KJug 3/2017: Jugend(liche) im Blick des 15. Kinder- und Jugendberichts
»Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten – Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter«, so lautet der Titel des im Februar vorgelegten 15. Kinder- und Jugendberichtes. Die Bundesregierung kommt damit ihrer Verpflichtung gemäß § 84 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII nach, einmal in jeder Legislaturperiode »einen Bericht über die Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe« vorzulegen.

In KJug 3-2017 stellen Expertinnen und Experten aus den Reihen der Sachverständigenkommission des 15. Kinder- und Jugendberichts und des Deutschen Jugendinstitutes einzelne Aspekte vor und geben damit Einblick in den 15. Kinder- und Jugendbericht. Dabei werden die fachlichen Herausforderungen, mit denen sich die Kinder- und Jugendhilfe auseinandersetzen muss, treffend benannt. Über die Jugendbroschüre, die parallel zum Kinder- und Jugendbericht erarbeitet wurde, berichtet eine Vertreterin der Jugendpresse Deutschland. Mit der Broschüre sollen insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Themen der Studie nahe gebracht werden.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2017: Sabrina Hoops/Christian Lüders/Liane Pluto: Jugend als sozial- und ordnungspolitisches Projekt. Der 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

Der 15. Kinder- und Jugendbericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltags Jugendlicher und junger Erwachsener. Gleichzeitig formuliert er damit ein eindrückliches Plädoyer für eine neue Jugendorientierung in Politik und Gesellschaft. Im Beitrag werden die Zielsetzung und der Aufbau des aus acht Kapiteln und einem Exkurs bestehenden Kinder- und Jugendberichts dargestellt.
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KJug 3/2017: Angela Tillmann: Jugend ermöglichen – in einer digital-vernetzten Welt

Jugendliche wachsen in einer Lebenswelt auf, die digital durchdrungen ist. Sie nutzen die digitalen Medien, um teilzuhaben, Beziehungen zu gestalten, neue Ausdrucksformen zu entwickeln und Zugehörigkeiten zu verhandeln. Online-Communities, Messenger Apps, Blogging, Vlogging, Hashtags aber auch Cybermobbing, Fake News, Hate Speech, Datenklau u.v.m. sind Teil des Alltags und der Lebensrealität heutiger Jugendlicher. Grund genug, um dem digital-vernetzten Leben Jugendlicher ein ganzes Kapitel im aktuellen Kinder- und Jugendbericht zu widmen.
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KJug 3/2017: Jugend ermöglichen! Fragen zum Kinder- und Jugendbericht

Gemäß Berichtsauftrag der Bundesregierung (§ 84 SGB VIII) soll der 15. Kinder- und Jugendbericht ein aktuelles Lagebild über die Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeichnen. Ebenfalls im Fokus steht die Bewertung der Kinder- und Jugendhilfe und ihres Beitrags zu einem gelingenden Aufwachsen junger Menschen in unserer Gesellschaft. Die Geschäftsführung liegt wie in den Berichten zuvor beim Deutschen Jugendinstitut. e.V. KJug sprach mit Dr. Christian Lüders, Leiter der Abteilung »Jugend und Jugendhilfe« am Deutschen Jugendinstitut (DJI).
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KJug 3/2017: Die Jugendbroschüre »Jugend ermöglichen« – ein junger Blick auf den 15. Kinder- und Jugendbericht

Unter dem Motto »Jugend ermöglichen!« erschien im Februar dieses Jahres die Jugendbroschüre zum 15. Kinder- und Jugendbericht. Erstmalig wurden damit zentrale Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts speziell für Jugendliche gesondert aufbereitet. Beauftragt wurde damit die Jugendpresse Deutschland, ein Dachverband von 16 regionalen Jugendmedienvereinen, der auch zahlreiche bundesweite Veranstaltungen für Jugendliche organisiert.
Eine Redaktion von zehn jungen Menschen hat den knapp 600-seitigen Bericht gelesen, komprimiert und verständlich auf weniger als 90 Seiten aufbereitet. Damit sollen insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Themen der Studie nahe gebracht werden. Redaktionsleiterin Sophie Hubbe gibt Einblicke in die Arbeit und Ansichten des jugendlichen Expertenteams.
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KJug 3/2017: Bruno W. Nikles: Jugendschutz in den Kinder- und Jugendberichten. Eine kommentierende Spurensuche

In § 84 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII wird die Bundesregierung verpflichtet, einmal in jeder Legislaturperiode »einen Bericht über die Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe« vorzulegen. Im Februar wurde dementsprechend der nunmehr 15. Kinder- und Jugendbericht vorgelegt. Auch der Kinder- und Jugendschutz findet sich darin – mehr oder weniger.
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KJug 3/2017: Sabine Eder, Marion Brüggemann, Jörg Kratzsch: Kinder im Mittelpunkt: Frühe Bildung und Medien gehören zusammen. Positionspapier der GMK-Fachgruppe Kita

Zweifellos spielen digitale Medien in Familien und auch beim Aufwachsen der Kinder eine wesentliche Rolle. Sie können die Entwicklung unterstützen, verlangsamen, anregen. Wie kann, wie muss Pädagogik Kinder und Familien beim Aufwachsen begleiten, um ihre Medienkompetenz zu entwickeln? Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die in die Lebenswelten von Kindern und Familien hineinwirkt, spricht sich die GMK-Fachgruppe dafür aus, endlich auf breiter Linie, entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern (und nicht an einzelnen Medien) orientiert ist.
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KJug 3/2017: Anna Richters: Empirische Perspektiven auf den Zusammenhang zwischen dem Verständnis sexualisierter Gewalt und dem Verständnis von Institutionellen Schutzkonzepten

In der Rubrik »Aus der Hochschule« werden wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventinnen und -absolventen vorgestellt. Dabei handelt es sich um aktuelle Arbeiten (BA, Master, Magister, Diplom, Staatsexamen). Die Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts Erziehungswissenschaft am Institut für Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität von Anna Richters wurde durch Jun.-Prof. Dr. Martin Wazlawik betreut und im Wintersemester 2016/17 abgeschlossen. Die Masterarbeit ist im Rahmen eines drittmittelgeförderten Forschungsprojektes der Arbeitsgruppe »Pädagogische Professionalität gegen sexuelle Gewalt – Prävention, Intervention, Kooperation« der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entstanden.
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KJug 3/2017: Anja Puneßen: Muss ich mein Kind verpetzen? BGH entscheidet eine weitere Haftungsfrage zum Thema »Filesharing über den Familienanschluss« (Urt. V. 30.03.2017 – I ZR 19/16)

Über den Internetanschluss einer fünfköpfigen Münchner Familie war im Januar 2011 ein Musikalbum im Wege des »Filesharings« öffentlich zugänglich gemacht worden. Die beklagten Anschlussinhaber bestritten die Rechtsverletzung begangen zu haben. Sie verwiesen auf ihre drei volljährigen, in ihrem Haushalt lebenden Kinder. Diese verfügten über eigene Rechner und eigene passwortgeschützte WLAN-Router, weshalb ihnen der Zugang zum Internetanschluss jederzeit unbeschränkt möglich gewesen sei. Weiter erklärten die Beklagten, positive Kenntnis darüber zu haben, welches ihrer drei Kinder das Musikvideo eingestellt hat. Sie weigerten sich jedoch den Namen des entsprechenden Kindes zu nennen.
Der BGH musste daraufhin entscheiden, ob die Eltern verpflichtet sind den Namen des Kindes zu benennen um selber für den entstandenen Schaden nicht aufkommen zu müssen. Hier galt es das Recht der Klägerin auf geistiges Eigentum gegen das Grundrecht der Beklagten auf Schutz der Familie abzuwägen und in ein angemessenes Gleichgewicht zu bringen.

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KJug 3/2017: Sigmar Roll: Wieviel Profis braucht das Kind? Mitarbeiteranforderungen für eine Ferienbetreuung

Der 12. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hat aus verfahrensrechtlichen Gründen
einen Antrag eines Trägers von Ferienbetreuungsmaßnahmen abgelehnt, ihm einstweiligen
Rechtsschutz gegen mögliche Auflagen für Fachkräfteeinsatz zu gewähren; gleichwohl erfolgen
auch Äußerungen zur materiellen Rechtslage (Beschluss vom 02.02.2017, Az. 12 CE 17/71).

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KJug 2/2017: Sichere Orte! Schutzkonzepte zur Prävention (und Intervention) bei sexualisierter Gewalt

Eltern tragen Sorge für ein gutes und gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen und Schulen übernehmen Verantwortung für eine gelingende Entwicklung junger Menschen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört dazu.

Institutionelle Schutzkonzepte sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei helfen, sexualisierte Übergriffe in Einrichtungen zu erschweren, zu reduzieren oder möglichst ganz zu verhindern. Damit tragen sie dazu bei, die Funktion von Einrichtungen als Schutz- und Kompetenzraum aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Einerseits soll durch die Schutzkonzepte gewährleistet werden, dass die Einrichtungen nicht selbst zum ›Ort‹ sexualisierter Gewalt werden und andererseits, dass Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, qualifizierte Hilfe erhalten. Dabei geht es bei Schutzkonzepten nicht um die Summe oder das ›Aneinanderreihen‹ von präventiven oder intervenierenden Einzelmaßnahmen, sondern die Zielperspektive eines Schutzkonzeptes ist die Gewährleistung eines Schutzklimas, auch als »Kultur der Grenzachtung« oder »Kultur der Achtsamkeit« um-schrieben. Institutionelle Schutzkonzepte beziehen dementsprechend die gesamte Organisation ein und gehen damit über das individuelle fachliche Vermögen der Mitarbeitenden hinaus.

Neben einführenden Gedanken von Martin Wazlawik, Jan Pöter und Bernd Christmann insbesondere zum Verhältnis von Schutz, Bildung und dem Umgang mit Sexualität, weitergehenden Überlegungen von Michael Böwer zum Organisationsbegriff, der Perspektive von Kindern und Jugendlichen, welche im Mittelpunkt des Artikels von Tanja Rusack, Florian Eßer und Sophie Domann stehen werden insbesondere Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendarbeit (Yvonne Oeffling) und aus Entwicklungsprozessen von Schutzkonzepten im Handlungsfeld Schule vorgestellt.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2017: Martin Wazlawik, Jan Pöter, Bernd Christmann: Zwischen Prävention und sexueller Bildung – Schutz und Entwicklung als Grundlagen von institutionellen Schutzkonzepten

Die Diskussion um sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat den Fokus auch auf Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gelegt. Mittlerweile liegen erste Studien vor, die sich aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln gezielt mit institutionellen Schutzkonzepten auseinandersetzen. Schutzkonzepte dienen in diesem Zusammenhang sowohl der Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, als auch ihrem Schutz vor Gewalt.
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KJug 2/2017: Michael Böwer: »Schutz und Sicherheit im Zeichen der …!?« Der Blick auf Organisationen in der Debatte um »Institutionelle Schutzkonzepte«

Die Berichte ehemaliger Heimkinder und Internatsschüler/-innen über die dort erlebte sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen haben im Rahmen »Runder« und »Eckiger Tische« zu der Forderung geführt, innerhalb des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens geeignete Präventionskonzepte zu entwickeln und in den Einrichtungen und Diensten vor Ort zu etablieren (vgl. näher: UBSKM 2017). Obwohl es dabei unweigerlich um kommunikative Prozesse in Organisationen geht – und zwar gleich, ob im Spitzenverband oder in der zweigruppigen Kinderwohngruppe vor Ort –, führt die Debatte begrifflich primär über Institutionen. Unschärfe aber birgt die Gefahr, wichtige Punkte aus dem Blick zu verlieren und schränkt den Fokus darauf ein, was überhaupt gesehen, reflektiert und gestaltet wird. Der folgende Beitrag nimmt die Ausgangslage auf und geht angesichts derer näher auf grundlegende Muster, Merkmale und Bedingungen von Organisationen ein. Unter Rückgriff auf eine aktuelle Studie des Verfassers werden Hindernisse und Möglichkeiten in der Umsetzung von Präventionsstrategien in der Praxis vor Ort näher beleuchtet. Das Fazit zeigt Ansatzpunkte für die weitere Diskussion von Schutzkonzepten in Organisationen auf.
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KJug 2/2017: Sophie Domann, Florian Eßer, Tanja Rusack: Jugendliche und ihre Co-Produktion bei Schutzkonzepten

Bei der Konzipierung von Schutzkonzepten in Einrichtungen, wie Heimen, Kliniken und Internaten, müssen unter dem Aspekt der Partizipation auch die dort lebenden Mädchen und Jungen einbezogen werden. Der Beitrag zeigt die Perspektiven von Jugendlichen bezüglich Sexualität, Paarbeziehungen und Partizipation in Heimeinrichtungen auf. Anschließend wird die Relevanz dieser Perspektiven für die Entwicklung von Schutzkonzepten in diesen Settings verdeutlicht. Die empirischen Daten und deren Analysen stammen aus dem kürzlich beendeten Forschungsvorhaben »Ich bin sicher! – Schutzkonzepte aus der Sicht von Jugendlichen und Betreuungspersonen«.
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KJug 2/2017: Yvonne Oeffling: Nein sagen reicht nicht – Jugendarbeit braucht Schutzkonzepte!

Die Diskussion um Schutzkonzepte und Angebote der Prävention ist spätestens nach dem Missbrauchsskandal 2010 nicht mehr aus der öffentlichen Debatte wegzudenken. Als ein »top down« initiierter Prozess ist die Entwicklung von Schutzkonzepten Aufgabe von Trägern, Vorständen und Leitungen. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn er mit der Beteiligung aller Akteure einer Organisation gestaltet wird. Er ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und erfordert somit eine Integration in bestehende Organisationsabläufe. Für die Entwicklung von Schutzkonzepten bedarf es neben einem langem Atem und Motivation auch finanzieller und personeller Ressourcen. Aber wie geht das konkret? Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden? Wie sieht ein umfassendes Präventionskonzept für den Bereich der Jugendarbeit aus? Welche Besonderheiten des Feldes müssen berücksichtig werden? Ein Plädoyer für die Inanspruchnahme von externen Hilfen beschließt den Beitrag.
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KJug 2/2017: Daniel Schwerdt, Martin Wazlawik: Institutionelle Schutzkonzepte in der Schule

Schutzkonzepte zur Prävention (und Intervention) bei sexualisierter Gewalt werden derzeit nicht nur in Erziehungseinrichtungen konzipiert. Auch Schulen bilden einen bedeutenden Ort für den Schutz vor sexueller Gewalt, da hier nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Dabei muss jede Schule ihr individuelles Konzept entwickeln und ihren Weg finden. Im Beitrag wird ein Projekt der Arbeitsgruppe Pädagogische Professionalität gegen sexuelle Gewalt – Prävention, Kooperation und Intervention der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vorgestellt, das in Kooperation mit einem konfessionellen Schulträger ein institutionelles Schutzkonzept in der Schule konzipiert und realisiert hat.
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KJug 2/2017: Christoph Labatzki: Junge Flüchtlinge im Übergang in die Selbstständigkeit. Fachliche Perspektiven von Sozialarbeiter/-innen der stationären Jugendhilfe (Aus der Hochschule)

Die Debatte um junge geflüchtete Care Leaver hat in Deutschland gerade erst begonnen. Es mangelt neben Befragungen von Flüchtlingen insbesondere an nötigen Studien zu den Einschätzungen von pädagogischen Fachkräften zur Wirkung der Jugendhilfe

In der Masterarbeit standen deshalb folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich in der Jugendhilfe und nach deren Beendigung aus Sicht der Professionellen für ihre Adressat/-innen? Wie effektiv werden die jungen Flüchtlinge ihrer Meinung nach auf die Selbstständigkeit vorbereitet und beim Übergang begleitet? Wird die Hilfe den Bedürfnissen und Wünschen der Adressat/-innen gerecht? Welches Verständnis von Selbstständigkeit besitzen die Professionellen?

Die konkrete Forschungsfrage lautete: Inwieweit kann die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und ethischer Anforderungen minderjährige Flüchtlinge im Übergang zur Volljährigkeit und Selbstständigkeit unterstützen?
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KJug 2/2017: Sigmar Roll: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen (Recht und Rechtsprechung)

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Stade hat einen Anspruch eines 27-Jährigen auf Abänderung des Vornamens in seinen ursprünglichen Taufnamen verneint (Urteil vom 26.09.2016, Az. 1 A 1398/15).* = elektronisch dokumentiert unter www.bag-jugendschutz.de/kjug.html

Leitsätze des Bearbeiters

  1. Die Eltern haben grundsätzlich das Recht über die Namenstragung ihrer Kinder zu entscheiden.
  2. Eine spätere Namensänderung kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes genehmigt werden.
  3. Der Wunsch von einem eingedeutschten Namen zu dem ursprünglich getragenen zurückzukehren, wird nach den allgemeinen Regeln beurteilt.

