Kindertageseinrichtungen als erster Bildungsinstitution von Kindern außerhalb der Familie kommt eine besondere Bedeutung zu. Als Lern- und Lebensort, der von fast allen Kindern besucht wird, können Kindertageseinrichtungen aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs auch die Eltern erreichen.

Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift Kind Jugend Gesellschaft steht ganz im Zeichen der aktuellen Bildungsdebatte. In den verschiedenen Beiträgen wird der Fokus auf den pädagogischen »Elementarbereich« im Zusammenhang von Bildung, Betreuung, Erziehung und Kinderschutz gelegt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, als Herausgeberin der Zeitschrift KJuG, will mit dem Themenheft u.a. die aktuelle Diskussion zum Thema Bildung in Kindertageseinrichtungen begleiten und befördern. Im Heft ist daher auch eine Stellungnahme der BAJ mit dem Titel „Bildung schützt – vor beeinträchtigenden und gefährdenden Einflüssen“ enthalten, in der der Kinder- und Jugendschutz als integraler Bestandteil von Bildungsprozessen in Tageseinrichtungen für Kinder eingefordert wird.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2007: Susanne Viernickel: Bildung und Erziehung im Elementarbereich

Auf konzeptioneller Ebene ist der Bildungsauftrag des Elementarbereichs heute klarer gefasst als je zuvor. Die Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse und die Integration von Betreuung, Bildung und Erziehung werden von Erzieherinnen in Kindergärten und Kindertagesstätten gefordert. Doch was heißt Bildung in der frühen Kindheit, wie vollziehen sich frühkindliche Bildungsprozesse und was muss berücksichtigt werden, um eine qualitativ […]

KJug 1/2007: Edith Ostermayer: Frühkindliche Bildung und Entwicklung … nicht ohne adäquate Qualifizierung von Erzieherinnen

Zu den zentralen Erkenntnissen aktueller Forschungsbemühungen hinsichtlich frühkindlicher Bildung zählen förderliche Lernprinzipien wie Selbsttätigkeit, Erfahrungslernen, Ganzheitlichkeit, Entdeckendes Lernen, Lebensnähe, Kindorientierung, Mitbestimmung und Partizipation – nur um einige, wesentliche zu nennen. Doch gelten diese Prinzipien nicht auch über das frühkindliche Lernen hinaus? Gelten sie nicht auch für lernende Erwachsene in Ausbildung und Studium? Konkret: Müssen Erzieherinnen […]

KJug 1/2007: Klaus Umbach: Kinder- und Jugendschutz schon so früh?

Warum befasst sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) mit Fragen des Kinder- und Jugendschutzes im frühen Kindesalter? Die Lebenswelt von Kindern wird bereits im Vorschulalter in erheblichem Maß von Risikofaktoren für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit beeinflusst (u. a. Medienkonsum, belastende familiäre Situationen, Umgang mit Konflikten, Gewalterfahrungen, Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch). Im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen […]

KJug 1/2007: Ulrike Blatter: Jugend und Kindheit in Bosnien – ein schützenswertes Gut?

RRJETA e.V. (übersetzt: Netzwerk) wurde 1999 von der Ärztin Ulrike Blatter gegründet und fördert psychosoziale Projekte in Bosnien und Kosovo. Schwerpunkte der Arbeit sind die Problemfelder Sucht und Psychotrauma. Mit dem bosnischen Verein NARKO-NE (»Nein zu Drogen«) arbeitet RRJETA seit 2002 zusammen.

KJug 1/2007: Sigmar Roll: Wie viel Öffentlichkeit verträgt der Jugendmedienschutz?

Zu welcher Sendezeit eine Sendereihe ausgestrahlt werden durfte, in der junge Menschen sich operativ an ihr Idealbild eines Stars annähern lassen, wartet noch anderweitig auf gerichtliche Klärung (vgl. KJuG 2/2005, 62ff). Parallel dazu hat sich das Verwaltungsgericht Berlin mit Presseveröffentlichungen der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in diesem Zusammenhang befasst (VG Berlin 27. Kammer, Urteil vom […]

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