bescheide bestätigt (Urteil vom 16.12.2009; Aktenz. 12 K 4086/07). Leitsätze des Bearbeiters: 1. Bei der Beurteilung eines Internetangebots werden auch die Inhalte berücksichtigt, die es sich durch Verlinkung zu […]

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