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KJug 2/2017: Anja Puneßen: Darf mein Kind modeln? (Die Jugendschutzfrage)

Bei Jugendämtern und anderen für den Jugendschutz zuständigen Fachstellen häufen sich in letzter Zeit die Anfragen, wann und wie Kinder und Jugendliche modeln oder bei Fernsehproduktionen mitwirken dürfen. Eine rechtliche Einschätzung gibt Anja Puneßen, Juristin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle Nordrhein-Westfalen (AJS) e.V.
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KJug 1/2017: No Hate Speech – Gegen Hass im Internet

Heutzutage wird es als ›normal‹ angesehen, dass sich Jugendliche untereinander mit vermeintlich abwertenden Bezeichnungen ansprechen. Wenn diese aber in Beleidigungen, Hetze und Bedrohungen münden, die vorrangig (anonym) in Internetforen oder auf Facebook verbreitet werden, hört der Spaß auf. Diese Art der Online-Kommentare wird Hate Speech genannt – zu Deutsch: Hassrede. Hate Speech lässt sich als (digitale) Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bezeichnen. Betroffen sind Personen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer (vermeintlichen) Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, einer bestimmten Gruppe zugeschrieben werden können. Auch wenn sich Hate Speech in sozialen Netzwerken verbreitet, existiert sie nicht losgelöst vom analogen Leben sondern greift reale demokratie- und menschenfeindliche Einstellungen auf.

Pädagogische Fachkräfte müssen sich auch immer häufiger mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Neben Interventionen in konkreten Situationen, sollten sie auch präventiv reagieren. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1-2017 von KJug bieten in ihren Beiträgen Informationen und Handlungsempfehlungen, um u.a. Gegenstrategien in der politischen Bildung und der Medienkompetenzförderung zu entwickeln.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2017: Daniel Hajok: Hate Speech. Mit Hassreden in eine neue Kommunikationskultur?

Als unangenehmes Modewort doch in vieler Munde markiert »Hate Speech« ein aktuelles Problem unserer Gesellschaft, dass nicht nur im Kinder- und Jugendschutz, sondern generell als eine Gefahr für den sozialen Zusammenhang und das friedliche Zusammenleben diskutiert wird. Doch was meint Hate Speech überhaupt? Was steckt dahinter? Welche Formen sind zu unterscheiden? Ist es wirklich so verbreitet? Und was hat das alles mit Kinder- und Jugendschutz zu tun? Im Beitrag werden einige grundsätzliche Perspektiven skizziert.
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KJug 1/2017: Matthias Felling, Nora Fritzsche: Hass im Netz. Hate Speech als Herausforderung für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen

Wenngleich Hate Speech kein rein jugendspezifisches Phänomen ist, kann und muss die Jugendarbeit pädagogisch auf (digitale) Gewalt reagieren. Präventive Maßnahmen richten sich hierbei sowohl an diejenigen Jugendlichen, die über Sprache, Worte und Bilder hasserfüllte Kommentare, Beleidigungen und Drohungen verbreiten, als auch an die von Hate Speech Betroffenen.
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KJug 1/2017: Christina Dinar: Flüchtlingsfeindlichkeit im Netz: Wie kann Gegenrede in die pädagogische Praxis übersetzt werden?

Hate Speech richtet sich oftmals gegen bestimmte Personengruppen, z.B. gegen die Gruppe der geflüchteten Menschen, die derzeit in Deutschland Aufnahme finden. Eine Möglichkeit, auf diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu reagieren ist der sog. Counterspeech, zu Deutsch die Gegenrede.
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KJug 1/2017: Dana Buchzik, Sami Rauscher: Kontern statt schweigen: Die No Hate Speech-Kampagne des Europarats empowert Betroffene von Hass im Netz

Im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde Anfang 2016 die Kampagne »No Hate Speech Movement« ins Leben gerufen. Sie soll deutlich machen: Wir sind viele, wir sind laut, wir werden gehört und wir können aktiv werden.
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KJug 1/2017: Anja Puneßen: Hate Speech / Rechtsfragen

Hetze, Hass und Diskriminierung finden immer mehr Verbreitung in Sozialen Netzwerken und Kommentarspalten. Die Übersicht (Stand: Juni 2016) dient der rechtlichen Einordnung. Das dem Beitrag zugrundeliegende Merkblatt der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW findet sich unter www.ajs.nrw.de.
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KJug 1/2017: Daniela Piontek, Tessa-Virginia Hannemann: Neue psychoaktive Substanzen – ein Überblick

Designerdrogen breiten sich in Deutschland immer rasanter aus. Die große Vielfalt der verfügbaren Substanzen, deren schnelle Weiterentwicklung und der anonyme Vertrieb über das Internet stellen die Gesetzgebung und die Prävention vor ernst zu nehmende Probleme. Ein wichtiger Schritt ist das »Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe (NpSG)«.
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KJug 1/2017: Malte Mühlsteff: Zur Konstruktion des Flüchtlingsbildes in der lokalen Medienberichterstattung am Beispiel Hamburg

In der Rubrik »Aus der Hochschule« werden wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten von Hochschul- und Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen vorgestellt. Die Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Arts an der Universität Vechta wurde durch Prof.’in Dr. Nadia Kutscher betreut und im Sommersemester 2016 abgeschlossen. Forschungsleitende Fragestellung war, welche Flüchtlingsbilder im medialen Diskurs 1) zur ›Hochzeit‹ deutscher Willkommenskultur im Jahr 2015 sowie 2) im Anschluss an die Silvesternacht 2015/16 konstruiert wurden.  (mehr …)

KJug 1/2017: Sigmar Roll: Cybermobbing – Was tun, wenn die Täter immer jünger werden?

Rechtsprechung

In einem Fall von Mobbingattacken zwischen Mitschülern, die über soziale Medien erfolgt sind, hat die Zweite Zivilkammer des Landgerichts Memmingen dem betroffenen 12-Jährigen ein Schmerzensgeld zugesprochen und dem Verursacher für den Fall zukünftiger Wiederholung ein Ordnungsgeld angedroht (Urteil vom 03.02.2015, Az. 21 O 1761/13).
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KJug 1/2017: Carolin Hoch: Straßenjugendliche in Deutschland. Zentrale Ergebnisse der 1. Projektphase

Die aktuelle Studie

Nach wie vor gibt es in Deutschland junge Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben und auf der Straße leben bzw. bei Freunden oder in Einrichtungen untergekommen sind. Aufgrund der mangelnden Datengrundlage und dem schweren Feldzugang gibt es bisher jedoch nur wenige Analysen zum Thema. Vor allem die Frage nach der Anzahl an Straßenjugendlichen konnte bisher noch nicht verlässlich beantwortet werden.

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KJug 1/2017: Anja Puneßen: Handykauf & Co. Was dürfen Kinder eigentlich wirklich von ihrem Taschengeld kaufen?

Die Jugendschutzfrage

Es stellt sich häufig die Frage, was dürfen Kinder von ihrem Taschengeld eigenständig kaufen? Wann müssen Eltern dem Geschäft zustimmen? Und, gibt es einen gesetzlich festgeschriebenen »Höchstbetrag «? Im Beitrag werden diese Fragen vor dem Hintergrund des sog. Taschengeldparagraphen (§110 BGB) von einer Juristin beantwortet.

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KJug 4/2016: Minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe

Nach wie vor steht der Umgang mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Fokus der Kinder- und Jugendhilfe. Die Autorinnen und Autoren setzen sich mit folgenden Themen auseinander: Sicherheit von Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen, junge Flüchtlinge in der Kita, Jugendmigrationsdienste und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Fragen des Kinderschutzes. Die in der Ausgabe 3-2016 skizzierten Weiterentwicklungsbedarfe in der Kinder- und Jugendhilfe werden damit fortgesetzt und vertieft.

In den Beiträgen wird das enorme Engagement der Fachkräfte entfaltet und verdeutlicht, dass die Kinder- und Jugendhilfe weitgehend auf die Bedarfe eingestellt ist, wenngleich die gesetzlichen Regelungen nicht immer zufriedenstellend sind.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2016: Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-umF): Die Aufnahmesituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Um die tatsächlichen Auswirkungen des Gesetzes zur vorläufigen Inobhutnahme und Umverteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu erfassen, hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine bundesweite Online-Umfrage durchgeführt. Im Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse dargestellt, die ein Bild von der teilweise hoch defizitären Aufnahmestruktur für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland zeichnen.
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KJug 4/2016: Jan Pöter, Prof. Dr. Martin Wazlawik: Kinderschutz und Migration. Perspektiven für eine differenzsensible Praxis

Nicht erst seit den zunehmenden internationalen Flucht- und Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre steht das Thema Kinderschutz und Migration in vielfältiger Weise im Fokus fachlicher Debatten. Trotz des wachsenden Interesses an einer migrationsspezifischen Ausgestaltung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen – auch in Bezug auf Kindeswohlgefährdung – bleibt der Grundansatz mit diversen Unklarheiten und Risiken behaftet.
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KJug 4/2016: Nora Iranee, Prof. Dr. Sabine Andresen: (Sichere) Räume für Kinder in Flüchtlingsheimen schaffen. Eindrücke aus einem Praxisprojekt mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien aus Krisengebieten geflüchtet sind, wohnen nach ihrer Ankunft in Deutschland zumeist in Erstaufnahmeeinrichtungen. Im Beitrag wird das Pilotprojekt STEP-BY-STEP vorgestellt. Dort werden niedrigschwellige Angebote zur Betreuung, Beratung und Bildung von Kindern, Familien und Frauen realisiert und wissenschaftlich begleitet, mit dem Ziel, dass Kinder und Jugendliche sich dort sicher fühlen und die Erstaufnahme möglichst als kinderfreundlichen Ort erleben.
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KJug 4/2016: Birgit Riedel, Kilian Lüders: Flüchtlingskinder in der Kita – Zugänge gestalten, Kooperationen stützen!

Unter den minderjährigen Flüchtlingen, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland eingereist sind, befinden sich viele Kinder im »Kindergartenalter«. Ihre Integration in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung hängt dabei sowohl von den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas ab, als auch generell von der Einlösung ihres Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Im Beitrag werden zentrale Befunde aus einer Kita-Befragung des Deutschen Jugendinstituts dargestellt.
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KJug 4/2016: Burkhardt Wagner Junge Geflüchtete in den Jugendmigrationsdiensten. Was braucht´s für die gelingende Integration?

456 Jugendmigrationsdienste (JMD) beraten, begleiten und bilden junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren bei ihrem Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, professionelle Beratung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine starke Vernetzung in Schule und Ausbildungsbetriebe zählen dabei zu den wesentlichen Aufgaben.
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KJug 4/2016: Prof. Dr. Anneke Bühler, Marcel Cervinka, Wolfgang Eichinger, Jens Kraatz: Was tun und denken ehrenamtliche Helfer/innen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen?

Ergebnisse einer Befragung in München
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich im Rahmen der Erstaufnahme seit mehreren Monaten u.a. für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Koordinationsstelle Ehrenamt bei Condrobs e.V. unterstützt das Jugendamt München bei dieser Aufgabe. Die dortigen Ehrenamtlichen wurden nach ihrer Zufriedenheit mit der Koordinationsstelle und der eigenen Tätigkeit befragt.
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KJug 4/2016: Marianne Meyer: ELTERNTALK mit Flüchtlingsfamilien. »Egal ob auf der Flucht oder hier, wir müssen unsere Kinder erziehen!«

ELTERNTALK ist ein Angebot der Aktion Jugendschutz, Landesstelle Bayern e.V. Ziel von ELTERNTALK ist, die Erziehungskompetenz von Eltern durch Eltern zu stärken. Ein Angebot, das sich auch an Eltern richtet, die mit ihren Kindern geflüchtet sind.
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KJug 4/2016: Katharina Neumann: Kameradschaft vor der Kamera. Eine Analyse reziproker Effekte von Medienberichterstattung über die rechtsextreme Szene auf deren Anhänger

Die Autorin hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Frage beschäftigt, ob es Wege für einen verantwortungsbewussten medialen Umgang mit dem Phänomen Rechtsextremismus gibt, um der rechten Szene nicht medial in die Hände zu spielen und zu verhindern, dass die rechtsextreme Ideologie für Jugendliche interessant wird. Sie ging der Forschungsfrage nach »Welche Effekte durch Berichterstattung über Rechtsextremismus innerhalb der rechtsextremen Szene werden ausgelöst?
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KJug 4/2016: Michael Bahrs, Mathias Schumann: Einschulungsalter: Rauchen und Gesundheit im Erwachsenenalter

Im Beitrag werden Ergebnisse der Studie »Unlucky to Be Young? The Long- Term Effects of School Starting Age on Smoking Behaviour and Health« vorgestellt. Sie liefern Erkenntnisse über die kausalen Auswirkungen des individuellen Einschulungsalters auf das Rauchverhalten und die Gesundheit im Erwachsenenalter. (mehr …)

KJug 4/2016: Sigmar Roll: Rote Karte für die Direktleitung ins Kinderzimmer – Erziehung zum Umgang mit neuen Kommunikationsmedien – Recht und Rechtsprechung

Im Beitrag wird ein Urteil dokumentiert, das sich mit der Nutzung des Messengerdienst »WhatsApp« vor dem Hintergrund des sog. Sextings beschäftigt. Nachdem Vorfälle sexueller Belästigung durch Textnachrichten bekannt geworden waren, hat das Familiengericht beim Amtsgericht Bad Hersfeld zur Abwendung einer Kindeswohlgefährdung Anordnungen an die Erziehungsberechtigten erlassen,
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KJug 4/2016: Anja Puneßen: E-Zigarette und E-Shisha – Was beinhaltet die neue Regelung in § 10 JuSchG?

Seit dem 1. April 2016 gilt für Kinder und Jugendliche ein Verbot von E-Zigaretten und E-Shishas. Mit dieser Neuregelung im § 10 Jugendschutzgesetz (JuSchG) hat der Gesetzgeber das bereits bestehende Verbot »herkömmliche« Tabakwarenerzeugnisse an Kinder und Jugendliche abzugeben bzw. den Konsum zu gestatten, deutlich erweitert.
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KJug 3/2016: Lebenssituation und Bedürfnisse von minderjährigen Flüchtlingen

Für die Betreuung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ist in Deutschland die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Um diesem Auftrag nachkommen zu können, muss zunächst eruiert werden, inwieweit die bisherigen Jugendhilfekonzepte auch für die Zielgruppe der jungen Flüchtlinge greifen, wie die besonderen Bedarfe dieser jungen Menschen aussehen und wie Angebote gestaltet sein müssen, um diesen Bedarfen gerecht zu werden. In den Beiträgen werden deshalb Einblicke in die Lebenssituationen minderjähriger Flüchtlinge, ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihre Ziele, ihre Perspektiven und ihre Ressourcen gegeben. Die skizzierten Entwicklungen verdeutlichen zahlreiche Weiterentwicklungsbedarfe sowie Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2016: Dr. Katharina Gerarts, Prof. Dr. Sabine Andresen: Was uns geflüchtete Kinder in Deutschland berichten. Eindrücke aus einer qualitativen Studie

In der Studie »Angekommen in Deutschland. Wenn geflüchtete Kinder erzählen« werden erste Antworten auf die Frage nach den individuellen Geschichten, Bedürfnissen und Erwartungen von Kindern mit Fluchterfahrungen gegeben. Dabei stehen explizit diejenigen Kinder im Mittelpunkt, die begleitet, also mit ihre Familie geflüchtet sind.
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KJug 3/2016: Lisa-Marie Kreß, Prof. Dr. Nadia Kutscher: Flucht und digitale Medien – Die Bedeutung von Internet, Smartphone und Apps für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ihre jugendschutzrelevanten Konsequenzen für die Kinder- und Jugendhilfe

Die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, laut Bundesregierung befinden sich 67.194 unbegleitete Minderjährige zum Stichtag 18.01.2016 in jugendhilferechtlichen Zuständigkeiten (Deutscher Bundestag 2016, 27).
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KJug 3/2016: Sabrina Brinks, Eva Dittmann: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe – aktuelle Entwicklungen und Anforderungen

In den letzten Jahren haben weltweit Fluchtbewegungen vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte und gewaltsamer Auseinandersetzungen deutlich zugenommen. Besonders gravierend ist dabei die Tatsache, dass etwa die Hälfte der weltweiten Flüchtlinge Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind (vgl. UNHCR 2015).
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KJug 3/2016: Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: Flüchtlingskinder zwischen Sozialrecht und Asylrecht

Die aktuelle Rechtslage mit Blick auf begleitete und unbegleitete Flüchtlingskinder ist nicht immer leicht zu durchschauen. Neben dem Asylrecht hat auch das 8. Buch des Sozialgesetzbuches – SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) eine hohe Bedeutung.
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KJug 3/2016: Esma Karayel: Anonymer Schutz auf der „Insel“. Zwangsverheiratung: Betroffene brauchen eine spezialisierte Unterbringung

Zwar ist die Grauzone groß und die Dunkelziffer hoch: Dennoch stellt das Phänomen der Zwangsverheiratung von Mädchen und jungen Frauen auch in Deutschland ein erkennbares strukturelles Problem dar.
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KJug 3/2016: Henning Mielke: Darüber spricht man nicht. – Doch! Online-Beratung als Zugang zu Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien

Mehr als 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit suchtkranken Eltern auf.  Seit zwei Jahren bietet NACOA Deutschland betroffenen Jugendlichen eine virtuelle Beratungsstelle, die kostenlos, anonym und ortsunabhängig hilft.
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KJug 3/2016: Teresa Behrends: Kinderrechte und das Politische. Voraussetzungen und Besonderheiten der Kinderrechtsproblematik vor dem Hintergrund der politischen Differenz

Forschungsfrage: Wie kann ein theoretischer Zugang aussehen, der eine Bestimmung der Form der Kinderrechte ermöglicht? Wie genau ist das Kind als Träger subjektiver Rechte und Menschenrechtssubjekt zu fassen?
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KJug 3/2016: Sigmar Roll: Laserarena – Räuber und Gendarm-Spiel in modernem Gewand?

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Entscheidung des örtlichen Jugendamtes bestätigt, aus Jugendschutzgründen den Zutritt zu der Laserarena für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren vollständig zu beschränken (Urteil vom 14.04.2016, Az. W 3 K 14.438).*
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KJug 2/2016: »Lost in Transition?!« – die 10- bis 14-Jährigen zwischen Kindheit und Jugend

Das „Dazwischen“ ist im Alltag und in der Wissenschaft meistens eine irritierende Kategorie: Sind wir moderne Menschen, gerade in Zeiten von Budgetierung und Accounting, doch meistens bemüht, Dinge eindeutig zu Kategorien zuzuordnen. Auch Jugendschutzgesetze gehen von der Eindeutigkeit z.B. von Altersangaben aus. Allerdings stört das das soziale Leben, den sozialen Wandel wenig, die beide ziemlich uneindeutig daherkommen.

Auch die „Lückekinder“ haben es vor dieser Folie schwer, weil sie einerseits zwischen allen Stühlen sitzen, wie die Beiträge im Heft 2-2016 von KJug eindrucksvoll aufzeigen und weil auch sie andererseits von verschiedensten makrogesellschaftlichen Prozessen, wie der Mediatisierung der Lebenswelten, betroffen sind.

Sie sind nicht mehr Kind und noch nicht Jugendliche, sondern gewissermaßen Zwischenwesen in einer „Zwischengesellschaft“. Dieser Status als Zwischenwesen schlägt sich deutlich in ihren Handlungspraxen und ihrem Orientierungswissen nieder, wie die Ergebnisse des Ulmer Projektes „Die soziale Welt der Lückekinder“ belegen. Von besonderer Bedeutung sind in dieser Zwischenphase die Peerbeziehungen – heutzutage werden diese maßgeblich organisiert und strukturiert über die ebenfalls dem raschen sozialen Wandel ausgesetzten sozialen Medien, wie in einem weiteren Aufsatz deutlich wird. Ergänzt werden die forschungsbezogenen Sondierungen durch Einblicke in die Praxis in Jugendzentren.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2016: Manuela Gulde, Katharina Steinicke, Franziska Köhler-Dauner, Dr. Kathrin Mörtl, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Prof. Dr. Ute Ziegenhain: Die soziale Welt der »Lückekinder« – Analyse einer vergessenen Gruppe

Die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen wird in Forschung und Öffentlichkeit als »späte Kindheit« oder »Vorpubertät« bezeichnet. Welche entwicklungspsychologischen und soziokulturellen Besonderheiten diese Altersgruppe aufweist und wie ihre Lebenswirklichkeit aussieht, wurde in einer Studie der Klinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Ulm untersucht. ..
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KJug 2/2016: Katharina Steinicke, Dr. Kathrin Mörtl, Manuela Gulde, Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Die Umfunktionierung von Plätzen – Aneignungsprozesse im öffentlichen Raum in der Altersgruppe der Lücke-Kinder

Freizeit heute ist in vielen Fällen verplante Zeit – auch bereits bei Kindern. Dass die Gestaltung von Freizeit in nicht pädagogisierten Räumen keine Zeitverschwendung, sondern sogar sehr bedeutsam für die kindliche Entwicklung unter dem Aspekt der Raumaneignung ist, ist nur ein Ergebnis der Studie »Die soziale Welt der ›Lückekinder‹«. Im Forschungsprojekt wurde nicht nur die Perspektive der Expert/inn/en und Eltern über die Kinder erhoben, es war besonders wichtig, dass die Kinder selbst zu Wort kamen.
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KJug 2/2016: Christa Gebel: »… weil sie da mit Daten machen, was sie wollen.« Online-Angebote und -Risiken aus Sicht von 12- bis 14-Jährigen

Im Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse der ACT ON! Monitoringstudie zur Wahrnehmung und Bewertung von Online-Angeboten und -Risiken durch 12- bis 14-Jährige vorgestellt. Die Studie eruierte mit qualitativen Methoden die Perspektive Heranwachsender auf aktuelle Phänomene im Onlinebereich und ihre diesbezüglichen Schutz-, Informations- und Hilfsbedürfnisse. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf Risiken im Bereich des Persönlichkeitsschutzes.
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KJug 2/2016: Christina Scholz-Asci, Yasemin Ayar: »Lückekindertreff« im Jugendzentrum

Jugendzentren stehen prinzipiell allen Kindern und Jugendlichen in einem Stadtteil offen. Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, die für die Hortbetreuung zu alt und für die Jugendarbeit zu jung sind, werden hier Lückekinder genannt. Wie die Angebote für die 10- bis 14-Jährigen aussehen, zeigt ein Blick in die Praxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in zwei Jugendzentren in Hannover.
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KJug 2/2016: Marianne Meyer: ELTERN beteiligen und stärken – im Netzwerk. Das »Projekt ELTERNTALK« in Bayern – vom Projektstatus zum etablierten und expandierenden Netzwerk-Programm im Bereich Medien, Konsum und Suchtprävention

Kompetente Eltern – kompetente Kinder. ELTERNTALK bringt Eltern miteinander ins Gespräch. So lautet das Motto des Beteiligungsprogramms, das von der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern 2001 ins Leben gerufen wurde. ELTERNTALK steht dabei für Fachgespräche von Eltern für Eltern. Ziel ist, die Erziehungskompetenz von Eltern durch Eltern zu stärken, damit sie den Anforderungen in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen begegnen können. Im Beitrag werden Inhalte und Zielsetzungen des Projektes dargestellt.
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KJug 2/2016: Josephine Paula Rothlaender, Daniel Schwerdt: Zur Aufarbeitung sexueller Gewalt in pädagogischen Einrichtungen

In der Rubrik »Aus der Hochschule« werden wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten von Hochschul- und Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen vorgestellt. Dabei handelt es sich um aktuelle Arbeiten (BA, Master, Magister, Diplom, Staatsexamen).
Die Masterarbeiten zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts Erziehungswissenschaft am Institut für Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität wurden durch Jun.-Prof. Dr. Martin Wazlawik betreut und im Sommersemester 2015 abgeschlossen. Die Masterarbeiten sind im Rahmen …
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KJug 2/2016: Sigmar Roll: Braucht es keinen Jugendschutz mehr bei Pornos – oder liegt hier ein Vollzugsdefizit vor?

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat ein Ermittlungsverfahren eingestellt, in dem es um Verbreitung von Pornographie im Internet ohne Beachtung der Vertriebsbeschränkungen ging, die gesetzlich aus Jugendschutzgründen festgelegt worden sind (Entscheidung vom 30.06.2015, Az. 32 Js 23303/13).
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KJug 1/2016: Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen

Ähnlich wie Rechtsextremismus stellen Salafismus und Dschihadismus für junge Menschen eine Gefährdung dar. Für Schule und Jugendhilfe sowie Justiz und Polizei stellen sich damit neue Herausforderungen. Pädagogische Strategien sind gefragt, um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten und um denjenigen zu helfen, die abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Ausstieg suchen. Radikalisierungsprozesse sind dabei vielschichtig begründet und motiviert. Jugendliche kommen heutzutage mittels medialer Inszenierung über das Internet und soziale Netzwerke schnell und einfach mit salafistischem bzw. dschihadistischem Gedankengut in Kontakt.

Präventionsangebote für radikalisierungsgefährdete oder radikalisierte Jugendlichen erfordern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen islamistischer Radikalisierung und müssen das Ziel haben, aufzuklären und zu sensibilisieren, um Tendenzen wahrzunehmen und junge Menschen vor Radikalisierung zu schützen. Auf diese Aspekte sowie den großen Forschungsbedarf beim Thema Radikalisierung weisen die Autorin und die Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2016: Glaser, Michaela: Gewaltorientierter Islamismus im Jugendalter. Eine Diskussion vorliegender Erkenntnisse zu Hinwendungsmotiven und Attraktivitätsmomenten für junge Menschen

Gruppierungen des gewaltorientierten Islamismus rekrutieren in Deutschland vor allem unter jungen Menschen. Der Beitrag geht der Frage nach, aus welchen Gründen sich Jugendliche diesen Gruppen anschließen. …
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KJug 1/2016: Glaser, Stefan; Frankenberger, Patrick: Subtile Beeinflussung und offene Aufrufe zu Hass und Gewalt. Erkenntnisse zu Islamismus im Internet aus Jugendschutzsicht

Islamisten nutzen das Internet als zentrale Propagandaplattform. Das militante Spektrum verherrlicht dort den bewaffneten Kampf, ruft zum Dschihad und zur Tötung von »Ungläubigen« auf. Für das nicht gewaltbereite Spektrum ist das Netz vor allem bedeutsam zur Missionierung und Propagierung eines antidemokratischen, antipluralistischen Weltbilds. Menschenfeindliche Äußerungen richten sich beispielsweise gegen moderate Muslime, Nicht-Muslime, Juden oder Homosexuelle. …
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KJug 1/2016: Röll, Franz Josef: Salafismus als Sinnangebot

Der Autor verdeutlicht die Motivstrukturen, die nachvollziehbar machen weshalb vor allem Jugendliche empfänglich sind für die Botschaften des Salafismus. Die Suche nach Sinn ist ein zentrales Bedürfnis von Menschen, daher bedarf es einer Beschäftigung mit der ontologischen Verortung, die wiederum in enger Beziehung steht zur Identitätsbildung. …
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KJug 1/2016: Jan Buschbom: Mit Extremisten reden … Das pädagogische Konzept von Violence Prevention Network

Violence Prevention Network ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter tätig sind. Das Team arbeitet seit 2001 erfolgreich im Bereich der Verringerung von ideologisch motivierten schweren und schwersten Gewalttaten von Jugendlichen. …
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KJug 1/2016: Daniel Hajok: Politischer Extremismus und religiöser Fundamentalismus. Zur Indizierung jugendgefährdender Medien durch die Bundesprüfstelle

Kein Instrument des Jugendmedienschutzes hat in der Geschichte der BRD für so viel Aufsehen gesorgt wie die Indizierung jugendgefährdender Medien durch die Bundesprüfstelle. Am 19. Mai 1954 als Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) gegründet und mit dem am 1. April 2003 in Kraft getretenen Jugendschutzgesetz (JuSchG) in Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) umbenannt, wurden an der Behörde bislang über 21.000 Medien geprüft und …
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KJug 1/2016: Lea Schaffeld: Zur Berücksichtigung des Kindeswohls im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Der Beitrag basiert auf einer Bachelorarbeit, die an der Universität Vechta geschrieben wurde. Im Fokus steht die Berücksichtigung des Kindeswohls im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland. Vor diesem Hintergrund stand folgende Forschungsfrage mit Mittelpunkt der Arbeit: »Inwiefern wird der Schutz des Kindeswohls im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, …
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KJug 1/2016: Sigmar Roll: Jugendschutz an der Grenze von (legalem) religiösem Fanatismus und (illegalem) Extremismus

Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Bayreuth hat eine behördliche Entscheidung über die Ausweisung eines islamisch-salafistischen Gläubigen aufgehoben, da die vorgeworfenen Ausweisungsgründe nicht bewiesen seien. Im Beitrag wird das Urteil vom 12.02.2015; Aktenz. V ZB 185/14 dargestellt und erläutert.
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KJug 4/2015: Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz

Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichten gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge.
Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2015 von KJug.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2015: Ahmet Toprak: Kultur- und Migrationssensibilität. Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext des Jugendschutzes

Die Gefährdungen, denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte ausgesetzt sind, sind aus Sicht des Jugendschutzes die gleichen. Unterschiedliche kulturelle und sozialisatorische Hintergründe erfordern aber einen spezifischen Zugang – auch zu den Eltern. Im Beitrag wird anhand zweier Fallbeispiele herausgearbeitet, wie die Soziale Arbeit …
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KJug 4/2015: Birgit Jagusch: Migrations- und Diversitätssensibilität im Kinderschutz

In einer Gesellschaft, die durch Migrationsprozesse gekennzeichnet ist, stellt sich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe unwillkürlich auch die Frage nach einer migrationssensiblen Perspektive. Das Projekt »Migrationssensibler Kinderschutz« zeigt Ansätze für die Arbeit im Kinderschutz unter einem migrations- und diversitätsbewussten Blickwinkel. …
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KJug 4/2015: Andrea Urban: Eltern zu Gast bei Eltern. Medienerziehung für Migranteneltern

Elterntalks sind Gesprächskreise von und mit Eltern. Zielsetzung ist die Stärkung der Erziehungskompetenz und der Erziehungsverantwortung, damit Eltern den Anforderungen an die Erziehung von Kindern und Jugendlichen begegnen können. Niedrigschwellige Angebote z.B. zum Thema Medien und Medienkonsum stoßen besonders bei Eltern mit Migrationsgeschichte auf hohes Interesse. Das Angebot der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen wird vorgestellt.
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KJug 4/2015: Ursula Kluge, Henrik Blaich: »Es gibt keine Fettnäpfe. Es sei denn, man redet sich solche ein.« Sensibel, vorurteilsfrei und flexibel: medienpädagogische Angebote für Zielgruppen mit Migrationshintergrund.

In Kooperation mit dem Ministerium für Integration qualifiziert die Aktion Jugendschutz (ajs) Referentinnen und Referenten des LandesNetzWerks für medienpädagogische Elternarbeit für die Durchführung migrationssensibler medienpädagogischer Angebote. Als Teil der Initiative Kindermedienland …
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KJug 4/2015: Sara Scharmanski, Karla Verlinden, Katharina Urbann und Pia Bienstein: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Erste Ergebnisse der bundesweiten SeMB-online-Befragung von Mitarbeiter/innen an Förderschulen

Kinder und Jugendliche mit Behinderung scheinen ein deutlich erhöhtes Risiko im Vergleich zu Kindern ohne Behinderung aufzuweisen Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. Insbesondere in der deutschsprachigen Forschung zum sexuellen Missbrauch wurden Kinder mit Behinderung bislang stark vernachlässigt. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Befragungs- und Interventionsstudie der Universität Köln vorgestellt, die u.a. auf einen erhöhten Aufklärungsbedarf der Mitarbeiter/innen hinweisen.
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KJug 4/2015: Karin Knop, Dorothée Hefner, Stefanie Schmitt, Peter Vorderer: Mediatisierung Mobil. Handy- und mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen.

Im Leben von Kindern und Jugendlichen sind Handys und vor allem Smartphones zu alltäglichen Begleitern geworden, die als Multifunktionsgeräte täglich und teilweise sogar permanent genutzt werden. Die Studie, die von Wissenschaftler/inne/n der Universität Mannheim im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) durchgeführt wurde, erforscht, wie Heranwachsende zwischen acht und 14 Jahren Handys und das mobile Internet nutzen und bewerten und welche Faktoren eine mehr oder weniger individuell und sozial zuträgliche Nutzungsweise beeinflussen. Daneben wurde die Rolle des Handys aus Sicht der Eltern, in der Familie und innerhalb der Peergroup untersucht.
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KJug 4/2015: Sigmar Roll: Minderjährig oder nicht? – und die unterschiedlichen rechtlichen Folgen für Flüchtlinge

In der Rubrik Recht und Rechtsprechung wird ein Urteil vorgestellt, in dem das Alter eines unbegleiteten Flüchtlings, der eventuell minderjährig ist, nicht ausreichend genau geklärt wurde.
Der 5. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat eine Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben, weil der Sachverhalt und hier insbesondere das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Minderjährigkeit bei dem betroffenen Flüchtling, der zur Abreise aus Deutschland aufgefordert worden war, nicht ausreichend ermittelt gewesen sei (Beschluss vom 12.02.2015; Aktenz. V ZB 185/14).
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KJug 3/2015: Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht.

Die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2015: Dr. Mike Seckinger: Stationäre Hilfen zur Erziehung – eine Kurzbeschreibung

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden verschiedene Formen der familienergänzenden und familienersetzenden Hilfen zur Erziehung angeboten. Kinder und Jugendliche, deren Eltern – vorübergehend oder dauerhaft – mit der Erziehung überfordert sind, leben dabei in teilstationären und stationären Einrichtungen und werden hier pädagogisch betreut und gefördert. Die Aufgabe, den erzieherischen Jugendschutz im stationären Setting umzusetzen, ist dabei mit spezifischen Herausforderungen verbunden, die sich aus dem institutionellen Rahmen stationärer Einrichtungen ergeben. Der Autor stellt u.a. dar, was stationäre Hilfen sind, wie häufig sie in Anspruch genommen werden und mit welchen Herausforderungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Kinder und Jugendlichen tagtäglich konfrontiert sind.
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KJug 3/2015: Martina Schu, Doris Sarrazin, Almut Wiemers: Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe

Aktuelle Studien zum Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis durch Kinder und Jugendliche zeigen insgesamt einen rückläufigen Suchtmittelkonsum. Ergebnisse einer Untersuchung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe zum Suchtmittelkonsum von Kindern und Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen sind demgegenüber in vielerlei Hinsicht besorgniserregend. Im Rahmen breit angelegter Bemühungen zur Weiterentwicklung von Jugendhilfe und Suchthilfe und ihrer Kooperation beauftragte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich, Köln (FOGS) mit einer Untersuchung zu suchtbezogenen Verhaltensweisen von jungen Menschen in der öffentlichen Jugendhilfe in Westfalen-Lippe. Zudem sollten Einschätzungen und Vorgehensweisen der Fachkräfte in den Einrichtungen untersucht werden.

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KJug 3/2015: Dr. Daniel Hajok: Zum Umgang mit digitalen Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Mit den digitalen Medien haben sich die Möglichkeiten junger Menschen stark erweitert. Vor allem Jugendliche, bereits Kinder, agieren heute weitgehend autonom in der Welt der Medien und entziehen sich dabei zunehmend einer Kontrolle durch die Erziehenden. Fragen des (angemessenen) Umgangs mit digitalen Medien stehen zunehmend auch in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe auf der Tagesordnung. Der Autor arbeitet heraus, welche Probleme dies sind und welche Konzepte zum Medienumgang sinnvoll sind.

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KJug 3/2015: Sophie Domann, Tanja Rusack: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe – die Sicht der Jugendlichen und Betreuungspersonen

Wie nehmen Kinder, Jugendliche und deren Betreuungspersonen sexualisierte Gewalt sowie Schutzkonzepte in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Internaten, Kliniken und Kurkliniken wahr? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes »Ich bin sicher!«. Im Rahmen eines interdisziplinären Verbundvorhabens wird derzeit eine empirische Studie zur Erforschung der Adressatensicht und der Entstehung einer »Kultur des Hinsehens« durchgeführt. Im Beitrag wird explizit die Sicht von Kindern und Jugendlichen und deren Betreuungspersonen dargestellt.

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KJug 3/2015: Boris Brokmeier: Medienbildung als Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe

Der Fachausschuss V »Jugend, Jugendbeteiligung, Jugendpolitik« der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat sich im Rahmen seines Themen- und Handlungsschwerpunktes »Medienbildung als Gegenstand der Kinder- und Jugendhilfe« intensiv damit befasst, die Bedeutung von Mediatisierung und Digitalisierung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres komplexen lebensweltlichen Bezugsrahmens zu betrachten, die Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe für die Medienbildung ihrer Adressatinnen und Adressaten zu benennen und diese im Sinne einer reflexiven Professionalisierung verstärkt einzufordern und umzusetzen. Boris Brokmeier, Vorsitzender des Fachausschusses stellt im Beitrag wichtige Aspekte der AGJ-Stellungnahme heraus.

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KJug 3/2015: Sigmar Roll: Was ist mein und was ist Dein? – Ein Thema nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern

Die Auffassung des Amtsgerichts – Familiengericht – Bremerhaven, wonach Kinder von ihren Eltern Schadensersatz verlangen können, wenn diese vom Sparbuch der Kinder unklare Abhebungen getätigt haben, ist vom 4. Senat des Oberlandesgerichts Bremen in einer Entscheidung zur Verfahrenskostenhilfe als rechtlich zutreffend angesehen worden.

(Beschluss vom 03.12.2014; Aktenz. 4 UF 112/14)

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KJug 3/2015: Sabine Feierabend, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb: Medien im Alltag von Kleinkindern

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): miniKIM 2014. Kleinkinder und Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2015.

Das Thema Medien im Alltag von Kleinkindern wird sehr kontrovers diskutiert, wobei feststeht, dass Kindergarten- und Vorschulkinder heute keineswegs medienfern aufwachsen. Für die Konzeption einer altersgerechten medienpädagogische Begleitung und Hilfestellung sind Daten zum Medienumgang von Kleinkindern und zur Mediensituation in den Familien notwendig. Um dieses Hintergrundwissen zu liefern, hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) gemeinsam mit der SWR Medienforschung die »miniKIM-Studie« (Kleinkinder und Medien) durchgeführt. Sie liefert Ergebnisse zum Medienbesitz der Kinder, zu Mediennutzung, Umgang mit Fernsehen, Büchern, Handy, Computer und Internet sowie digitalen Spielen. Weitere Aspekte sind der Medienumgang der Haupterzieher sowie die Rolle von Medien im Kindergarten.

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KJug 2/2015: Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz – § 14 SGB VIII

Die Bundesarbeitsgemeinschaft  Kinder- und Jugendschutz (BAJ) richtet im Jahr 2015 ihre besondere Aufmerksamkeit auf das Arbeitsfeld des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Hintergrund dieser Bemühungen ist es, dass es aus Sicht der BAJ mehr denn je gilt, den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz aus dem Windschatten eines ordnungsrechtlichen und kontrollierenden Verständnisses von Jugendschutz herauszuholen. Mit den Beiträgen möchte die BAJ den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe schärfen.

Aus dem Inhalt:

KJug 2-2015: Bruno W. Nikles: Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Der Erzieherische Kinder- und Jugendschutz fand in einschlägigen Handbüchern und Nachschlagewerken bislang keine eigenständige Berücksichtigung, obgleich er zum unverzichtbaren Kern des Jugendschutzes gehört. Der folgende lexikalische Beitrag versucht, diese Lücke zu schließen. (mehr…)

KJug 2-2015: Sebastian Gutknecht: Juristische Expertise zum § 14 SGB VIII

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz ist ein eigenständiger Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe und gesetzlich verankert in § 14 SGB VIII. Die Leistungen richten sich direkt an junge Menschen und Erziehungsberechtigte mit dem Ziel einer Befähigung zum Schutz vor gefährdenden Einflüssen. Die Maßnahmen sollen eine persönlichkeitsstärkende Wirkung entfalten und so zur Verwirklichung des Rechts junger Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit beitragen (mehr…)

KJug 2-2015: Martin Wazlawik: Sozialpädagogische Perspektiven des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§14 SGB VIII)

Die Festschreibung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes im SGB VIII bildet die Grundlage des pädagogischen Handelns. Die notwendige Debatte um die Ausgestaltung, Positionierung und Profilierung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes wirkt sich dann auf die konkrete (sozial)pädagogische Umsetzung aus. (mehr…)

KJug 2-2015: Achim Lauber, Maren Würfel, Sabrina Maroni, Mareen Brauer: stop & go – Ein Jugendschutzparcours zum Einsatz in Schulen und in der Jugendarbeit. Ergebnisse der Evaluation

Der Jugendschutzparcours »stop & go« stellt ein niedrigschwelliges Angebot dar, mit Jugendlichen Themen des Jugendschutzes lebensweltnah und spielerisch zu erarbeiten und sie zum reflektieren Umgang anzuregen. Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation durch ein Projektteam der Universität Erfurt zeigen Erfolg und Verbesserungsmöglichkeiten auf. (mehr…)

KJug 2-20105: Murad Erdemir: Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Notwendige und mögliche Regulierungen aus Sicht der Wissenschaft

»Baustelle Jugendmedienschutz«: Unter diesem Titel fand am 27. November 2014 beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg Lokstedt die 7. Jugendmedienschutztagung von ARD, ZDF sowie der evangelischen und katholischen Medienarbeit statt. Prof. Dr. Murad Erdemir stellte dort seine Überlegungen für eine medienadäquate und nutzergerechte Regulierung vor. Das Statement ist eine leicht überarbeitete sowie vom Referenten um Gliederungsüberschriften und zentrale Fundstellen ergänzte Fassung. (mehr…)

 

KJug 2-2015: Daniel Ensslen: Interaktives Computerspiel schärft kritischen Blick Jugendlicher auf Glücksspiele

Tobias Hayer, Tim Brosowski: Endbericht »Evaluation des Browsergames ›Spielfieber‹: Akzeptanz, Effekte und Potential«; München 2014

Um Jugendliche für die Suchtgefahren von Glücksspielen zu sensibilisieren, hat die Aktion Jugendschutz Bayern das interaktive Browsergame »Spielfieber« entwickelt, im November 2012 online veröffentlicht und im Sommer 2014 evaluieren lassen. Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass mit »Spielfieber« auf ein innovatives und probates Tool zurückgegriffen werden kann, das im Rahmen einer Kombination aus verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen einen sinnvollen Beitrag zur Glücksspielsuchtprävention liefert. (mehr…)

 

KJug 2-2015: Sigmar Roll: Die gesetzliche Ausdifferenzierung von medialem Gefährdungspotential – Akademische Spitzfindigkeiten oder Bedeutung für die Praxis?

Die 19. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln hat eine Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aufgehoben und für das betroffene Computerspiel in der EU-Version festgestellt, dass es nicht gegen Strafgesetze verstößt; es ist somit „nur“ jugendgefährdend.
(Urteil vom 28.11.2014; Aktenz. 19 K 5130.13). (mehr…)

 
KJug 1/2015: Medienbildung in Schule und Jugendhilfe

»Mehr Medienkompetenz durch Medienbildung« wird mittlerweile fast überall für alle gefordert. Was man jedoch darunter versteht und wie diesem vermeintlichen oder offensichtlichen »Mangel« entgegengewirkt werden soll, wird ganz unterschiedlich gesehen. Medienbildung ist dabei der Prozess, der zur Medienkompetenz führt. Die Vermittlung läuft in Schulen (formale Bildung), im außerschulischen Bereich (non-formale Bildung) sowie im Kontext von Familien und Peergroups (informelle Bildung).

Die Autorinnen und Autoren gehen dem Ursprung und den unterschiedlichen Definitionen der Begriffe Medienkompetenz und Medienbildung auf den Grund und zeigen verschiedene Ansätze der Vermittlung von Medienbildung in Schule und Jugendarbeit auf.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 1-2015: Prof. Dr. Rudolf Kammerl: Medienbildung – ein Bildungsangebot, bei dem Medienkompetenz hinten rauskommt?

Medien bestimmen und begleiten den heutigen Alltag von Kindern und Jugendlichen – darin sind sich alle gesellschaftlichen Akteure einige. Beim wie und wo scheiden sich jedoch schon die Meinungen. Und bei den Begrifflichkeiten wird es noch unüberschaubarer: Medien… -bildung? -kompetenz? -literacy? -education?-didaktik? -erziehung? Vor diesem Hintergrund wird der Anspruch der Medienbildung in Bezug auf die formale, non-formale und informeller Bildung diskutiert. (mehr…)

KJug 1-2015: Henrik Blaich: ajs Medienscouts Jugendhilfe – souverän im Netz unterwegs!

Bedingt durch den selbstverständlichen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit modernen Medien stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe vor neuen Herausforderungen. Eine Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen, sind medienpädagogische Angebote mit dem Ansatz der Peer-Education. (mehr…)

KJug 1-2015: Ulrike Beckmann: Interaktives Medienlernen in Schule und Jugendarbeit. Die multimediale DVD-ROM Faszination Medien 

Für junge Menschen ist das Web zur zweiten Heimat geworden: Über dreieinhalb Stunden täglich nutzen die 14- bis 29-Jährigen das Internet. Via PC, Laptop oder Smartphone schauen sie Filme, sehen fern, chatten und vernetzen sich in sozialen Medien. Oft sogar parallel. Dabei hält ihre Medienkompetenz kaum noch Schritt mit dem digitalen Wandel. Angesichts rasanter medientechnischer Entwicklungen sollten Schülerinnen und Schüler nicht nur kompetent mit Medien umgehen, sondern auch kritisch die eigenen Mediennutzungsmuster reflektieren. Genau diese Ziele verfolgt die interaktive DVD-ROM Faszination Medien. (mehr…)

KJug 1-2015: Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Sigmar Roll: Felix Austria? Ein jugendpolitischer und juristischer Blick auf das österreichische Jugendschutzrecht

Das bundesdeutsche Jugendschutzrecht gilt weltweit als einmalig, vorbildlich, differenziert und umfangreich. Nichtsdestotrotz lohnt es sich immer wieder einen Blick auf die Regelungen anderer Länder zu werfen, z.B. auf die jugendschutz-rechtlichen Regelungen im Nachbarland Österreich. (mehr…)

KJug 1-2015: »Die Aktuelle Studie«: Kinder und Onlinewerbung. Eine Studie zu werblichen Erscheinungsformen im Internet, ihre Wahrnehmung und ihr regulatorischer Kontext. Dr. Claudia Lampert, Dr. Stephan Dreyer

Werbung im Internet ist allgegenwärtig, vielfältig und facettenreich. Mal ist sie deutlich als solche gekennzeichnet oder gestalterisch erkennbar vom übrigen Angebot abgehoben, mal ist sie auf den ersten Blick nicht von anderen Inhalten zu unterscheiden. Letzteres stellt nicht nur, aber insbesondere jüngere Internetnutzer vor Herausforderungen. Die Studie untersucht aus interdisziplinärer Perspektive, welchen Erscheinungsformen von Werbung Kinder im Internet begegnen und inwieweit Sechs- bis Elfjährige Onlinewerbung als solche wahrnehmen und erkennen. Auf Basis der Zusammenschau der Befunde werden Problemlagen identifiziert und mögliche Handlungsoptionen für unterschiedliche Stakeholdergruppen aufgezeigt. (mehr…)

 

KJug 1-2015: Sigmar Roll: Das Jugendschutzgesetz als Hüter des Kindeswohls? Vom Zugang zu ideologisch gefährdenden Veranstaltungen

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Bayreuth hat Zugangsbeschränkungen zu einem Familienfest mit parteiideologischem Hintergrund überprüft und im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs – jedenfalls in weitem Umfang – wiederhergestellt, d.h. den angeordneten Sofortvollzug von Vorschriften des Jugendschutzes außer Kraft gesetzt und damit faktisch ins Leere laufen lassen. (Beschluss vom 11.07.2014; Aktenz. B 3 S 14.443) (mehr…)

 
KJug 4/2014: Psychische und physische Belastungen von Fachkräften

In dieser Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stehen ausnahmsweise nicht Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die mit ihnen bzw. für sie arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.
Hoher Arbeitsdruck, ständiges Multitasking und Erwartung von permanenter Erreichbarkeit sind nur einige Kennzeichen unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Psychosomatische Beschwerden, Ermüdungs- und Erschöpfungsphänomene, Burnout, Stress, Magenbeschwerden, Schlafstörungen – die Liste der Krankheiten, die aufgrund übermäßiger psychischer und/oder physischer Anforderungen der Umwelt und der Arbeitswelt entstehen können, ist lang. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jugendämtern und hier besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst sind darüber hinaus besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund einiger tragisch verlaufener Kinderschutzfälle und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit müssen sie tagtäglich Entscheidungen über das Wohl von Kindern und Jugendlichen treffen.

Die Autorinnen und Autoren zeigen die verschiedensten Belastungen, mit denen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe im Arbeitsalltag konfrontiert sind auf. Konkrete Erfahrungsberichte und Hinweise auf den notwendigen Handlungsbedarf werden gegeben. Wie Fürsorge und Gesunderhaltung gewahrt und gefördert werden können, wird u.a. am Beispiel des Staff-Welfare-Konzepts von jugendschutz.net deutlich.

 

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2014: Prof. Dr. Verena Klomann. »Helfer/innen am Limit?!« Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in den Sozialen Diensten der Jugendämter

Das Personal und die Ausstattung mit Personalressourcen stellen unbestritten den wesentlichen Grundstein für professionelle personenbezogene Dienstleistungen dar. So resümieren beispielsweise Kindler, Pooch und Bertsch in der Ausgabe 1-2014 von KJug in ihrer Zwischenbilanz zum Bundeskinderschutzgesetz, dass »das wichtigste Kapital im Kinderschutzsystem nicht gute Gesetze und gute Verfahren sind, sondern die Fachkräfte mit ihrer Einsatzbereitschaft«. Der Beitrag widmet sich auf der Basis von Ergebnissen einer empirischen Studie diesem Personenkreis und nimmt dabei die Belastungssituation der sozialarbeiterischen/ sozialpädagogischen Fachkräfte in den Sozialen Diensten der Jugendämter in den Blick. (mehr…)

KJug 4/2014: Dr. Irmhild Poulsen: »Angst, man kommt zu spät und ein Kind ist tot« Stress und Belastungsfaktoren in der Jugendhilfe

Stress und Belastungsfaktoren findet man immer häufiger auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendhilfe. Eigene Ansprüche und Anforderungen, aber auch die Tatsache immer öfter im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen, bringen verschiedene physische und psychische Belastungen mit sich. Eine im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführte Untersuchung, die der Erfassung von Stress und Belastungsfaktoren in einigen Tätigkeitsfeldern der Jugendhilfe diente, zeigt aufschlussreiche Ergebnisse, die einen umfassenden Einblick in die alltäglichen Herausforderung der Fachkräfte geben und Schlussfolgerungen zulassen, die für Träger und Fachkräfte gleichermaßen interessant sind sowie Anstoß zu dringenden Veränderungen der Arbeitssituation im Tätigkeitsfeld Jugendhilfe führen sollten. (mehr…)

KJug 4/2014: Friedemann Schindler, Anette Diehl, Petra Wörsdörfer, Harald Zehe: Überlastungen vorbeugen und gegensteuern. Entwicklung eines Staff-Welfare-Konzepts für jugendschutz.net 

Täglich sichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Aufsichtsstellen, Selbstkontrollen und Supportabteilungen jugendgefährdende und absolut unzulässige Inhalte im Internet. Die dauerhafte Konfrontation mit gewalthaltigen Angeboten und Darstellungen sexueller Ausbeutung von Kindern hinterlässt Spuren. jugendschutz.net, die länderübergreifende Stelle für den Jugendschutz im Internet, hat vor diesem Hintergrund ein bislang einmaliges Staff-Welfare-Konzept zur Fürsorge und Gesunderhaltung der Beschäftigten entwickelt. (mehr…)

KJug 4/2014: Zum Umgang mit Belastungen von Fachkräften in der Arbeit mit schwierigen Fällen am Beispiel einer Fachkraft eines Kinder- und Jugendschutzdienstes in Thüringen – Interview

Die Arbeit in den mittlerweile 19 Kinder- und Jugendschutzdiensten Thüringens konzentriert sich auf die kindzentrierte Abklärung von Kindeswohlgefährdung, Krisenintervention, Beratung und Begleitung von Betroffenen sowie die Beratung von Angehörigen oder Bezugspersonen. Thematisch bearbeiten die Kinder- und Jugendschutzdienste Fälle in denen es um Gewalt gegen Kinder und Jugendliche geht, d.h. in Fällen von sexueller, psychischer, physischer und häuslicher Gewalt, sowie Vernachlässigung. Heiko Höttermann, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V., sprach mit Kati Dutsch, Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendschutzdienstes Gera über den Umgang mit Belastungen von Fachkräften in der Arbeit mit schwierigen Fällen. (mehr…)

KJug 4/2014: Dr. Thea Rau, Peter Rehmann, Marie Zoé Demant, Manuel Drews, Prof. Dr. Sabine Andresen, Dr. Marc Allroggen: Studie zu sexueller Gewalt. Erreichbarkeit von Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe und Internaten zu Fragen zu sexueller Gewalt

Ein Junge küsst ein Mädchen gegen dessen Willen, über SMS werden obszöne Nachrichten verbreitet, auf der Straße wird eine Gruppe Mädchen belästigt. Die Praxis zeigt, dass sexuelle Gewalt im Jugendalter häufig vorkommt – aktuell ist für Deutschland nicht bekannt, wie häufig. Eine Studie an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt/ Main soll diese Frage klären. Ein Erfahrungsbericht aus dem laufenden Forschungsvorhaben zeigt, welche Schwierigkeiten und Hindernisse schon bei der Probanden-Rekrutierung auftauchen können. (mehr…)

 

KJug 4/2014: Sigmar Roll: Elternhaftung beim Internet – ein Grundsatzurteil in der Rechtspraxis

Die 15. Zivilkammer des Landgerichts Berlin hat sich mit der konkreten Umsetzung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Aufsichtspflicht von Eltern bei der Internetnutzung ihrer Kinder zu befassen gehabt (Urteil vom 24.01.2014; Aktenz. 15 S 16/12). (mehr…)

 
KJug 3/2014: Suchtprävention – wovor und wie?

Welche Suchtstoffe werden konsumiert, wie sehen die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aus und welche neuen Entwicklungen und Trends liegen vor? Antworten auf diese Fragen und darüber hinaus Erkenntnisse der Präventionsforschung geben Expertinnen und Experten aus der Suchtforschung und -praxis. Neben dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und »neuen Drogen« wie Crystal Meth und Legal Highs geht es auch um das Internet als »Suchtmittel« und die sog. Schockbilder auf Zigarettenschachteln.
Wirksame Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die in verschiedenen Settings stattfindet. Neben der Schule und der Familie, sind die außerschulische Bildungsarbeit, Peer-Gruppen und generell der Freizeitbereich wichtige Handlungsfelder. Für den Jugendschutz haben neben verhaltenspräventiven Maßnahmen aber auch gesetzliche Regelungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes (Verhältnisprävention) einen hohen Stellenwert.

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2014: Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da? Suchtstoffe, Konsummuster jugendlicher Konsumenten, neue Entwicklungen und Trends

Vor der Frage, wie Maßnahmen der Suchtprävention konzipiert werden müssen, steht die Frage, wie die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aussehen und welche Suchtstoffe konsumiert werden. Der Autor gibt einen hervorragenden Überblick über diese verschiedenen Aspekte. Studienergebnisse und Statistiken sowie Hinweise auf Handlungsbedarf komplettieren den Beitrag. (mehr…)

 

KJug 3/2014: Dr. Anneke Bühler, Dr. Johannes Thrul: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen 

Grundlage für erfolgreiche (Sucht)Prävention ist ein zielgerichtetes Vorgehen, das sich an Erkenntnissen der Präventionsforschung orientieren sollte. In der »BZgA-Expertise zur Suchtprävention«, die die beiden Autoren für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verfasst haben, wurden qualitativ hochwertige Übersichtsarbeiten über wirksame Maßnahmen zur Suchtprävention bewertet. Ziel ist es, die neuen Erkenntnisse der Präventionsforschung zu verbreiten und der Fachöffentlichkeit in Deutschland den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Suchtprävention zusammengefasst zugänglich zu machen. (mehr…)

 

KJug 3/2014: Traudel Schlieckau: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene – Ein Zwischenruf

Der Alkoholkonsum Jugendlicher hat sich in den letzten Jahren immer mehr in die Öffentlichkeit, sprich auf öffentliche Plätze, Spielplätze usw., verlagert. Für Kommunen ein Grund, in der Alkoholprävention aktiv zu werden und möglichst effektive Präventionsstrategien zu entwickeln und zu implementieren. (mehr…)

 

KJug 3/2014: Gabriele Bartsch: Was bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln?

Die Europäische Union will ab 2016 mit Schockbildern auf Verpackungen Raucherinnen und Raucher vom Griff zur Zigarette abhalten. Das EU-Parlament stimmte der Richtlinie 2014/40/EU des Europäischen Parlaments und des Rates mit großer Mehrheit zu. Die Autorin, Grundsatzreferentin bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, kommentiert die neue Regelung. (mehr…)

KJug 3/2014: Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Eine Sensibilisierung Jugendlicher für Internetsucht. Workshop zum »Modell der Vier«

Bei der Betrachtung des emotionsbesetzten Themas Internetsucht wird häufig vergessen, dass eine Partizipation am Internet, sozialen Netzwerken und Computerspielen für die kindliche und jugendliche Entwicklung eine gesellschaftliche Notwendigkeit darstellt. Gleichzeitig sind das rechtzeitige Erkennen von Problemlagen im Internetnutzungsverhalten und der damit verbundene bewusste Umgang mit den neuen Medien für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung. Eine Sensibilisierung für eine differenzierte Betrachtung exzessiver Mediennutzung ist besonders gut am »Modell der Vier« möglich.

(Siehe auch den Beitrag »Das Modell der Vier: Eine Klassifikation exzessiver jugendlicher Internetnutzer in Europa« von Dreier, Müller, Duven, Beutel, Wölfling in KJug 3-2013 S. 96f)  (mehr…)

 

KJug 3/2014: Dr. Robert Schlack, Prof. Dr. Franz Petermann: Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Psychische Auffälligkeiten, Risiko- und Schutzfaktoren, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Komorbidität – Ergebnisse aus der KiGGS- und BELLA-Studie

Die KiGGS-Studie bietet die einmalige Möglichkeit, Selbstauskünfte zu Aggression und Gewalterfahrungen von Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren zu einer Vielzahl gesundheitlich relevanter Indikatoren auf individueller Ebene in Beziehung zu setzen. Die vorgestellten Ergebnisse beziehen sich auf Zusammenhänge unterschiedlicher Formen von Gewaltbetroffenheit (als Opfer, Täter oder Täter/Opfer) mit verschiedenen Indikatoren der psychischen Gesundheit, psychosozialer Risiken und Ressourcen und gesundheitsbezogener Lebensqualität sowie der Komorbidität von aggressiv-dissozialem Verhalten und depressiver Symptomatik bei Jugendlichen.  (mehr…)

 

KJug 3/2014: Dinah Huerkamp: E-Zigaretten & E-Shishas: Viel Rauch um nichts? Keine rechtliche Handhabe für zweifelhaften Trend unter Minderjährigen

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln hat sich in ihrem nicht rechtskräftigen Urteil vom 25.02.2014 mit dem Konsum von elektronischen Zigaretten in Gaststätten befasst (Az. 7 K 4612/13).

Leitsatz der Bearbeiterin: In Nordrhein-Westfalen ist derzeit der Konsum elektronischer Zigaretten in Gaststätten nicht nach dem landesrechtlichen Nichtraucherschutzgesetz verboten.  (mehr…)

 
KJug 2/2014: Jugend(schutz) auf dem Land

Der 14. Kinder- und Jugendbericht hat darauf hingewiesen, dass angesichts der regional äußerst unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung eine regional differenzierte Betrachtung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen aber auch der Angebotsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist. Untersuchungen mit Blick auf die Bedingungen im ländlichen Raum sind nur begrenzt vorhanden. Die Autorinnen und Autoren widmen sich der Frage, welche Erkenntnisse es zu Fragen der Jugend und des Jugendschutzes im ländlichen Raum gibt.

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2014: Prof. Dr. Margit Stein und Detlev Lindau-Bank: Kinder und Jugendliche auf dem Land – Von der Lebenslagen- zur Lebensweltbetrachtung

Wie sieht die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus, die auf »dem Land« aufwachsen? Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, zunehmender Mobilität und des Zugangs zu Bildungs- und Freizeitangeboten stellt sich die Frage nach den Perspektiven ebenso, wie die nach der subjektiven Zufriedenheit von Mädchen und Jungen im ländlichen Raum. Regionale Netzwerke können in diesem Zusammenhang die Lebenswelt auf dem Lande positiv beeinflussen. (mehr…)

KJug 2/2014: Prof. Dr. Yvette Völschow: Kinderschutz in ländlich geprägten Regionen – Besonderheiten bei der Ausgestaltung von Prävention und Intervention

Die Gefährdung des Kindeswohls und der Kinderschutz sind nicht zuletzt seit dem Runden Tisch Kindesmissbrauch in der Öffentlichkeit präsent. Doch wie sieht der Schutz von Mädchen und Jungen im ländlichen Raum aus? Präventionsangebote sowie Intervention, Beratung und Therapie auf dem Land erfordern einen sozialraumsensiblen Kinderschutz. (mehr…)

KJug 2/2014: Theo Baumgärtner: Prävalenz des Alkoholkonsums von Jugendlichen auf dem Land – Zusammenfassend vergleichende Datenanalyse einer repräsentativen Schülerbefragung in zwei Gemeinden Niedersachsens und der Großstadt Hamburg 2012

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen wird in der Öffentlichkeit oft mit exzessivem Trinken und Krankenhauseinweisungen in Verbindung gebracht. Differenzierte Studien zeigen auf, welche Altersgruppe bzw. welches Geschlecht vorrangig betroffen sind. Doch wie sieht die »Stadt-Land-Verteilung« aus? Trinken Jugendliche im ländlichen Raum mehr und härteren Alkohol als Jugendliche die in der Stadt aufwachsen? Eine vergleichende Studie aus dem norddeutschen Raum ist dieser Frage nachgegangen. (mehr…)

KJug 2/2014: Ursula Kluge: Medienerziehung in Familien. Ein Angebot für die Sozialpädagogische Familienhilfe

Manche Familien sind über klassische Bildungsangebote nur schwer zu erreichen und es bedarf alternativer zielgruppenspezifischer Maßnahmen. Diesem besonderen Bedarf kommt die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg (ajs) mit dem Angebot entgegen, Fachkräfte aus der Sozialpädagogischen Familienhilfe zu qualifizieren, die dann Familien in ihrem Alltag direkt erreichen und so gezielt in der Medienerziehung unterstützen können. (mehr…)

KJug 2/2014: Sigmar Roll: Rauschmittel an der Schule – Möglichkeiten und Grenzen für Sanktionen

Der 2. Senat des Oberverwaltungsgericht Koblenz hat das Urteil der Vorinstanz nicht aufgehoben; dort war ein sofortiger Schulausschluss nach einem Vorfall der Rauschmittelbeschaffung unter Mitschülern – zumindest von Substanzen außerhalb des Betäubungsmittelgesetzes – auf Grund der konkreten Umstände ausnahmsweise als nicht gerechtfertigt angesehen worden (Beschluss vom 14.08.2013; Aktenz. 2 A 10251/13).
*voller Wortlaut der Entscheidung siehe http://www.bag-jugendschutz.de/recht_rechtsprechung_jugendschutz.html

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KJug 1/2014: Zwei Jahre Bundeskinderschutzgesetz

Das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen. Die Autorinnen und Autoren diskutieren einzelne Aspekte des Bundeskinderschutzgesetzes, wie beispielsweise die Regelungen zur Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung und ihre Bedeutung für Ärztinnen und Ärzte. Aber auch die Bedeutung derselben Norm für Lehrerinnen und Lehrer und die mögliche Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wirft in der Praxis Fragen auf. Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, müssen aus Sicht der Wissenschaft noch weitere Aspekte, gerade im Vergleich mit der internationalen Kinderschutzforschung in den Blick genommen werden.

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2014: Dr. Heinz Kindler, Marie-Theres Pooch, Bianca Bertsch: Das Bundeskinderschutzgesetz: Gut gemeint und auch gut gemacht?

Das Bundeskinderschutzgesetz ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen. Dabei werden sowohl Erfolge als auch »Lücken« – aus Sicht der empirischen Sozialforschung – aufgezeigt.

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KJug 1/2014: Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: § 4 KKG – Professionelle Kooperation im Kinderschutz?

Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht stellte mit Blick auf die psychische bzw. physische Gefährdung von Kindern und Jugendlichen bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) oftmals ein Hindernis dar. In dem seit dem 1. Januar 2013 geltenden § 4 »Beratung und Übermittlung von Informationen durch Geheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung« wurde der Umgang von Ärztinnen und Ärzte mit einer Gefährdung des Kindeswohl neu geregelt. (mehr…)

KJug 1/2014: Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen: Schutzauftrag der Lehrerinnen und Lehrer nach § 4 KKG und Schulsozialarbeit

Die Kooperation von Schule und Jugendamt ist allerorten Thema. Spätestens seit dem Bundeskinderschutzgesetz sind auch Fragen des Kinderschutzes auf der Agenda weiter nach oben gerückt. Die Vorschrift zur Beratung und Übermittlung von Informationen bei Kindeswohlgefährdung des § 4 KKG fordert Lehrer/innen auf, auf die Schülerin oder den Schüler sowie möglicherweise ihre/seine Eltern zuzugehen, wenn ihnen »gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt« werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die das Gesetz den Lehrer/inne/n hier auferlegt hat. Auf der Suche nach Wegen, wie Lehrer/innen Unterstützung erfahren können, rücken die Schulsozialarbeiter/innen ins Blickfeld. Wann können sie in den Schutzauftrag der Lehrer/innen einbezogen werden? Wie könnte ihre Rolle angemessen ausgestaltet werden? Der Beitrag erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt erste Antworten. (mehr…)

KJug 1/2014: Prof. Dr. Gabriele Kokott-Weidenfeld: Brauchen wir so viele Gesetze zum Kinderschutz? Das KKG im Kontext bereits bestehender Regelungen

Seit dem 1. Januar 2012 ist das sogenannte Bundeskinderschutzgesetz in Kraft, das den Kinderschutz in Deutschland verbessern soll. Wesentlicher Kern dieses neuen Gesetzes ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz – KKG. Angesichts der bereits vorhandenen Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen zum Kindeswohl und Kinderschutz stellt sich die Frage, inwieweit das KKG wirklich Neues bietet und tatsächlich bewirken kann. Nachfolgend werden die Bestimmungen des Gesetzes näher betrachtet. (mehr…)

KJug 1/2014: Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz. Ergänzende Auswertungen der von TNS Infratest durchgeführten »Befragung zum Thema Jugendschutz«

Als Abschluss einer zweijährigen Kampagne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem Thema »Jugendschutz Aktiv« führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Politikforschung zwischen dem 8. Oktober und dem 9. Dezember 2012 Befragungen von Erziehungsberechtigten, Jugendlichen, Pädagogen/Lehrern, Gewerbetreibenden und sogenannten Akteuren/Fachkräften im Tätigkeitsbereich des Jugendschutzes durch. Im Beitrag wird eine weitergehende Interpretation der Befragungsergebnisse vorgenommen und es werden einige vorsichtige Hinweise auf mögliche Schlussfolgerungen gegeben. (mehr…)

KJug 1/2014: Sigmar Roll: Wer hat Angst vor’m bösen Mann? – Kündigungsschutz versus Jugendschutz

Die 3. Kammer des Arbeitsgerichts Cottbus hat in einem Kündigungsschutzverfahren die Kündigung eines Schwimmmeistergehilfens (aktuelle Bezeichnung: Fachangestellter für Bäderbetriebe), die der Arbeitgeber ausschließlich mit Eintragungen im polizeilichen Führungszeugnis begründet hatte, als nicht hinreichend gerechtfertigt angesehen (Urteil vom 30.05.2013; Aktenz. 3 Ca 317/13)*.
Leitsatz des Bearbeiters: Eintragungen im erweiterten Führungszeugnis eines Arbeitnehmers sind stets im Einzelfall auf ihre Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis zu überprüfen.
*voller Wortlaut der Entscheidung siehe http://www.bag-jugendschutz.de/recht_rechtsprechung_jugendschutz.html

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KJug 4/2013: Sexuellem Kindesmissbrauch präventiv begegnen

Die gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für die Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch ist nicht zuletzt durch den Runden Tisch Kindesmissbrauch geweckt worden. Prävention, Beratung und Unterstützung im Missbrauchsfall haben eine hohe gesellschaftliche Bedeutung und sind fachlich fest etabliert. Der institutionalisierte Kinder- und Jugendschutz stellt Präventionsmaßnahmen bereits seit vielen Jahren in den Mittelpunkt und richtet diese auf unterschiedliche Zielgruppen – Erwachsene und Kinder/Jugendliche – aus. Präventionsansätze werden in Kindergarten, Schule, Familie kontinuierlich und altersgemäß durchgeführt, dabei werden verstärkt auch die Medien einbezogen. Diese zeitgemäße Form der Präventionsarbeit spricht die Zielgruppe an und dient einer größeren Verbreitung.

Ziel jeglicher präventiver Arbeit ist, zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche Opfer von sexuellen Grenzverletzungen und Missbrauch werden und ihnen zu vermitteln »Nein« zu sagen und Grenzen zu setzen. Damit diese verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen erfolgreich sind, müssen sie ständig weiterentwickelt und evaluiert – aber auch finanziert werden.

Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2013 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug stellen verschiedene Präventionsansätze vor und diskutieren deren Wirksamkeit.

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2013: Prof. Dr. Hans Zollner S.J, Dr. Katharina A. Fuchs, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Wirksame Prävention!? Pädagogen und Angehörige von Heilberufen sind wichtige Adressaten von Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch

Sexueller Missbrauch kann zu massiven, zum Teil lebenslangen Belastungen führen und ist ein schwerwiegendes (Gesundheits-)Problem auf individueller, familialer und gesellschaftlicher Ebene. Deshalb sind Präventionsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen unerlässlich. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Programme für unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) entwickelt. Viele dieser Programme haben sich teilweise als wirksam erwiesen. Dennoch herrscht bislang kein Konsens darüber vor, was wissenschaftlich als wirksam angesehen werden kann. Der Artikel gibt einen Überblick und unterstreicht die Bedeutung der »bystander education«

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KJug 4/2013: Prof. Dr. Anna Julia Wittmann, Julia Gebrande: Kinder mit sexuellen Missbrauchserfahrungen im pädagogischen Alltag stärken

Im Rahmen des Forschungsprojekts KiMsta (Kinder mit Missbrauchserfahrungen stabilisieren), das an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim angesiedelt ist, wurden mit Expertinnen und Experten im Bereich des Kinderschutzes Interviews geführt und ausgewertet. Dabei zeigte sich, wie bedeutsam für Kinder mit sexuellen Missbrauchserfahrungen auch Angebote der Primärprävention sind, da sie zum Bewältigungsprozess beitragen.

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KJug 4/2013: Anna Müller, Dr. Mandy Röder, Prof. Dr. Michael Fingerle: CaS – Cool and Safe. Internetbasierte Programme zur Prävention von sexuellem Missbrauch

Vieles spielt sich für Kinder und Jugendliche heutzutage »online« ab, sei es das Kommunizieren mit anderen Personen, das Spielen mit anderen oder die Informationssuche, daher ist es wichtig, dieses Medium auch in die Präventionsarbeit mit einzubeziehen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Perspektiven und Möglichkeiten, die das Internet in der Prävention bietet und es wird das neu entwickelte Präventionsprogramm »Cool and Safe« vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein web-basiertes Training zur Prävention von sexuellem Missbrauch und Gefahren im Internet. Das Programm ist unter www.coolandsafe.eu frei verfügbar. Vor einer genaueren Beschreibung der Programminhalte und -ausgestaltung werden einige Grundlagen zur Nutzung web-basierter Trainings in der Präventionsarbeit dargestellt.

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KJug 4/2013: Julia von Weiler: »Clever im Netz« Eine Präventions-App für Kinder

Der Verein Innocence in Danger hat die erste App (Applikation) für Smartphones entwickelt, die Kindern zwischen 9 und 11 Jahren auf fröhlich, ermutigende Weise zeigt, wie sie sich sicher in digitalen Welten bewegen können. Außerdem erklärt sie Eltern, worauf sie achten müssen und wie sie ihre Kinder bei den ersten Schritten im Internet unterstützen können. Damit wird das Smartphone auch in die Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch einbezogen.

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KJug 4/2013: Heike Heubner-Christa: Die UN-Kinderrechtskonvention und deren Bedeutung in Japan, am Beispiel der Stadt Kawasaki – ein Vergleich zu Deutschland

 

Vom 11. bis 25. Mai 2013 fand das Studienprogramm »Sicheres Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen: Kinderschutz und Internetsucht« in Japan statt. In dem Studienprogramm erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv mit Fachkräften der außerschulischen Jugendarbeit sowohl über den Kinderschutz, als auch das Thema Internetsucht, über die Arbeit vor Ort, Probleme und Erfahrungen auszutauschen. Im Beitrag wird u.a. ein Einblick in die Umsetzung der UN-Kinderkonvention in der Stadt Kawasaki gegeben.

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KJug 4/2013: Felix Falk, Anke Mützenich: Klassifizierung von Spielen. USK schließt Pilotprojekt ab

Die USK, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, ist in Deutschland für die Alterseinstufung von Computerspielen zuständig. Im Rahmen eines Pilotprojektes hat die USK die in vielen Ländern übliche Klassifizierung erprobt. Hierbei werden über ein technisches System Fragen zu Aspekten des Jugendschutzes zu dem einzustufenden Spiel gestellt, aus denen dann automatisch eine Altersbewertung resultiert. Erste wichtigste Ergebnisse des Projekts liegen nunmehr vor.

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KJug 4/2013: Sigmar Roll: Wenn Eltern ausfallen

Der 12. Senat des Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat in einem Eilverfahren einem Antrag von Eltern auf eine Jugendhilfeleistung in Form der Unterstützung zur Betreuung und Versorgung von Kindern nicht entsprochen und auf – die nicht beantragten – Hilfen zur Erziehung verwiesen. (Beschluss vom 06.05.2013; Aktenz. 12 B 423/13)

Leitsatz des Bearbeiters
Ein längerer Ausfall der Eltern als Erziehungspersonen erfordert regelmäßig nicht nur Lösungen für den Betreuungsbedarf, sondern auch für den erzieherischen Bedarf der Kinder.

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KJug 3/2013: Psychisch kranke Kinder und Jugendliche

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen psychischer, psychosomatischer oder anderer Krankheiten in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung sind, steigt kontinuierlich. Das Spektrum dessen, was heutzutage als verhaltensauffällig bezeichnet wird, ist dabei sehr breit und reicht von Störungen des Sozialverhaltens, Selbstverletzendem Verhalten, Essstörungen, ADHS, Drogenmissbrauch und Psychosen über Depressionen, Erschöpfung, Ängste und Zwänge. Psychische Störungen bedeuten für die betroffenen Kinder und Jugendlichen stets eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Diese Störungen stellen aber auch für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer eine Herausforderung für pädagogisches Handeln dar.

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2013: Prof. Dr. Michael Kölch; Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind häufige Phänomene: nach dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts (KiGSS), der die neueste Datengrundlage für Deutschland darstellt, zeigen ca. 20% der Kinder und Jugendlichen Auffälligkeiten im Verhalten. Die Kriterien für eine behandlungsbedürftige psychische Störung, die z.B. nach der ICD-10 Klassifikation der WHO definiert wird, erreichen aber deutlich weniger Kinder und Jugendliche, jedoch immerhin noch ca. 6%. Dabei ist das Risiko für eine psychische Störung im Kindes- und Jugendalter nicht gleich verteilt, sondern es gibt Gruppen mit einem im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhten Risiko. Welche Störungen sind typisch im Kindes- und Jugendalter, was sind die Ursachen und wie wird behandelt? Im Beitrag werden einzelne typische Störungsbilder im Kindes- und Jugendalters und spezielle Risikogruppen dargestellt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Dr. Paul L. Plener, Rebecca C. Groschwitz, Martina Bonenberger, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Traumatische Lebenserfahrungen bei Jugendlichen mit nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV)

In internationalen Studien wurde mehrfach ein Zusammenhang zwischen traumatischen Lebensereignissen, nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV) und Suizidalität diskutiert. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Studie wiedergegeben, in der diese Zusammenhänge in einer Schulstichprobe bei 665 Schülerinnen und Schülern (mittleres Alter: 14,8, SD: 0,66) untersucht wurden. Dabei zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen NSSV und dem Erleben interpersoneller, wie auch nicht-interpersoneller traumatischer Ereignisse. Damit konnte erstmals auch in einer deutschen jugendlichen Schulpopulation ein Hinweis für eine Assoziation zwischen traumatischen Ereignissen und NSSV beschrieben werden. Dies unterstreicht die klinische Relevanz einer differenzierten Traumadiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit NSSV. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Beate Lisofsky: »Wahnsinnskinder?« Ein Projekt zur Unterstützung von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen

Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen benötigen Unterstützung in vielfältiger Art und Weise und haben einen hohen Informationsbedarf. Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) hat eine Befragung durchgeführt und auf der Grundlage der Ergebnisse ein Angebot für betroffene Eltern entwickelt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Prof. Dr. Sabine Andresen: Auffällig in der Schule. Eine schwierige Gemengelage der Pädagogik

Schule ist für Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Lebens- und Sozialraum. (Verhaltens-)Auffällige Kinder und Jugendliche stellen für Lehrerinnen und Lehrer eine Herausforderung dar, denn aggressives Verhalten, Aufmerksamkeitsprobleme, Ängste und Stress aufgrund von Leistungsdruck machen sich im Unterricht und Umgang miteinander bemerkbar. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Das Modell der Vier: Eine Klassifikation exzessiver jugendlicher Internetnutzer in Europa

In sieben Ländern wurde die Internetnutzung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren quantitativ und qualitativ untersucht. Es existieren derzeit zwar umfangreiche Studien zur Beschreibung von Internetnutzung und von internetabhängigem Verhalten, jedoch steckt die Forschung zur Entstehung eines solchen abhängigen Internetnutzungsverhaltens noch in den Kinderschuhen. Die Prävalenz internetabhängigen Verhaltens bei europäischen Jugendlichen konnte auf 1,2% beziffert werden. Aus den erhobenen qualitativen Daten wurde das »Modell der Vier« abgeleitet, welches internetabhängiges Verhalten genauer beschreibt und seine Entwicklung besser verständlich macht. Hierbei wurden explizit psychische Symptombelastungsskalen sowie externalisierende und internalisierende Problemlagen berücksichtigt. (weiterlesen …)

KJug 3/2013: Sigmar Roll: Jugendschutzprogramme – ein Konzept mit Januskopf

Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Neustadt a. d. Weinstraße hat in einer Entscheidung des vorläufigen Rechtsschutzes einem Telemedienanbieter ermöglicht, entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte trotz möglicherweise unzureichender Schutzmaßnahmen vorläufig weiter zu verbreiten, weil im Hinblick auf die Beschlusslage der KJM kein Sofortvollzug geboten sei (Beschluss vom 17.04.2013; Az.: 5 L 68/13.NW). (weiterlesen …)

KJug 2/2013: Kinder als Zielgruppe der Werbung

Werbung ist allgegenwärtig und Kinder kennen und lieben Werbespots. Darüber hinaus verfügen Kinder heutzutage über erhebliche Geldbeträge und sind längst von der Werbeindustrie als Zielgruppe entdeckt worden. Die verschiedenen Werbeformen in Print und Fernsehen, aber auch im Internet und sogar in Computerspielen sind dabei nicht immer leicht als solche zu erkennen. Werbung an sich ist weder schlecht, noch generell zu verurteilen. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche gelten jedoch andere Kriterien, denn es handelt sich hier um eine besonders schutzbedürftige Gruppe. So darf Werbung beispielsweise nicht die Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit von Kindern und Jugendlichen ausnutzen.Wie Werbung heute aussieht, welche Kriterien mit Blick auf Kinder und Jugendliche gelten und wie die Medien- und Werbekompetenz von Kindern und Jugendlichen gefördert werden kann, zeigen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2-2013 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug.

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2013: Dr. Daniel Hajok: Kinder als Konsumenten im Visier: Wie viel sind die Regelungen zu Werbung im Internet noch wert?

Mit ihren gestiegenen finanziellen Möglichkeiten und Autonomiegewinnen sind Kinder in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Werbetreibenden geraten. Kinder werden dabei zunehmend als Konsumenten von heute mit eigenen Konsumwünschen und Einfluss auf die Kaufentscheidungen Erwachsener wahrgenommen. Speziell an sie adressierte Werbeformen haben längst den Weg von TV-Spots und Zeitschriftenanzeigen ins Internet gefunden. Die in jüngerer Zeit wiederholt geäußerte Kritik zeigt, dass es dabei nicht immer gesetzeskonform zugeht. (weiterlesen …)

KJug 2/2013: Rainer Smits: »Jetzt kommt Werbung!« – Werbung Ende? Kinder und Werbung

Die Medienanstalten kontrollieren u.a. die Einhaltung der Jugendschutz- und Werbebestimmungen im Fernsehen und im Internet bei privaten Veranstaltern. Bei Rechtsverstößen können sie abgestufte Sanktionen aussprechen. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld ist die Förderung der Medienkompetenz und die Vergabe von Medienforschungsprojekten. Werbung und Werberichtlinien standen von Anfang an im Fokus der Aufmerksamkeit der Landesmedienanstalten. (weiterlesen …)

KJug 2/2013: Mirjam Niketta: »Augen auf Werbung«. Werbung erkennen und hinterfragen

Im Alltag von Kindern und Jugendlichen spielen Medien eine wichtige Rolle. Auch die Werbung – die nicht immer bewusst wahrgenommen wird – ist ihr ständiger Begleiter. Kinder vor der Werbewelt abzuschirmen, ist deshalb kaum möglich. Vielmehr müssen sie lernen, im Kontext ihrer Lebenswirklichkeit mit Werbung umzugehen. Das Ziel von Media Smart e.V. ist deshalb die Förderung der Werbekompetenz von Kindern und Jugendlichen. (weiterlesen …)

KJug 2/2013: Dr. Judith Bündgens-Kosten / Dr. Tobias Hölterhof: Angst vor dem Netz. Medienangst und pädagogisches Handeln

Das Internet scheint kontrovers zu sein. Während auf der einen Seite die neuen Möglichkeiten und Potentiale des Mediums herausgestellt werden, wird auf der anderen Seite oft auf die Risiken und die Gefahren hingewiesen. In dem Ringen um Pro oder Contra schimmert dabei nicht selten ein Phänomen hervor, welches die Diskussion bestimmen kann ohne separat thematisiert zu werden. Es handelt sich dabei um ein Phänomen, welches so alt ist wie die Menschheit selber: Angst. (weiterlesen …)

KJug 2/2013: Sigmar Roll: Kauf mich, aber lass Dich nicht verlocken! Werbebeschränkungen gegenüber Kindern und Jugendlichen

Der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln ist in einer nicht rechtskräftigen Entscheidung zum Ergebnis gekommen, dass im Einzelfall durch ein Gewinnspiel Minderjährige zu einem Kauf über Bedarf angeregt werden können und dann unlauterer Wettbewerb vorliegt (Urteil vom 21.09.2012; Aktenz. 6 U 53/12). (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Jugendliche und Glücksspiel

Viele Menschen fordern »das Glück« mit den unterschiedlichsten Glücksspielarten heraus und hoffen, auf den großen Gewinn. Die meisten nutzen Glücksspiele zur Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung und haben keine Probleme, eine Minderheit gilt aber als gefährdete oder sogar schon pathologische Spieler. Auch Jugendliche – vorrangig Jungen – spielen bereits, wenngleich z.B. das Jugendschutzgesetz eindeutig die Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen in Spielhallen sowie die Teilnahme an Spielen mit Gewinnmöglichkeiten verbietet (§ 6 JuSchG). Aus Berichten von Spielsüchtigen weiß man aber, dass das Spielen an Automaten im Jugendalter z.B. in Gaststätten und Imbissen oftmals der Einstieg in die Glücksspielsucht war.Ordnungsrechtlicher und erzieherischer Jugendschutz sind beim Glücksspiel gleichermaßen wichtig. Die gesetzlichen Regelungen müssen kontrolliert und evaluiert werden, präventive Maßnahmen kontinuierlich und langfristig angelegt sein, so der Grundtenor der Beiträge in der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug.

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2013: Dr. Tobias Hayer:Jugendliche und Glücksspielprobleme. Problemausmaß, Risikobedingungen und präventive Handlungsmöglichkeiten

Die mit Glücksspielen unterschiedlicher Art verbundenen Verlockungen sprechen nicht nur Erwachsene an. Vielmehr stellen Poker, Sportwetten, Automatenspiele, Rubbellose und Co. einen integralen Bestandteil der Erfahrungswelten und -wirklichkeiten vieler Jugendlicher dar. Der vorliegende Beitrag gibt einen kompakten Überblick über die Erkenntnisse zu (problematischen) Konsummustern in der Adoleszenz und unterbreitet ausgehend von ausgewählten Risikobedingungen Vorschläge für Erfolg versprechende Präventionsansätze. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Anne Pauly, Wolfgang Haß, Thomas Brand, Christine Schoelen, Peter Lang: Glücksspiel bei Jugendlichen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in den vergangenen Jahren drei Repräsentativbefragung zum Glücksspielverhalten sowie zu glücksspielbezogenen Einstellungen und Problemen der 16- bis 65-jährigen Bevölkerung in Deutschland durchgeführt. Im Beitrag werden Ergebnisse der Studien für die Gruppe der 16- bis 17-jährigen Jugendlichen präsentiert, Risiken in Bezug auf Glücksspielangebote diskutiert und Präventionsansätze zur Sicherstellung des Jugendschutzes dargestellt. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Marc Liesching: Glücks- und Gewinnspielrecht – Grundlagen und Besonderheiten des Jugendschutzes

Im Beitrag werden die wesentlichen rechtlichen Grundlagen zum Jugendschutz bei Glücksspielen und Gewinnspielen in der Öffentlichkeit und in Medien erläutert. Die Darstellung folgt der Differenzierung durch die Bundes- und Landesgesetzgeber, welche für zufallsabhängige und einen Einsatz erfordernde »Glücksspiele« einerseits und für überwiegend von Geschick oder Sonderwissen abhängige und/oder nur geringe Einsätze erfordernde so genannte »Gewinnspiele« andererseits jeweils gesonderte Bestimmungen bereithalten. Weiterhin wird zwischen bundesrechtlichen und landesrechtlichen Regelungen unterschieden. (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Daniel Ensslen: Glücksspielfieber

Um den Suchtgefahren von Glücksspielen zu begegnen sollen im folgenden Artikel exemplarisch einige Hintergründe und Ansätze des erzieherischen Jugendschutzes dargestellt werden. Im Mittelpunkt steht eine aktuelle Methode der Aktion Jugendschutz Bayern e.V.: das interaktive Browsergame »Spielfieber«.   (weiterlesen …)

KJug 1/2013: Dr. Thea Rau, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Peter Rehmann, Dr. Marc Allroggen: Sexuelle Gewalt an Schulen

Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Da die Schule einen bedeutsamen Sozialraum für Minderjährige darstellt, sind Schulen von diesem Problem besonders betroffen. Dennoch gibt es im europäischen Raum wenig Arbeiten zu sexueller Gewalt an Schulen und speziell für Deutschland liegen nur vereinzelt Studien vor. In dieser Übersichtsarbeit werden daher die internationale und nationale Literatur zum Vorkommen von sexueller Gewalt im schulischen Kontext dargestellt und bestehende Präventionsprogramme kritisch diskutiert. Es wird empfohlen, sich vermehrt mit den Entstehungsbedingungen sexueller Gewalt unter Gleichaltrigen im schulischen Kontext auseinanderzusetzen, um gezielte Präventionsmaßnahmen entwickeln zu können.(weiterlesen …)

KJug 1/2013: Sigmar Roll : Erziehungsziele und Kindeswohl – Religiöses Verhalten in einer säkularen Welt

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof Kassel ist in einer (noch) nicht rechtskräftigen Entscheidung zum Ergebnis gekommen, dass ein auf Glaubensgründe gestützter Antrag auf Befreiung vom koedukativen Schwimmunterricht abgelehnt werden durfte (Urteil vom 28.09.2012; Aktenz. 7 A 1590/12). (weiterlesen …)

KJug 4/2012: »Generation mobil« Jugendschutz bei Smartphones, Tablets & Co.

Mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablet-PCs & Co. gehören heute nicht nur zum Alltag von Erwachsenen, sondern werden auch von Kindern und Jugendlichen wie selbstverständlich genutzt. Die Mobilität und ständige Erreichbarkeit, aber auch das schier unerschöpfliche Angebot an Spielen hat für Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert. Die Gefahr, auf jugendgefährdende Inhalte, Kostenfallen oder Datenschutzprobleme bei den sog. Apps zu treffen, ist hier jedoch genauso gegeben wie bei den stationären Geräten. Viele Eltern wünschen sich deshalb auch einen sicheren Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten sowie Unterstützung bei der Medienerziehung und Anregungen zum Umgang mit den »multimedialen Alleskönnern« im Erziehungsalltag.

Aus dem Inhalt:

KJug 4/2012: Luise Ludwig: »Ich hab da so ne App…« – Digital unterwegs mit Smartphone, Tablet und Co.: eine Bestandsaufnahme aus medienpädagogischer Sicht

Der Stellenwert von Smartphones, Tablets & Co. ist auch bei Kindern und Jugendlichen hoch. Sie nutzen die mobilen Endgeräte unterwegs zum Chatten, Telefonieren und Spielen. Neben vielfältigen positiven Aspekten, die der Umgang mit diesen Geräten bietet, finden sich mit Blick auf die Apps aber auch negative z.B. fehlende Altersfreigaben, In-App-Verkäufe und Werbung. Ein zeitgemäßer Jugend(medien)schutz muss diese Risiken benennen und diskutieren.  (weiterlesen …)

KJug 4/2012: Arnfried Böker: Wo bleibt eigentlich die lang ersehnte Jugendschutz-App?

Quasi unbegrenzte Möglichkeiten durch Nutzung der sich rasant entwickelnden Apps für Smartphones und Tablets durch Kinder und Jugendliche erfordern ein Neudenken des Kinder- und Jugendmedienschutzes in Deutschland ohne Bewährtes über Bord werfen zu müssen.  (weiterlesen …)

KJug 4/2012: Marian Benner-Wickner, Sebastian Milenk: Das Internet für unterwegs

Die Nutzung von Smartphones ist bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile weit verbreitet. Dadurch können sie das Internet auch unterwegs nutzen, um sich zu vernetzen, zu informieren oder zu orientieren. Doch neben allen diesen Vorteilen wissen Kinder und Erwachsene oft nicht, dass sie sich dabei vollkommen ungeschützt auf den Webseiten bewegen. Im Beitrag wird ein von der Universität Duisburg-Essen entwickeltes System vorgestellt, das diese Lücke in Zukunft schließen und medienpädagogische Arbeit in Kombination mit Smartphones ermöglichen soll.  (weiterlesen …)

KJug 4/2012: Felix Falk, Benjamin Rostalski: Mobiler Jugendschutz als gemeinsame Aufgabe

Smartphones, Tablets & Co. erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und Verbreitung – auch bei Kindern und Jugendlichen. Neben Facebook und SMS nutzen Kinder und Jugendliche die mobilen Geräte auch verstärkt zum Spielen. Das Angebot an Spiele-Apps ist reichhaltig und ansprechend, aber aus Sicht des Jugendschutzes nicht immer unproblematisch. Altersfreigaben bieten eine Orientierung. In Deutschland ist die USK für die Altersfreigabe bei Spielen zuständig.  (weiterlesen …)

KJug 4/2012: Tim Wersig: Verantwortungsvoll für starke Persönlichkeiten! Kinder- und Jugendschutz im Jugendverband

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, zu denen die Jugendverbände gehören, sehen sich immer häufiger mit der Frage konfrontiert, wie sie mit dem Thema Kinderschutz in ihren Organisationen umgehen. Dabei stehen die präventiven Rahmenbedingungen und Strukturen ebenso zur Diskussion wie die Qualifikation der zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Deutsche Bläserjugend hat sich beispielhaft dieser Herausforderung gestellt und die Kampagne »Verantwortungsvoll für starke Persönlichkeiten« entwickelt.  (weiterlesen …)

KJug 4/2012: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: (Kein) Vollkasko für Über-Mut?

Das Amtsgericht München hat den Tätowierauftrag einer 17-jährigen Jugendlichen unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt für rechtswidrig angesehen (Urteil vom 17.03.2011; Aktenz. 213 C 917/11).

Leitsätze des Bearbeiters:

1. Eine Leistung, die eine Jugendliche mit selbst verdientem Geld bezahlt hat, bedurfte keiner ausdrücklichen Vertragsgenehmigung durch die Eltern.

2. Eine Einwilligung einer Jugendlichen in das Erstellen eines Tattoos (= Körperverletzung) ist nicht generell unwirksam.  (weiterlesen …)

KJug 3/2012: »Eltern unterstützen – Kinder schützen« – Elternverantwortung und Erziehungskompetenz

Elternsein bzw. Kinder zu erziehen ist heutzutage kein leichtes Unterfangen. Familien sehen sich mit den verschiedensten Anforderungen und Erwartungen konfrontiert. Der heutige Erziehungsalltag ist dabei einerseits gekennzeichnet von Sorge, Fürsorge, Verantwortung für Kinder und andererseits den Anforderungen der Gesellschaft an die Erziehung und das Aufwachsen von Kindern. Um ihrer Erziehungsverantwortung gerecht zu werden, benötigen manche Eltern deshalb Unterstützung.

Aus dem Inhalt:

KJug 3/2012: Prof. Dr. Nina Oelkers/Prof. Dr. Andreas Lange: Eltern in der Verantwortungsfalle. Ein Problemaufriss

Erziehung ist nicht immer einfach und die Erwartungen an heutige Eltern sind hoch. Immer mehr Verantwortung wird den Eltern aufgebürdet. Aber nicht alle Eltern sind in der Lage, diesen Anforderungen zu entsprechen. Erziehungsratgeber finden nicht zuletzt deshalb reißenden Absatz. Eltern sind verantwortlich für die Erziehung ihrer Kinder – keine Frage. Aber sie bedürfen professioneller Unterstützung bei dieser Aufgabe. (weiterlesen …)

KJug 3/2012: Prof. Dr. Uwe Hasebrink: Die Rolle der Eltern im Kinder- und Jugendmedienschutz

Eltern und ihr erzieherisches Handeln nehmen mit Blick auf die Umsetzung und Wirksamkeit des Jugendmedienschutzes eine wichtige Rolle ein – dessen sind sie sich auch bewusst. Angesichts der Veränderungen der digital geprägten Medienumgebungen bedarf es aber mehr denn je der Unterstützung und Förderung der Medienerziehungskompetenz von Eltern. (weiterlesen …)

KJug 3/2012: Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: Elterliche Gewalt – Elterliche Verantwortung

Rechte und Pflichten von Eltern sind in Deutschland verbindlich geregelt. Die Rechtslage mit Blick auf die Elternverantwortung ist dabei jedoch nicht immer übersichtlich. Dabei reicht das Spektrum vom Kindeswohl über das Kindesinteresse bis zum Elternrecht. Wobei das Elternrecht immer ein Recht im Interesse des Kindes ist. (weiterlesen …)

KJug 3/2012: Julia von Weiler: ROBERT – Risktaking Online Behaviour Empowerment through Research and Training / Riskantes Internetverhalten – Handlungskompetenz durch Forschung und Aus- und Weiterbildung

»Cyber-Grooming« bezeichnet die Kontaktaufnahme über das Internet, mittels der Erwachsene gezielt Mädchen und Jungen ansprechen, um z.B. pornographische Bilder und Filme zu erhalten oder sich mit ihnen zu treffen. Im Rahmen der ROBERT Studie sollten Erkenntnisse aus den Erfahrungen Jugendlicher mit Missbrauchsprozessen im Internet gewonnen und Faktoren ermittelt werden, die zur Gefährdung der Jugendlichen beitragen sowie solche, die sie vor einer Gefährdung schützen. (weiterlesen …)

KJug 3/2012: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Stärkung der Eltern oder Stärkung des Elternrechts?

Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Koblenz hat Zugangsbeschränkungen für Minderjährige zu einem Rap-Konzert teilweise aufgehoben (Beschluss vom 09.09.2011; Aktenz. 5 L 847/11.KO). Leitsätze des Bearbeiters:

1. Zugangsbeschränkende Auflagen aus Gründen des Jugendschutzes sind nur bei Vorliegen hinreichender Gefährdungsinhalte zulässig.

2. Ansonsten obliegt es der elterlichen Verantwortung, ob sie ihren Kindern den Zugang zu Songtexten mit derben Ausdrücken der Fäkal- und Sexualsprache ermöglichen wollen. (weiterlesen …)

KJug 2/2012: »ich hab da mal ‘ne Frage« – Online-Beratung für Kinder und Jugendliche

Mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablet-PCs & Co. gehören heute nicht nur zum Alltag von Erwachsenen, sondern werden auch von Kindern und Jugendlichen wie selbstverständlich genutzt. Die Mobilität und ständige Erreichbarkeit, aber auch das schier unerschöpfliche Angebot an Spielen hat für Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert. Die Gefahr, auf jugendgefährdende Inhalte, Kostenfallen oder Datenschutzprobleme bei den sog. Apps zu treffen, ist hier jedoch genauso gegeben wie bei den stationären Geräten. Viele Eltern wünschen sich deshalb auch einen sicheren Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten sowie Unterstützung bei der Medienerziehung und Anregungen zum Umgang mit den »multimedialen Alleskönnern« im Erziehungsalltag.

Aus dem Inhalt:

KJug 2/2012: Dr. Alexandra Klein: Beratung im Internet: Befunde und Perspektiven

Soziale Netzwerke nehmen im Leben heutiger Jugendlicher einen hohen Stellenwert ein. Online-Communitys sind der Ort, an dem sich viele Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit regelmäßig aufhalten und wo sie auch Rat und Hilfe suchen. Professionelle Beratungsinstitutionen sollten die Möglichkeiten, die sich durch einen erweiterten Zugang zu virtuellen Unterstützungsarrangements bieten, nutzen und in beiderseitigen Interesse niedrigschwellige, lebensweltorientierte und zielgruppensensible Angebote machen.(weiterlesen …)

KJug 2/2012: Prof. Dr. Richard Reindl: Qualitätskriterien für Online-Beratung

Die internetgestützte Beratung ist mittlerweile in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen fest verankert und stellt ein ergänzendes Beratungs- und Unterstützungsangebot bei persönlichen Problemen und Krisen dar. Die Nutzerzahlen von Beratungsportalen im Netz weisen einen deutlichen Bedarf an Online-Beratung aus. Die Qualität der Beratung sollte jedoch auch konkreten Kriterien entsprechen.(weiterlesen …)

KJug 2/2012: Helmut Paschen: Sextra Online-Beratung – ein Angebot der pro familia seit 1995

Das pro familia SEXTRA Projekt ist ein Angebot für Jugendliche und Erwachsene, das 1995 entstand. SEXTRA bietet eine Internetplattform die Jugendliche und junge Erwachsene in Sachen Liebe, Freundschaft und Sexualität informiert und berät. Innerhalb von ca. 24 Stunden erhalten sie eine Antwort im Rahmen der Onlineberatung. (weiterlesen …)

KJug 2/2012: Prof. Dr. Marius Metzger: Voneinander Lernen: Kollegiale Fallberatung in Kinderschutzgruppen

Im Beitrag wird ein Phasenmodell für die kollegiale Fallberatung in Kinderschutzgruppen vorgestellt. Die Notwendigkeit für ein solches Modell ergibt sich aus der Einsicht, dass ein strukturiertes Vorgehen in der kollegialen Fallberatung die Qualität der Entscheidungen erhöhen kann und interdisziplinäre Lernprozesse erst ermöglicht. Das vorgestellte Modell basiert auf den Ergebnissen einer Schweizer Studie, welche Entscheidungsprozesse in Kinderschutzgruppen detailliert untersucht hat. (weiterlesen …)

KJug 2/2012: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Praxistest für den Testkauf

Der Bußgeldsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen hat sich auf die Beschwerde eines Gewerbetreibenden damit befasst, ob das nach einem Testkauf verhängte Bußgeld rechtmäßig war (Beschluss v. 31.10.2011; Aktenz. 2 SsRs 28/11).

Leitsätze des Bearbeiters:

1. Testkäufe im Bereich des Jugendschutzes verstoßen nicht gegen höherrangiges Recht.

2. Testkäufer dürfen über die bloße Kaufanfrage hinaus nicht zur Tat provozieren. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen

Der Runde Tisch zum »Sexuellen Kindesmissbrauch« hat seine Arbeit im Dezember offiziell beendet, gleichwohl ist und bleibt das Thema aktuell und wird in der (Fach)Öffentlichkeit diskutiert. Kinder und Jugendliche sind aber nicht nur Opfer sexualisierter Gewalt, sie können auch selbst sexuell gewalttätig werden. Sexuell übergriffiges Verhalten von Mädchen und Jungen findet sich an Schulen, Internaten, Heimen und in offenen Einrichtungen der Jugendhilfe. Lehrerinnen und Lehrer sowie Fachkräfte in Einrichtungen müssen sexualisiertes Verhalten von betroffenen Mädchen und Jungen erkennen und einordnen können und gleichzeitig vertrauensvolle Ansprechpartner sein.

Aus dem Inhalt:

KJug 1/2012: Dr. Thea Rau, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Dr. Nina Spröber, Dr. Marc Allroggen: Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen – ein aktuelles Thema für Wissenschaft und Praxis

Mit sexueller Gewalt unter Kindern und Jugendlichen sehen sich Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Schulen und Ausbildungsstätten regelmäßig konfrontiert. Dennoch fand das Thema in der Forschung bislang wenig Beachtung. Im Beitrag werden Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Prävalenzen von sexueller Gewalt unter Kindern und Jugendlichen auf der Grundlage einer selektiven Literaturrecherche in internationalen Datenbanken dargestellt. Abschließend werden Handlungsbedarfe für Wissenschaft und Praxis abgeleitet. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Verena Klein, Dr. Martin Rettenberger, Prof. Dr. Peer Briken: Das Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige

Das Thema sexuelle Grenzverletzungen durch Minderjährige stößt zunehmend auf Interesse. Die Etablierung des Hamburger Modellprojekts für sexuell auffällige Minderjährige kann als Konsequenz dieser Entwicklung für die Praxis betrachtet werden. Im Rahmen eines Modellprojekts werden tatverdächtige Minderjährige untersucht, die sich des Tatvorwurfs gegen die sexuelle Selbstbestimmung ausgesetzt sehen. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Bernhild Manske-Herlyn: Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern und Jugendlichen – Orientierungen in einem »Dunkelfeld«

Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen erfordern neben einer gezielten Intervention und Hilfe für betroffene Mädchen und Jungen auch verstärkte Anstrengungen in der Prävention. Im Kinder-und Jugendschutz wird das Thema deshalb seit vielen Jahren bereits intensiv bearbeitet. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Andrea Buskotte: »GRENZGEBIETE«: Theater und Fortbildungen gegen sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen. Ein Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

GRENZGEBIETE ist ein Präventionsprojekt für Jugendarbeit und Schule. Zum Projekt gehören ein Theaterprogramm für Jugendliche zwischen 12 und 13 Jahren bzw. 15 und 16 Jahren, Fortbildungen für Fachkräfte, Informationsveranstaltungen und eine Broschüre. Ziel des Projekts ist es Mädchen und Jungen darin stärken, Grenzen zu erkennen und zu respektieren, sie zu ermutigen, sich bei Grenzüberschreitungen zu wehren und Hilfe zu organisieren. Fachkräften aus Jugendarbeit und Schule sollen Anregungen für die Präventionsarbeit und den Umgang mit Übergriffen vermittelt werden. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Pia Zeiher: ECHT KRASS! Wo hört der Spaß auf? Jugendliche und sexuelle Gewalt – Interaktiver Präventionsparcours für Schule und Jugendhilfe

Seit Oktober 2011 tourt »ECHT KRASS!«, die erste Wanderausstellung im deutschsprachigen Raum zur Prävention von sexueller Gewalt unter Jugendlichen. Das jugendgerechte Konzept und die interaktive Gestaltung des Präventionsparcours bieten umfassende Möglichkeiten, das Thema in Unterricht und Jugendarbeit aufzugreifen. (weiterlesen …)

KJug 1/2012: Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: Wegsperren für immer – oder von den Abwägungsschwierigkeiten bei der Anordnung von Sicherungsverwahrung für junge Menschen

Der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts Nürnberg hatte über die Rechtmäßigkeit einer vorläufigen Unterbringung im Vorfeld einer nachträglichen Anordnung von Sicherungsverwahrung bei einem mittlerweile 33-Jährigen zu entscheiden und hierbei die durch Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Mai 2011 vorgegebenen Übergangsregelungen konkret zur Anwendung zu bringen gehabt (Urteil vom 16.08.2011; Aktenz. 2 Ws 365/11).

Leitsätze des Bearbeiters:

1. Bei einer »hochgradigen Gefahr« weiterer Gewalt- oder Sexualverbrechen ist die nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung zulässig.

2. Werden durch einen potentiellen Straftäter höchste Rechtsgüter wie Leib und Leben bedroht, liegt eine »hochgradige Gefahr« bereits bei einer mehr als durchschnittlichen Rückfallgefahr vor.

3. Diese Überlegungen gelten auch, wenn die ursprüngliche Verurteilung nach Jugendstrafrecht erfolgt ist. (weiterlesen …)

 

KJug, 56. Jahrgang 2011

KJug 4/2011: gestern – heute – morgen 60 Jahre Kinder- und Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz ist älter, aber seit 60 Jahren ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz eine seiner führenden Vertreterinnen in Deutschland – Grund genug, sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis mit den Entwicklungen im gesetzlichen und erzieherischen Jugendschutz auseinander zu setzen.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2011 von KJug betrachten den Kinder- und Jugendschutz bzw. einzelne (mehr …)

KJug 3/2011: Jugendschutz geht zur Schule Kinder- und Jugendschutz als schulische Aufgabe

Soziale Benachteiligung, Armut, innerfamiliäre Gewalt, Alkoholkonsum sind nur einige Probleme, mit denen sich Kinder und Jugendliche auseinander setzen müssen. Themen, die auch im Kinder- und Jugendschutz diskutiert werden.
Lehrerinnen und Lehrer können und dürfen hiervor nicht die Augen verschließen. Schaut man sich die Lehrpläne an, so findet man darin eine Verankerung des Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe an Grundschulen und weiterführenden Schulen. Schulen sind, neben Familien und der außerschulischen (mehr …)

KJug 2/2011: Prävention sexualisierter Gewalt

Der sexuelle Missbrauch von Mädchen und Jungen ist aufgrund konkreter Vorfälle und historischer Aufarbeitungen ein aktuelles Thema in der (Fach)Öffentlichkeit. Um Mädchen und Jungen nachhaltig vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es jedoch noch weiterer gesicherter Erkenntnisse zu Ursachen und Wirkungen früher Belastungen ebenso wie zur Prävention und Intervention.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2‐2011 von Kinder‐ und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) benennen u.a. Forschungsfragen von (mehr …)

KJug 1/2011: Sexualisierte Medieninhalte Sexual- und medienpädagogische Perspektiven

Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien – sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist – die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden –, belegen Studien, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können. (mehr …)

KJug, 55. Jahrgang 2010

KJug 4/2010: Jugendliche und politischer Extremismus

»Bei den 12- bis 14-Jährigen ist das Interesse an Politik von 11 Prozent in 2002 auf 21 Prozent gestiegen. Und auch bei den 15- bis 17- Jährigen gab es eine positive Trendwende: In 2002 waren in dieser Gruppe 20 Prozent politisch interessiert, heute sind es 33 Prozent. Kein Anstieg ist hingegen bei den Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren zu verzeichnen. Trotz der allgemeinen Politik- und Parteienverdrossenheit sind Jugendliche durchaus bereit, sich an politischen Aktivitäten zu beteiligen, insbesondere dann, wenn ihnen eine Sache persönlich wichtig ist.« (weiterlesen …)

KJug 3/2010: Peer-to-Peer – Aufklärung von Gleich zu Gleich

»Wie erreicht man Kinder und Jugendliche im Rahmen von Prävention?« Diese Frage stellen sich Jugendschützerinnen und Jugendschützer immer wieder. Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß: Plakataktionen, Einzelveranstaltungen für Klassen/Jugendgruppen, Beratungsangebote, Vorträge, Publikationen, Theateraufführungen u.v.m.
Parallel dazu hat sich in den letzten 20 Jahren die so genannte Peer-Education als ein Ansatz in der (weiterlesen …)

KJug 2/2010: Jugend und Alkohol

»Jugend und Alkohol – Schutz durch Gesetze und Verbote?« – zu diesem Thema hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) im Februar 2010 eine Fachtagung in Berlin durchgeführt.
Ausgehend vom exzessiven Trinken Jugendlicher in der Öffentlichkeit, das für zunehmend mehr Mädchen und Jungen mit einer Krankenhauseinweisung endet, wollten die Veranstalterinnen die Suche nach schnellen Lösungen hinterfragen, (weiterlesen …)

KJug 1/2010: Internetsucht

Wie wirkt sich der exzessive Konsum von (Online)Computerspielen auf die Entwicklung und das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen aus? Medienoptimisten weisen auf die förderlichen Aspekte im Umgang mit Computerspielen hin. Medienkritiker hingegen betonen die schädlichen Konsequenzen eines übermäßigen Konsums.
Die Abhängigkeit von Medien, insbesondere dem Internet, wird in Wissenschaft und Praxis, aber auch (weiterlesen …)

KJug, 54. Jahrgang 2009

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug, Heft 1/2007 bis 4/2009 © 2007, 2008, 2009 Ernst Reinhardt Verlag München/Basel www.reinhardt-verlag.de

 

KJug 4/2009: Zwangsheirat als Thema der Jugendhilfe!?

In der Kinder- und Jugendhilfe ist das Thema »Zwangsheirat« in vielen Bereichen präsent: wenn es darum geht, Betroffene zu schützen und Ratsuchenden die nötige Unterstützung zu geben, aber auch im Rahmen von Empowerment, um dazu beizutragen, junge Menschen bei der freien Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Dazu gehört das Recht auf freie Partnerwahl und die Möglichkeit, sich erfolgreich zu wehren, wenn bei einer Eheanbahnung oder in anderen Lebensbereichen beispielsweise familiärer Druck ausgeübt wird. Aufklärung und Information sind wichtige Kriterien, (weiterlesen …)

KJug 3/2009: Suizidprävention

Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen, besonders bei männlichen Jugendlichen. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig das Thema in der Öffentlichkeit, abseits medienwirksamer Sensationsfälle, diskutiert wird.
Suizide bzw. Suizidversuche stellen ein tragisches Ende eines Lebens bzw. einen oftmals letzten verzweifelten Hilferuf dar. Werden diese von Jugendlichen vollzogen, sind Eltern, Lehrer/innen und Mitschüler/ innen fassungslos und finden keine unmittelbaren Erklärungen. (weiterlesen …)

KJug 2/2009: Cybermobbing

Mobbing ist schlimm – Cybermobbing bzw. Cyberbullying ist vielleicht noch schlimmer. Als Cybermobbing bezeichnet man Mobbing unter Einsatz von Medien. Fiese SMS schicken, peinliche Bilder oder Videos im Internet veröffentlichen, per Messenger beleidigen, böswillige Gerüchte streuen und sogar die Gründung sog. ›Hassgruppen‹. Die Opfer werden über das soziale Umfeld hinaus bloßgestellt und wissen in den meisten Fällen nicht einmal, von wem sie gequält und gedemütigt werden. Darüber hinaus können sie sich diesen Belästigungen kaum entziehen, da sie per Handy und zu Hause am Rechner (weiterlesen …)

KJug 1/2009: Kinder- und Jugendschutz in Europa

Staatsgrenzen bieten keine Sicherheit bei möglichen Gefährdungen junger Menschen. Dies zeigt sich u.a. beim Thema »Internet« aber auch beim Sattelitenfernsehen und beim Versandhandel. Einheitliche – zumindest europaweite – Jugendschutzstandards sind nicht vorhanden, zu unterschiedlich scheinen die kulturellen Bewertungsmaßstäbe in einzelnen Bereichen. Die politische Herausforderung für die Jugendschützer lautet daher, im europäischen Kontext darüber zu kommunizieren, welche Handlungsstrategien wirksam sind und welche Schritte notwendig sind, um die Bewertungsmaßstäbe (weiterlesen …)

KJug, 53. Jahrgang 2008

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug, Heft 1/2007 bis 4/2009 © 2007, 2008, 2009 Ernst Reinhardt Verlag München/Basel www.reinhardt-verlag.de

 

KJug 4/2008: Prävention und Gesundheitsförderung ein Thema im Kinder- und Jugendschutz

Gesundheit, Gesundheitserziehung, Ernährung, Bewegung, Prävention – dies alles sind Begriffe aus der aktuellen Diskussion um den Gesundheitszustand der deutschen Bevölkerung. Spezielle Angebote für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen finden sich in allen Settings – Kindergarten, Schule, Familienbildung. (weiterlesen …)

KJug 3/2008: Erziehungskompetenz

Elterliches Erziehungsverhalten und das Familienklima sind Risiko- oder Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung. Die heutige Erziehungssituation ist eine Herausforderung im Zusammenspiel von Eltern, Kindern und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Angebote der Familienbildung bzw. Elternarbeit sind eine Möglichkeit, Eltern bei dieser – nicht immer leichten – Aufgabe zu unterstützen.
Der Ansatz der familienbezogenen Prävention, wie er in Familienbildungsstätten und Familienzentren (weiterlesen …)

KJug 2/2008: Altersfreigaben als Instrument des Jugendmedienschutzes

Bei der Überprüfung der aktuellen Jugendschutzregelungen im Jahr 2007 wurden auch die Altersfreigaben bei Filmen und Computerspielen geprüft und kritisiert. Eltern kennen die Bedeutung der Altersfreigaben nicht, pädagogische Fachkräfte kennen sich mit den gesetzlichen Regelungen nicht gut aus und die Institutionen arbeiten immer noch nicht Hand in Hand!
Aus Sicht von Praktikerinnen und Praktikern im Kinder- und Jugendschutz sind die Herstellung von Transparenz (weiterlesen …)

KJug 1/2008: Kinder- und Jugendschutz – Themen und Akteure

Wie sieht ein zeitgemäßer Kinder- und Jugendschutz aus und wer agiert eigentlich im Bereich des kontrollierend-ordnungsrechtlichen Jugendschutzes und des erzieherischen Jugendschutzes auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene? Wie bündelt man die Aktivitäten und die Ansprüche, damit sie zielgerichtet dem Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe 1/2008 der Zeitschrift (weiterlesen …)

KJug, 52. Jahrgang 2007

Kind Jugend Gesellschaft – KJuG, Heft 1/2007 bis 4/2009 © 2007, 2008, 2009 Ernst Reinhardt Verlag München/Basel www.reinhardt-verlag.de

 

KJug 4/2007: Recht auf Schutz – Schutz befohlen?

Die Stellung von Kindern in unserer Gesellschaft, ihre Förderung und ihr Schutz vor Gefahren ist in den letzten Jahren ins Zentrum der öffentlichen Debatte gerückt. Dies ist prinzipiell sehr zu begrüßen, auch wenn manche Anlässe dafür, wie z. B. tragisch ausgegangene Kinderschutzfälle eher erschütternd sind. Vom Tenor her sind sich meist alle einig, dass Schäden für Kinder möglichst präventiv vermieden werden sollen. (weiterlesen …)

KJug 3/2007: Viel Rauch um … Kinder und Jugendliche

Zum 1. September dieses Jahres wird das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in Kraft treten, welches ein grundsätzliches Rauchverbot in allen Einrichtungen des Bundes sowie im öffentlichen Personenverkehr vorschreibt und den Schutz vor Passivrauchen am Arbeitsplatz verbessert. Zudem soll das Jugendschutzgesetz (§ 10 JuSchG) durch die Anhebung des Abgabealters für Zigaretten von 16 auf 18 Jahren verschärft werden.  (weiterlesen …)

KJug 2/2007: Kindeswohl(gefährdung) und Frühe Prävention

Die Zahl der Nachrichten über Kinder, die von Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch bedroht sind, wächst. Die bekannt gewordenen Fälle – davon einige mit Todesfolge – zeigen, dass trotz einer Ausdifferenzierung der Unterstützungsangebote für Familien im Bereich der Jugendhilfe, die Früherkennung von riskanten Entwicklungen bei Kindern und ihren Familien in der Praxis oftmals immer noch unzureichend gelingt. Das muss den Kinder- und Jugendschutz interessieren.  (weiterlesen …)

KJug 1/2007: Frühe Bildung schützt!

Kindertageseinrichtungen als erster Bildungsinstitution von Kindern außerhalb der Familie kommt eine besondere Bedeutung zu. Als Lern- und Lebensort, der von fast allen Kindern besucht wird, können Kindertageseinrichtungen aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs auch die Eltern erreichen.  (weiterlesen …)

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Aktuelle Ausgabe

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